: Brooke Hilton
: Der vergessene Lykanerkönig und sein schmerzlicher Gefährte Eine verlorene Seelenverwandte, Amnesie, kriecherischer Alpha, paranormale Werwolf-Romanze
: Publishdrive
: 9798905166280
: 1
: CHF 3.00
:
: Erzählende Literatur
: German
: 160
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Er hat alles vergessen– nur sie nicht ganz. Und das macht ihn gefährlich.

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Thea erwacht in einer fremden Blockhütte, mit reißendem Schmerz in der Brust und einem Loch dort, wo ihre Erinnerungen sein sollten. Sie weiß nicht, wer sie ist. Sie weiß nicht, wie sie hierhergekommen ist. Sie weiß nur eines mit absoluter Sicherheit: Der Mann, derüber ihr Bett wacht, sieht sie an, als hätte er sie schon einmal verloren– und als würde er eher die ganze Welt niederbrennen, als sie ein zweites Mal gehen zu lassen.


Kane ist der Lykanerkönig. Mächtig, gefürchtet, eiskalt gegenüber jedem, der ihm zu nahe kommt. Doch vor dieser Frau kniet er. Denn Thea ist seine Gefährtin– seine verlorene Seelenverwandte, die das Schicksal ihm einst nahm. Jetzt hat er sie zurück. Nur erinnert sie sich an nichts. Nicht an ihn. Nicht an ihre Liebe. Nicht an das, was sie einander geschworen haben.


Und Kane steht vor der Hölle: Wie wirbt man um eine Frau, die nicht mehr weiß, dass sie einem schon einmal gehört hat?


Er wird sie nicht zwingen. Er wird sich ihr Vertrauen verdienen– Stück für Stück, Erinnerung für Erinnerung–, auch wenn ihn jeder leere Blick zerreißt. Doch die Zeit läuft. Am Hof rebelliert der Rat gegen eine Königin, die ihre eigene Vergangenheit nicht kennt. Ein alter Feind lauert in den Schatten. Und das Geheimnis hinter Theas Gedächtnisverlust könnte beide vernichten, sobald es ans Licht kommt.


Während die Bindung zwischen ihnen langsam neu erwacht– heiß, verzweifelt, unaufhaltsam–, müssen Thea und Kane entscheiden: Kann eine Liebe, die einmal ausgelöscht wurde, ein zweites Mal entflammen? Oder ist manche Erinnerung besser für immer begraben?


Wenn du auf besitzergreifende Lykanerkönige, eine zweite Chance auf die Schicksalsbindung,„slow burn”-Spannung und morally-grey Helden stehst, die nur für ihre eine Frau weich werden– dann verschlingst du dieses Buch in einer Nacht.


KAPITEL 1


DAS ERWACHEN


Schmerz war das Erste, was Thea spürte, als das Bewusstsein sie zurück in die Wachwelt riss – eine erdrückende, unerbittliche Qual, die sich in ihrer Brust konzentrierte, als würde ihr Herz von innen heraus zerrissen.

Sie bekam keine Luft. Nicht richtig. Jeder Versuch, Luft zu holen, verursachte ein reißendes Gefühl, das sie nach Luft schnappen ließ, sie scheiterte und es immer wieder verzweifelt und vergeblich versuchte. Ihr Körper schmerzte, als wäre sie tagelang geschlagen worden, jeder Muskel protestierte lautstark bei jeder Bewegung. Schwäche durchfuhr ihre Glieder. Sie schaffte es, eine Hand zu heben, kaum merklich, und sie zitterte, bevor sie zurück auf die Matratze fiel.

Etwas stimmte nicht. Etwas stimmte zutiefst, grundlegend nicht.

Thea zwang sich, die Augen zu öffnen. Eine ihr unbekannte Blockhüttendecke empfing sie, grob behauene Balken kreuzten sich über ihr. Blassgoldenes Licht fiel schräg durch ein Fenster zu ihrer Linken und ließ tanzende Staubpartikel erstrahlen. Der Duft passte überhaupt nicht zu ihrem Zuhause – Heilkräuter statt ihres gewohnten Raumes, Lavendel, Salbei und etwas Bitteres, das sie nicht identifizieren konnte. Kiefernharz. Alter Holzrauch. Saubere Wäsche, die nach Bergluft duftete.

Wo war sie?

Sie versuchte, sich an ihre letzte Erinnerung zu erinnern. Östliche Gebiete. Sie war auf einer diplomatischen Mission gewesen, um Lord Casimir wegen Grenzstreitigkeiten zu treffen. Ein einfacher Auftrag. Hätte in einer Woche wieder zu Hause sein sollen. Das war … wie lange ist das her? Drei Wochen? Vier?

Doch nachdem man sich zu Verhandlungen zusammengesetzt hatte, herrschte Leere.

Die Erkenntnis ließ Panik in ihr aufsteigen. Sie versuchte, sich aufzusetzen, und ein stechender Schmerz durchfuhr ihre Brust wie ein Faustschlag, der ihren Brustkorb zermalmte. Keuchend sank sie zurück in die Kissen, ihre Sicht verschwamm. Sterne tanzten vor ihren Augen.

Ihre Lykanische Heilkraft sollte wirken. Sollte jegliche Verletzungen heilen, diesen Schmerz lindern. Doch sie fühlte sich schwach, kraftlos, als ob ihr Wolf tief in ihrem Inneren klein und verängstigt zusammengekauert wäre, anstatt ihr zu helfen.

Thea griff vorsichtig nach ihrem Wolf, so wie sie es schon seit ihrer Kindheit getan hatte, als sie zum ersten Mal die Verwandlung lernte.Ich bin hier,„Das dachte sie sich“, flüsterte sie innerlich.Was ist los?

Die Antwort war ein Wimmern.Schmerz. Etwas fehlt. Bedürfnis –

Was brauchst du?

Die Tür öffnete sich.

Theas Kopf drehte sichSie wandte sich – selbst diese kleinste Bewegung verursachte neuen Schmerz – dem Geräusch zu. Der Duft traf sie zuerst. Uralte Lykanerin, weibliche Heilermagie, die in ihrem Blut sang. Mächtig, aber nicht bedrohlich. Ihr Wolf entspannte sich einen Augenblick lang, während Thea selbst sich anspannte.

Die Frau war vielleicht Ende fünfzig, alterslos wie die alten Lykaner, mit silbernem Haar, das zu einem langen Zopf geflochten war, in dem noch Strähnen ihres ursprünglichen Schwarz zu sehen waren. Warme braune Augen blickten Thea aus einem Gesicht an, das von Lachfalten und strenger Erfahrung gezeichnet war. Sie trug praktische Kleidung, eine Leinentunika über einer Lederweste und abgetragene Stiefel, und bewegte sich mit der ruhigen Autorität einer Frau, die genau wusste, was sie tat.

„Gut“, sagte die Frau mit freundlicher, aber bestimmter Stimme. „Sie sind wach.“ Sie durchquerte den Raum mit drei Schritten, zog einen Stuhl ans Bett und setzte sich. Kühle, kompetente Finger tasteten Theas Handgelenk und prüften ihren Puls. „Ich bin Isolde Grey. Sie befinden sich in meinem Heilhaus.“

Thea versuchte, ihren Arm wegzuziehen. Isolde ließ es zu, aber ihr Gesichtsausdruck sagte mehr als tausend Worte.törichtes Kind.

„Wie stark sind die Schmerzen?“ fragte Isolde. „Eine Skala von eins bis zehn.“

„Acht.“ Theas Stimme klang heiser. „Vielleicht neun. Was ist mit mir passiert?“

Isoldes Finger wanderten zu Theas anderem Handgelenk, um etwas zu prüfen – erneut den Puls, vielleicht um ihre Lykanische Magie zu lesen. Ihr Gesichtsausdruck wurde ernst. „Du warst eine Woche lang bewusstlos. Davor bist du umhergeirrt. Mal bewusstlos, mal nicht. Fieber ohne Ende. Die Schmerzen haben dich in den Wahnsinn