Main Data
Author: K. C. Crowe
Title: Schwarzer Sand Neuseeland-Krimi
Publisher: Ullstein
ISBN/ISSN: 9783843715430
Series: Neuseeland sehen und sterben
Edition: 1
Price: CHF 8.80
Publication date: 01/01/2017
Content
Category: Detective stories, thrillers, espionage
Language: German
Technical Data
Pages: 304
Copy protection: Wasserzeichen
Devices: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: ePUB
Table of contents
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K. C. Crowe ist das Pseudonym eines erfolgreichen Kriminalschriftstellers. Der Autor lebt in Europa und schreibt neben Kriminalromanen Artikel für renommierte Zeitungen und Magazine. Neuseeland kennt er selbst durch mehrmonatige Reisen. Die faszinierende Landschaft und ihre Bewohner inspirierten ihn zu diesem Krimi.
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1

Die Leiche des Mädchens lag im schwarzen Sand. Dort, wo Meer und Land im Rhythmus der Brandung um Boden rangen. Die Gischt umspülte die kreideweißen, nackten Beine. Das hellblaue Kleid war zerrissen. Der durchtränkte Stoff klebte an ihrer Haut. Im Rücken klafften tiefe Wunden. Der Kopf der Leiche war zur Seite geneigt. Nasses Haar verdeckte das, was einmal ihr Gesicht gewesen sein musste. In der Nähe waren die Abdrücke von Schuhen im Sand zu erkennen.

Der Inspektor spuckte die Zigarette aus dem Mundwinkel. Sie flog durch die Luft und landete in den Wellen.

»Scheiße«, sagte Parnell. »Damn shit.«

Er bückte sich zu dem toten Mädchen hinab, streifte die Haare beiseite und schreckte zurück. Eins ihrer grünen Augen starrte ihn an, er hob den Kopf leicht an, das zweite Auge fehlte genauso wie eine Wange. Die Backenzähne lugten durch das löchrige Fleisch hervor. Die Stirn war zerkratzt und mit Schnitten versehen. Die Nase war verstümmelt. Die Lippen der Toten waren aufgeplatzt. Der gesamte Körper des Mädchens war mit Sandkörnern übersät. Der Sand hatte sich in die Wunden des Rückens gefressen, er klebte in ihrem Haar und steckte zwischen ihren perlweißen Zähnen.

Parnell kniete sich hin und führte seinen Kopf ganz nah an den der Leiche heran. Am Bauchnabel entdeckte er einen dunklen, herzförmigen Fleck. Er wollte die Haut der Toten nicht erneut berühren, sie war eiskalt. Der beißende Geruch des Meeres drang ihm in die Nase.

Parnell liebte diesen Geruch. Es war der Geruch des Lebens, seines Lebens – eigentlich. Nicht der des Todes. Es war der Geruch seiner Heimat.

Der Inspektor schaute sich um. Er hörte das Tosen der Wellen. Er spürte regelrecht ihren magnetischen Sog. Die Möwen kreischten über dem Lion Rock, der im Profil tatsächlich wie ein Löwenkopf aussah und den Strand von Piha in zwei Hälften teilte. Die Möwen ließen sich von den Winden hinauftragen, um dann, plötzlich, mit ein, zwei Flügelschlägen gegen sie anzukämpfen und in Zickzacklinien wieder auf das Wasser hinabzustürzen.

Parnell ging über die Dünen zum Wachturm der Rettungsschwimmer zurück, der auf einem Hügel am hinteren Ende des Strandes stand. Er drehte sich eine ne

 
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