Main Data
Author: Arthur Conan Doyle
Title: Die Abenteuer des Sherlock Holmes Skandalgeschichte im Fürstentum O..., Der Bund der Rothaarigen, Ein Fall geschickter Täuschung, Der Mord im Tale von Bascombe, Der Mann mit der Schramme, Die Geschichte des blauen Karfunkels
Publisher: e-artnow
ISBN/ISSN: 9788026880684
Edition: 1
Price: CHF 0.50
Publication date: 01/01/2017
Content
Category: Detective stories, thrillers, espionage
Language: German
Technical Data
Pages: 234
Copy protection: Wasserzeichen
Devices: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: ePUB
Table of contents
Dieses eBook: 'Die Abenteuer des Sherlock Holmes' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Sherlock Holmes ist eine vom britischen Schriftsteller Sir Arthur Conan Doyle geschaffene Kunstfigur, die in seinen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert spielenden Romanen als Detektiv tätig ist. Besondere Bedeutung für die Kriminalliteratur erlangten Doyles Werke durch die beschriebene forensische Arbeitsmethode, die auf detailgenauer Beobachtung und nüchterner Schlussfolgerung beruht. Holmes gilt bis heute weithin als Symbol des erfolgreichen, analytisch-rationalen Denkers und als Stereotyp des Privatdetektivs. Arthur Conan Doyle (1859-1930) war ein britischer Arzt und Schriftsteller. Inhalt: Skandalgeschichte im Fürstentum O... Der Bund der Rothaarigen Ein Fall geschickter Täuschung Der Mord im Tale von Bascombe Fünf Apfelsinenkerne Der Mann mit der Schramme Der Daumen des Ingenieurs Die Geschichte des blauen Karfunkels Die verschwundene Braut Die Geschichte des Beryll-Kopfschmuckes Das Landhaus in Hamshire
Table of contents

Der Bund der Rothaarigen

(The Red-headed League - 1891)

Als ich im vorigen Herbst eines Tages meinen Freund, Sherlock Holmes, aufsuchte, traf ich ihn in eifrigem Gespräch mit einem dicken, blühend aussehenden, älteren Herrn, der feuerrotes Haar hatte. Schon wollte ich mich mit einer Entschuldigung wieder entfernen, als mich Holmes rasch in das Zimmer zog und die Tür hinter mir schloß.

»Gelegener konntest du nicht kommen, lieber Watson«, sagte er herzlich.

»Ich fürchtete, du seiest beschäftigt«, entgegnete ich.

»Das bin ich – und zwar sehr.«

»So will ich im Nebenzimmer warten.«

»Nein, nein, bleibe nur hier. – Doktor Watson«, sagte er, mich dem Fremden vorstellend, »hat mir vielfach in meinen wichtigsten Fällen mit Rat und Tat zur Seite gestanden, und ich bezweifle nicht, daß er mir auch in Ihrer Angelegenheit, Herr Wilson, von großem Nutzen sein wird.«

Der dicke Herr erhob sich halb von seinem Sitz und nickte grüßend, indem er aus seinen kleinen, von Fettpolstern umgebenen Augen schnell einen forschenden Blick auf mich warf.

»Nimm Platz«, bat Holmes, in seinen Lehnstuhl zurücksinkend, und legte die Fingerspitzen aneinander, wie er es in kritischer Stimmung zu tun pflegte. »Ich weiß, lieber Watson, daß du meine Vorliebe für alles Absonderliche teilst, für alles, was nicht zum ledernen Einerlei des Alltagslebens gehört. Du hast das durch die Wärme bewiesen, mit welcher du einige meiner eigenen, unbedeutenden Erlebnisse wiedergegeben, ja – entschuldige – gewissermaßen ausgeschmückt hast.«

»Allerdings interessierten mich deine Fälle stets ganz besonders«, erwiderte ich.

»Du wirst dich erinnern, daß ich neulich, als wir es mit Fräulein Mary Sutherlands einfacher Angelegenheit zu tun hatten, die Bemerkung machte, wie die sonderbarsten Vorfälle und die merkwürdigsten Verwicklungen im Leben selbst zu finden sind. Die Wirklichkeit bringt weit Überraschenderes hervor als die lebhafteste Einbildungskraft.«

»Eine Behauptung, die ich mir anzuzweifeln getraute.«

»Das tatest du, und dennoch wirst du dich zu meiner Ansicht bekehren müssen, sonst häufe ich Beweise auf Beweise, bis du überführt bist und mir recht gibst. Herr Jabez Wilson hier war so freundlich, mich heute morgen aufzusuchen, um mir etwas zu erzählen, was man nicht alle Tage zu hören bekommt. Ich sagte schon früher, daß ungewöhnliche Dinge häufiger bei kleinen als bei großen Verbrechen vorkommen, ja in Fällen, bei denen es zuweilen sogar zweifelhaft ist, ob überhaupt ein Verbrechen vorliegt. Vielleicht handelt es sich auch im vorliegenden Falle um kein Verbrechen; – so viel ist aber gewiß, daß er höchst merkwürdig ist. Hätten Sie wohl die große Gefälligkeit, noch einmal von vorn anzufangen, Herr Wilson? Ich bitte nicht allein darum, weil mein Freund den ersten Teil nicht gehört hat, sondern, weil mir daran liegt, jede in Betracht kommende Einzelheit möglichst genau zu vernehmen. Gewöhnlich vermag ich mir schon bei oberflächlicher Angabe der Begebenheiten ein Bild vom Ganzen zu machen durch den Vergleich mit den zahllosen, ähnlichen Fällen, deren ich mich entsinne. Hier aber läßt mich jegliche Mutmaßung im Stich.«

Mit einem gewissen Stolz warf sich der behäbige Klient in die Brust und zog ein schmutziges, zerknittertes Zeitungsblatt aus der Rocktasche. Während er vorgebeugt den Anzeigenteil des Blattes durchsah, das er auf seinen Kniee

 
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