Main Data
Author: Hannah Sunderland
Title: Wunder brauchen etwas länger Roman
Publisher: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
ISBN/ISSN: 9783751742368
Edition: 1
Price: CHF 8.40
Publication date: 07/28/2023
Content
Category: Contemporary literature (from 1945)
Language: German
Technical Data
Pages: 461
Copy protection: kein Kopierschutz
Devices: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: ePUB
Table of contents

Zwei Fremde. Zwei zufällige Treffen. Eine außergewöhnliche Liebesgeschichte.

Als Nell in einem Café in Birmingham auf den charmanten Iren Charlie trifft, ist sie sofort hin und weg. Dennoch verabschiedet sie sich nach der gemeinsam verbrachten Mittagspause von ihm, ohne nach seiner Nummer zu fragen - und ärgert sich maßlos darüber. Am nächsten Tag ruft Charlie wegen seines depressiven Onkels bei der Hotline für psychisch Erkrankte an, bei der Nell arbeitet, und landet ausgerechnet in ihrer Leitung. Ein glücklicher Zufall - oder Schicksal? Ohne nachzudenken, ergreift Nell die zweite Chance und bittet ihn um ein Treffen.Dabei fliegen die Funken, doch Charlie zieht sich nicht nur bei diesem, sondern auch bei weiteren Treffen immer wieder von Nell zurück. Kann es sein, dass Charlie nur Freundschaft für sie empfindet - oder steckt noch etwas ganz anderes hinter seinem Verhalten?

Eine wunderbare und einzigartige Liebesgeschichte, die ganz tief berührt und dennoch leicht, humorvoll und optimistisch ist



Hannah Sunderland wurde in Sutton Coldfield geboren und lebt dort noch immer, inzwischen mit ihrem Partner und zahlreichen Büchern. Sie hat einen Abschluss in Bildender Kunst von der University of Derby und leitet ihr eigenes Unternehmen, das Requisiten für die Rekonstruktion von Tatorten herstellt. Das Schreibfieber packte sie, als ihr jemand ein Notizbuch in die Hand drückte und sie erkannte, dass sie darin eine Welt erschaffen konnte.
Table of contents

Kapitel 1


Gab es eine stressigere Zeit für dich als deine Mittagspause? Diese kurze Zeitspanne, die so schnell verflog, während du ungeduldig auf den Fußballen wippend hinter jemandem in der Schlange standest, der an der Kasse herumtrödelte und im Schneckentempo seinen Kaffee auswählte?

Alles, was ich an diesem Tag wollte, war ein Sandwich – und nur ja keinen abfälligen Blick von meinem Chef, wenn ich verschwitzt und mit rotem Kopf ins Büro zurückkehrte.

Aber ich stand als Fünfte in einer Schlange, die sich seit mehr als drei Minuten nicht mehr von der Stelle bewegt hatte. Der Kassierer war ganz offensichtlich neu, und obwohl sein gehetzter Blick und Gesichtsausdruck durchaus mein Mitleid erregten, war ich doch mit meiner Geduld am Ende. Ich schob mein Päckchen Chips und die Tüte mit dem Hummus- und Paprika-Sandwich unter einen Arm, sodass ich eine Hand frei hatte, um einen Blick auf mein Handy werfen zu können.

Als die Frau ganz vorn in der Schlange endlich ihren Kaffee bekam und loszog, um sich einen Platz zu suchen, drängte ich mich schnell einen Schritt weiter vor. DasCool Beans Café füllte sich so schnell, dass ich keinen Platz mehr finden würde, wenn dieser träge Mensch an der Kasse sich nicht beeilte.

Mein Blick fiel auf den Leiter des Cafés, der hinter dem neuen Mitarbeiter stand und ihm scheinbar geduldig zuschaute, obwohl ihm anzusehen war, dass auch seine Geduld sich dem Ende näherte. Als er meinen Blick bemerkte, nickte er mir freundlich zu, obwohl wir uns eigentlich so gut wie gar nicht kannten und noch nie mehr als die üblichen Höflichkeitsfloskeln ausgetauscht hatten. Ich wusste nicht einmal, wie er hieß, weil auf dem Schildchen an seinem Oberteil nurGeschäftsleitung stand. Aber da ich schon seit Jahren herkam, kannten wir uns immerhin vom Sehen.

Er war kahlköpfig, und die kleinen Stoppeln, die immer wieder durchzukommen versuchten, wiesen darauf hin, dass seine Glatze gewollt und keineswegs dem Zahn der Zeit geschuldet war. Dazu trug er eine breitrandige Brille und einen silbernen Nasenstecker.

In der Ecke am Fenster war noch ein letzter Tisch frei, doch vor mir standen noch drei andere Kunden. Der Mann ganz vorne an der Kasse hielt einen wiederverwendbaren Becher in der Hand, den der Barista nur noch füllen musste, sodass man davon ausgehen konnte, dass dieser Gast nicht lange bleiben würde. Der Mann direkt vor mir hatte schon einen Tisch, weil seine Begleiterin sofort losgeflitzt und einen Platz ergattert hatte, als er vor ein, zwei Minuten frei geworden war. Damit verblieb nur noch eine Person als mein Konkurrent um den letzten Tisch.

DasCool Beans Café war schon seit Jahren mein Stammlokal zum Mittagessen, doch seit dieBirmingham Mail vor ein paar Monaten darüber berichtet hatte, war es immer beliebter geworden, bis es keinen Platz mehr für treue Gäste wie mich gab, die ihm auch während seiner experimentellen Kurkuma-Latte- und Chai-Tee-Scones-Phasen treu geblieben waren.

DerKeepCup-Mann nahm seinen gefüllten Becher vom verwirrt dreinblickenden Angestellten entgegen und wandte sich damit in Richtung Tür. Mein einziger verbliebener Rivale um den begehrten letzten Tisch bestellte sein Getränk, zahlte und trat zur Seite, als der Mann vor mir zur Kasse ging und zweimal Tee bestellte. Ich jubelte innerlich, als ich es hörte. Tee war einfach und schnell zubereitet. Vielleicht hatte ich ja doch noch eine Chance auf diesen letzten freien Platz 

 
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