: Manfred Straub
: Der Schatz der Inkas Die Spur führt in den Nebelwald
: Books on Demand
: 9783695779321
: 1
: CHF 8.70
:
: Romanhafte Biographien
: German
: 370
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Historische Überlieferungen berichten von einem unvorstellbar großen Goldschatz der Inkas, verborgen in den weitläufigen Dschungelwäldern von Ecuador. Eine Anzeige in einer Tageszeitung, in der nach einem Partner für eine Schatzsuche in Ecuador gesucht wurde, erregte die Aufmerksamkeit des Autors und führte zur Begegnung mit dem Abenteurer Rainer L. Schon nach kurzer Zeit beschlossen die beiden Männer, eine gemeinsame Expedition zu wagen. Ihre Reise führte sie auf den Spuren des legendären Goldes tief hinein in einen mystischen Nebelwald. Dort, fernab jeglicher Zivilisation, erlebten sie ein Abenteuer, das alles andere als alltäglich war. Der Autor schildert in diesem Buch auf spannende und unterhaltsame Weise seine Erlebnisse während der Suche nach dem Schatz der Schätze. Die eindrucksvollen Beschreibungen und die zahlreichen Fotografien machen das Werk zu einem besonderen Leseerlebnis. Abgerundet wird das Buch durch ein Bonuskapitel, das sich mit der Eroberung der Neuen Welt befasst und damit den historischen Kontext beleuchtet.

Manfred Straub, 1963 in Süddeutschland geboren, interessierte sich bereits in jungen Jahren für die Geschichte südamerikanischer Kulturen. 1991 reiste er erstmalig in die Llanganatiberge Ecuadors - der Auftakt zahlreicher Expeditionen auf den Spuren des Inkagoldes.

Eroberung der Stadt Cuzco


Das ehemalige Machtzentrum der Inkas

Gleich nach dem Tode des Herrschers brach Pizarros Streitmacht in Richtung Cuzco auf. Am 15. November des Jahres 1533 erreichten die Eroberer erschöpft und abgekämpft die prunkvolle Inka-Hauptstadt.

Hinter ihnen lagen ein wochenlanger beschwerlicher Marsch und aufreibende Gefechte mit den im Süden stationierten Truppen der Inkas. Bei diesen Gefechten wurde Pizarros Heer von lokalen Stämmen unterstützt, die den Inkas tributpflichtig waren. Ohne deren kämpferische Hilfe wäre es für die Spanier oft nicht möglich gewesen, mit heiler Haut davonzukommen.

Als die Eroberer in das Zentrum von Cuzco vorrückten, waren sie überrascht von den vielen steinernen Gebäuden, die dort standen. In fugenloser Bautechnik waren die Häuser aus mächtigen Granitblöcken erbaut. Meist wurden diese von den Würdenträgern und Priestern der Inkas bewohnt.

Die Einwohner von Cuzco waren ihnen friedlich gesonnen und kümmerten sich recht wenig um die Fremden. Das einfache Volk bestaunte nur die ihnen völlig unbekannten Pferde, die glänzenden Rüstungen der Reiter sowie die hellen und bärtigen Gesichter der Spanier.

Nach dem gleichen Muster wie in Cajamarca ritten die Spanier auf ihren Pferden ungehindert bis zum großen Hauptplatz, an dem sich die eindrucksvollen und reich verzierten Tempelanlagen der Inkas befanden.

Die Pracht der mit Gold und Silber ausgestatteten Tempelanlagen samt ihren glitzernden Gärten versetzte die Spanier in höchstes Staunen. Von den Einwohnern erfuhren sie, dass all das Gold dem Sonnengott Inti geweiht sei; dem Vater der Sonne, Quelle des Lichts und der Wärme. Die vielen anderen Gegenstände aus Silber, die überall zu sehen waren, waren der Mondgöttin Mama Killa gewidmet, die als „Wächterin“ von den Inkas verehrt wurde.

Die ausführlichen Beschreibungen der Tempelanlagen von Cuzco durch die damaligen Chronisten sind selbst nach so langer Zeit mehr als beeindruckend.

So waren inmi