Main Data
Author: Kathinka Engel
Title: Where the Roots Grow Stronger Roman
Publisher: Piper Verlag
ISBN/ISSN: 9783492600002
Edition: 1
Price: CHF 9.80
Publication date: 01/01/2021
Content
Category: Contemporary literature (from 1945)
Language: German
Technical Data
Pages: 416
Copy protection: Wasserzeichen
Devices: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: ePUB
Table of contents
Romantisch authentisch und mitreißend! 'Ich bin verliebt! In Shetland, in Connal, in diese Geschichte, in die ich so tief eingetaucht bin, dass ich den Wind in den Haaren gespürt habe und die salzige Meeresluft riechen konnte. Einfühlsam, sanft und so herzerwärmend!' Spiegel-Bests llerautorin Lilly Lucas Vor drei Jahren verließ Fiona überstürzt ihre Heimat Shetland, nachdem eine unerwartete Nachricht ihr Leben von einem Moment auf den anderen auf den Kopf gestellt hatte. Jetzt kehrt sie zurück zu ihren Wurzeln, zurück zu ihren Schwestern Nessa und Effie, zurück zur rauen Schönheit der Shetlands - und zurück in die Nähe ihrer großen Liebe Connal. Obwohl die letzten drei Jahre für sie einsam und schmerzhaft waren, ist Fiona sicher, damals die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Doch ihre plötzliche Flucht hat tiefere Spuren hinterlassen, als sie dachte - nicht nur bei ihr, sondern auch bei allen Menschen, die sie liebt. Und selbst nach all der Zeit ist einer von ihnen noch immer Connal. 'Ein großartiger Reihenauftakt! Ehrlich, authentisch, ernst und trotzdem cozy.' @inas.little.bakery 'Eine schmerzhafte Liebe, Shetlands raue Naturkulisse und drei starke Frauenfiguren - ein kluger und mitreißender NA-Roman!' @ant1heldin '?Where the Roots Grow Stronger? ist der absolute Wahnsinn. Ein New-Adult-Roman, der emotional, ehrlich und hoffnungsvoll zugleich ist! Ich habe jetzt schon Sehnsucht nach Schottland.' @lauraslesestunde Band 1 der Shetland-Love-Reihe von Spiegel-Bestsellerautorin Kathinka Engel. Perfekte Lektüre ... ... für die LeserInnen von Kelly Moran, Lilly Lucas und Kira Mohn. ... für alle, die sich nach tiefen Gefühlen sehnen. ... zum Herzerwärmen. ... zum Davonträumen und Abtauchen. ... für ein paar gefühlvoll-prickelnde Stunden. ... für kalte Herbsttage. Kathinka Engel kennt die Buchwelt aus verschiedensten Perspektiven: Als leidenschaftliche Leserin studierte sie allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft, arbeitete für eine Literaturagentur, ein Literaturmagazin und als Redakteurin, Übersetzerin und Lektorin für verschiedene Verlage. Mit ihrem Debüt 'Finde mich. Jetzt' schaffte sie es aus dem Stand auf die Spiegel-Bestsellerliste.

Kathinka Engel kennt die Buchwelt aus verschiedensten Perspektiven: Als leidenschaftliche Leserin studierte sie allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft, arbeitete für eine Literaturagentur, ein Literaturmagazin und als Redakteurin, Übersetzerin und Lektorin für verschiedene Verlage. Wenn sie nicht gerade schreibt oder liest, trifft man sie in Craft-Beer-Kneipen, im Fußballstadion oder als Backpackerin auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer. Mit ihrem Debüt 'Finde mich. Jetzt' schaffte Kathinka Engel es aus dem Stand auf die Spiegel-Bestsellerliste. Bei Instagram teilt sie unter @kathinka.engel ihre Begeisterung für Bücher.
Table of contents

1


Ich denke an dich. Hinter meiner Nachricht blinkt der blaue Cursor. Ich lösche den Punkt, lösche dasdich. Ich füge beides wieder hinzu.

»Nina Ince«, dröhnt die Stimme aus den Boxen, und lauter Beifall erschallt.

Nina tritt in ihrer Abschlussrobe auf die Bühne, nimmt ihr Zeugnis entgegen, schüttelt dem Dekan die Hand. Sie strahlt für ein Foto und geht dann auf der anderen Seite der Bühne die Stufen wieder hinunter und zurück zu ihrem Platz, wo sie mit begeistertem Tuscheln in Empfang genommen wird.

»Thomas Jepson.« Erneuter Beifall, während Thomas sich seinen Weg durch die Reihen bahnt.

Der Cursor auf meinem Handy blinkt immer noch. Ein stummer Vorwurf. Es ist völlig albern. Heute ist Nessas Geburtstag. Ich sollte verdammt noch mal in der Lage sein, meiner großen Schwester eine kurze Nachricht zu schicken. Aber unsere letzte Konversation ist drei Monate her, wie mir WhatsApp sehr nüchtern gezeigt hat. Wobei es weniger eine Konversation ist als vielmehr einVielleicht meldest du dich mal? von Nessa und ein Schweigen meinerseits. Genau das macht es jetzt so kompliziert. Ich will nicht, dass sie denkt, ich würde nur aus Höflichkeit schreiben, weil man das nun mal so macht an einem Geburtstag.

»Afsaneh Kashani.«

Irina nimmt meine linke Hand und drückt sie. »Gleich bist du dran«, flüstert sie und grinst mich an.

»Andrew Keller.«

Ich nicke, blicke wieder auf mein Handy. Denn andererseits ist es eigentlich auch keine Option, sich nicht bei ihr zu melden.

»Alexa Kirby.«

»Und denk dran, heb deine Robe an, wenn du die Stufen hochläufst. Du willst nicht, dass hundert Handykameras festhalten, wie du vor versammelter Mannschaft auf die Fresse fliegst«, sagt Irina leise.

Letztes Jahr gab es bei der Zeremonie einen kleinen Vorfall, der es bis auf YouTube und dort zu übertriebenem Ruhm geschafft hat. Eine Absolventin verhedderte sich in ihrer – zugegeben viel zu langen – Robe und legte sich wenig elegant auf die Stufen. Deswegen bläut Irina uns allen schon seit Tagen ein, dass wir ja vorsichtig sein sollen.

»Chloe Lacroix.«

Ein letztes Mal blicke ich auf meine Nachricht. Mein Daumen schwebt über dem Papierflieger. Abschicken. Nicht abschicken. Warum ist das so schwierig?

»Priya Laishram.«

Eine Reihe vor mir erhebt Priya sich strahlend. Sie beugt sich über die Lehne, umarmt erst mich, dann Irina. Fröhlich winkt sie ihrer Familie zu, die zusammen mit all den anderen Angehörigen auf den Rängen sitzen. Ich drehe den Kopf, kann aber in der Dunkelheit nichts erkennen. Allerdings hört man die Familie Laishram unter dem lauten Klatschen und den Rufen deutlich heraus.

»Fiona Linklater.« Ohne die Nachricht abzuschicken, sperre ich mein Handy und lege es im Aufstehen auf meinen Platz.

»Das bist duuuu!«, quietscht Irina und drückt meine Hand erneut.

»Ach so?«, sage ich lächelnd, während ich mich an ihren langen Beinen vorbeischiebe. Unter Irinas wachsamem Blick hebe ich meine Robe ein paar Zentimeter an und gehe vor zur Bühne. Von den Beifallsrufen und dem Applaus kriege ich kaum etwas mit. Nur dass von oben keine Familienmitglieder jubeln, wird mir auf einmal sehr bewusst.

Aber du wolltest es so, sagt eine Stimme in meinem Kopf, während ich eine Stufe nach der anderen hochsteige. Ich drehe den Kopf, winke Irina, Priya und all den anderen zu. Der Dekan lächelt, als ich ihm die Hand hinstrecke.

»Herzlichen Glückwunsch, Miss Linklater«, sagt er und gibt mir mein Zeugnis.

Als ich die Treppe auf der anderen Seite zurück in den Zuschauerraum hinabgehe, werde ich von den Scheinwerfern geblendet und kneife die Augen zusammen. Der Applaus ebbt ab, das Knistern meiner Robe kommt mir auf einmal ohrenbetäubend laut vor. Warum ist es plötzlich so warm?

»Joel Makepeace.«

Und mein Moment ist vorbei. Meine fünfzehn Sekunden Ruhm.

Zurück auf meinem Platz blicke ich auf das dicke Papier, das dort, wo meine Finger waren, leicht feucht ist. Unter dem völlig überladenen Emblem der Universität lese ich:

University of the West of England

Bristol

Fiona Linklater

has been awarded the degree of

Bachelor of Fine Arts (Hons)

 

»Das hast du sehr würdevoll gemacht«, sagt Irina. »Sehr senkrecht.«

»Irina Nabokina.«

Doch Irina ist damit beschäftigt, sich mein Zeugnis, das sie mir sofort aus der Hand gerissen hat, genau anzusehen.

»Miss Nabokina«, sage ich, »du bist dran.«

»Was? Wer? Oh«, macht sie und beeilt sich, auf die Bühne zu kommen. Dabei vergisst sie ihre Robe zu halten, kommt auf der ersten Stufe ins Straucheln und – fängt sich gerade noch. Sie grinst in meine Richtung, tippt sich einmal an den Kopf und schreitet dann sehr elegant auf den Dekan zu.

Während wir noch klatschen und johlen, dreht sich Priya zu mir um. »Wir haben es geschafft!«, flüstert sie. »Wir haben verflucht noch mal einen Abschluss in der Tasche.«

 

Aus den offenen Fenstern desCrown and Crow dringt ein oldschool Trip-Hop-Song.

»Es ist der absolute Wahnsinn«, sagt Irina. »Da reißt man sich drei Jahre lang den Arsch auf –pardon my French –, und am Ende geht es

 
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