: Markus D. Mühleisen
: Der Ave Maria Moment
: Books on Demand
: 9783695129102
: 1
: CHF 8.80
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 412
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Mailand, Italien Als Henry Morgenfahrt eine Kirche in Mailand betritt, tut er dies mit den müden Augen eines Mannes, der seit Langem vom Glauben entfremdet ist. Doch dann geschieht es: Ein kleiner Junge singt das Ave Maria - nicht als Darbietung, sondern als Darbringung. Und etwas Ewiges regt sich. Dieser flüchtige Moment wird zum Funken: der Ehrfurcht, der Veränderung, des Neubeginns. Durch Begegnungen voller Geheimnisse, Erleben und Erkennen beginnt sich Henrys Leben dem Licht zuzuneigen. Lyrisch, kontemplativ und reich an Symbolik ist"Der Ave-Maria-Moment" eine literarische Meditation über göttliche Fügung - darüber, wie das Ewige in das Zeitliche einbrechen kann, nicht mit Donner, sondern mit einem Lied."Manche Wunder kommen nicht, um den Körper zu retten, sondern um die Seele zu wecken. Dies ist eines davon."

Markus Mühleisen wurde 1966 in Stuttgart geboren. Er war schon immer von Technik begeistert und ist dabei auch von der Raumfahrt und fantastischen Welten fasziniert. Diese Begeisterung lebt er auch im Beruf. Er leitet ein kleines Familienunternehmen. Es werden unter anderem Teile für die Luft- und Raumfahrt hergestellt. So fliegen Teile aus seinem Unternehmen tatsächlich in den Weltraum. Sein Traum selbst ins All zu fliegen, ist heute noch eine Vision. Zusätzlich entwickelt und vertreibt er seine eigene Software. Als Autor begeistert er sich für das Erzählen von Geschichten. Sein Werk besteht aus Geschichten, die sowohl eine Kinderbuchreihe, humorvolle Romane, Science-Fiction-Romane, Thriller und Fantasy-Erzählungen umfassen. Markus Mühleisen ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seine Heimat ist in Süddeutschland.

1 Don Informatico


Siobhán O'Leary stellt erschöpft den kleinen Rollkoffer auf den Gehweg. Die junge Irin ist zum ersten Mal in Italien – und für ihre Reise hat sie sich ausgerechnet den Süden ausgesucht, genauer gesagt das unter der glühenden Sommersonne liegende Neapel. Gleich am Flughafen hatte sie sich einen großen, gelben Strohhut gekauft. Den trägt sie nun zu ihrem leichten Sommerkleid. Mit gerunzelter Stirn muss Siobhán erkennen, dass die Vorstellung eines 'leichten Sommerkleides' bei irischen Modehändlern sich offensichtlich stark von den luftigen Kleidern unterscheidet, die italienische Designer für ihre Kundinnen entworfen haben. So steht sie nun an der Bushaltestelle irgendwo in der Innenstadt und leidet erbärmlich unter der Mittagshitze.

Schon als ihr Flugzeug auf dem Flughafen Neapel „Ugo Niutta“ gelandet war und sie die Boeing über die Gangway auf das glühend heiße Vorfeld verlassen hatte, ahnte sie, dass dieser Besuch ihre Vorstellung von 'warmer Witterung' gründlich verändern würde. Um die Wartezeit am Kofferband zu überbrücken, hatte sie in der leidlich gekühlten Halle auf ihrem Smartphone recherchiert, wer der Namensgeber des Flughafens war: ein im Einsatz verstorbener Luftfahrtpionier, postum mit einer Goldmedaille für Tapferkeit ausgezeichnet. Seufzend hatte sie den euphorischen Artikel auf der Homepage des Flughafens