Main Data
Author: Janina Lorenz
Title: Der kleine Garten zum Verlieben Roman
Publisher: Piper Verlag
ISBN/ISSN: 9783492998796
Edition: 1
Price: CHF 8.10
Publication date: 01/01/2021
Content
Category: Contemporary literature (from 1945)
Language: German
Technical Data
Pages: 336
Copy protection: Wasserzeichen
Devices: PC/MAC/eReader/Tablet
Formate: ePUB
Table of contents
Herzklopfen gefällig? Auch im vierten Teil der gefeierten Herzbach-Reihe ist ein kleines Dorf das Zuhause großer Gefühle! Fachwerkhäuser, Blumengärten und die große Liebe - Janina Lorenz heißt Sie zum vierten Mal 'Willkommen in Herzbach'! Sagen Sie alle Termine ab und starten Sie Ihren Wellness-Urlaub: 'Der kleine Garten zum Verlieben' entführt Sie ins idyllische Herzbach im Münsterland. Vor charmanter Kulisse aus liebenswerten Charakteren, blumenumrankten Fachwerkhäusern und verträumten Gärten entfaltet sich ein mitreißender Wohlfühlroman: Raus aus der Stadt, rein ins Glück? Das hat Investmentbankerin Maria nicht im Sinn, als sie mit ihrer Freundin Sara nach Herzbach reist, um einen Knick in ihrer Karriere zu verarbeiten. Das Dorf heißt sie nicht nur mit offenen Armen willkommen. Es präsentiert ihr fast vergessene Gefühle auf dem Silbertablett. Schuld daran ist Landschaftsgärtner Jan. Doch der ist eigentlich längst anderweitig vergeben. In der Willkommen in Herzbach-Reihe dürfen große Gefühle nach Herzenslust durch eine Dorfgemeinschaft toben, in der jeder gern leben würde. 'Der kleine Garten zum Verlieben' ist eine Auszeit zum Lesen, eine Hommage an das Dorfleben und eine Erinnerung daran, was im Leben wirklich zählt! Die romantischste Neuerscheinung 2021! Janina Lorenz kann gar nicht so schnell schreiben, wie ihre Fans nach neuen Geschichten aus Herzbach rufen. Mit 'Der kleine Ort zum Glücklichsein', 'Der kleine Chor der großen Herzen' und 'Der kleine Brunnen der guten Wünsche' setzte die Münsterländerin bereits neue Standards für den ultimativen Feelgood-Roman. Liebeskummer, Heimweh, Traurigkeit? Das Glück erwartet Sie in Herzbach! Leichtfüßige Unterhaltung, die Sie genau im richtigen Moment empfängt: Die Willkommen in Herzbach-Reihe lässt Leser von Jenny Colgan, Manuela Inusa und Petra Durst-Benning mit einem wunderbar warmen Gefühl zurück, das im Alltag oft zu kurz kommt.

Janina Lorenz, geboren 1979, wuchs in der Nähe von Münster auf. Heute lebt und arbeitet sie in Düsseldorf. Wann immer ihre Zeit es zulässt, schreibt sie - am effektivsten am Schreibtisch, doch am liebsten auf dem Sofa oder in Düsseldorfs bezaubernden Cafés. Dabei haben es ihr besonders moderne Märchen angetan. Denn hier ist eines sicher: Am Ende wird alles gut, und genau darum geht es doch im Leben.
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Maria


Obwohl es ein Abend mitten im August war, zog ein kühler Wind durch die Frankfurter Innenstadt. Als ich dasGregorelli’s betrat, brachte der Luftzug von draußen die Kerzen auf den weiß eingedeckten Tischen zum Flackern. Wie immer war das italienische Restaurant, das fußläufig zum Bankenviertel lag, gut besucht. Um diese Uhrzeit waren es überwiegend Paare, die sich die vorzügliche Küche schmecken ließen. Ich selbst verbrachte hin und wieder meine Mittagspause hier, wenn das Lokal von Geschäftsleuten bevölkert wurde, doch heute kam ich aus einem anderen Grund. Der Gedanke zauberte mir ein Lächeln aufs Gesicht.

Ich hatte Simon bereits entdeckt, der an einem Tisch am Fenster saß und konzentriert auf sein Handy schaute. Das gab mir die Gelegenheit, ihn vom Eingang aus heimlich zu mustern. Mit seinem gepflegten schwarzen Haar, in das sich silbergraue Strähnen mischten, und der markanten Brille, die seinen schmalen Zügen einen intellektuellen Anstrich verlieh, entsprach er genau meinem Typ. Außerdem war er groß, bestimmt fast zwei Meter. Tatsächlich war mir das als Erstes an ihm aufgefallen, als wir uns vorgestern in der Kantine der Bank, für die ich seit nunmehr zehn Jahren arbeitete, kennengelernt hatten. Er stand vor mir an der Kasse, sodass ich zunächst nur seinen geraden Rücken bewundert hatte, der sich unter dem maßgeschneiderten Jackett abzeichnete. Was für eine wohltuende Abwechslung, den Blick heben zu müssen, um einem Mann in die Augen zu schauen, hatte ich in diesem Moment gedacht. Ich selbst war einen Meter zweiundachtzig groß, das kam also nicht allzu häufig vor. Als er bezahlen wollte, stellte sich heraus, dass sein Betriebsausweis nicht genügend Guthaben aufwies. Großzügig sprang ich ein und übernahm seine Rechnung. Er bedankte sich überschwänglich und erkundigte sich, wo er mich finden könne, um mir das Geld zurückzubringen.

»Im Handelsraum im zweiten Stock«, sagte ich.

Er war beeindruckt: »Eine Investmentbankerin.«

Eine Stunde später erschien er vor meinem Arbeitsplatz. Für den Zutritt war ein spezieller Ausweis notwendig, er musste heimlich hineingeschlüpft sein. Mit einem charmanten Lächeln reichte er mir einen Zehneuroschein und meinte: »Ich würde mich gerne mit einem Abendessen revanchieren. Wie wäre es mit Mittwoch nach der Arbeit imGregorelli’s … hast du Lust?«

In unserer Bank gehörte es zur Unternehmenskultur, sich zu duzen. Mein Kollege Felix, der rechts neben mir saß, grinste von einem Ohr zum anderen. Unter meinem strengen Blick zuckte er zusammen. Mit einer Geste von Zeige- und Mittelfinger bedeutete ich ihm, dass ich ihn im Auge behielt, dann wandte ich mich wieder meiner neuen Bekanntschaft zu.

Ich vergewisserte mich, dass der Mann keinen Ehering trug, und antwortete: »Sehr gerne. Ich bin übrigens Maria.«

»Freut mich, Maria. Ich heiße Simon.« Er schüttelte meine Hand und grinste. »Ich habe letzte Woche neu im Risikocontrolling angefangen. DasGregorelli’s ist das einzige Restaurant, das ich bisher in Frankfurt kenne. Wollen wir uns dort treffen? Um zwanzig Uhr?«

 

Und nun war es also so weit. Ich hatte ein Date. Das erste seit einem halben Jahr, und dazu mit einem Mann, den ich überaus attraktiv fand. Rasch überprüfte ich mein Erscheinungsbild in der Fensterscheibe und war zufrieden mit dem, was ich sah. Das schwarzeba&sh-Kleid mit dem Blumenmuster, das ich mit einem breiten Taillengürtel, schwarzer Lederjacke und cognacfarbenen Wildlederstiefeln kombiniert hatte, saß wie angegossen. Der Look hatte etwas Herbstliches, was ich bei diesem Wetter angemessen fand. Meine dunkelbraunen Locken fielen mir dicht und glänzend über den Rücken. Auch wenn sie vom Wind zerzaust waren, bildeten sie einen schönen Kontrast zu dem knallroten Lippenstift, den mir meine Freundin Ellie bei meinem letzten Besuch in Herzbach geschenkt hatte.

In diesem Moment wendete Simon den Kopf in meine Richtung. Als er mich sah, ging ein Lächeln über sein Gesicht. Winkend erhob er sich von seinem Platz, und ich bahnte mir meinen Weg durch das Restaurant. Eine Sekunde lang standen wir voreinander, unsicher, wie wir uns begrüßen sollten. Schließlich entschieden wir uns für eine Umarmung, die ein wenig linkisch geriet. Der Geruch seines After Shaves stieg mir in die Nase. Es war kein unangenehmer Duft, allerdings hatte er es nach meinem Empfinden zu großzügig aufgetragen. Ein Parfum immer dreimal in die Luft sprühen und anschließend wie eine Königin durch den Nebel schreiten, hatte meine Mutter mir schon als Kind beigebracht. Eine Devise, an die ich mich bis heute h

 
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