: Tom Fowler
: Der Schatten-Code
: Publishdrive
: 9783912281484
: 1
: CHF 4.40
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 304
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Ein Hacker im Graubereich. Ein Unterweltboss mit finsteren Plänen.
Baltimore ist nicht groß genug für beide.


C.T. Ferguson nutzt seine zweifelhaften Hackerkünste als Privatermittler. Als ein Teenager ihn bittet, seinen vermissten Bruder zu finden, nimmt C.T. den Fall an. Schon bald entdeckt er, dass der Vermisste ebenfalls ein begnadeter Hacker ist - was sein Interesse weckt. Dann tauchen plötzlich überall zwielichtige Gestalten auf. Ein aufstrebender Gangsterboss macht ihm ein Angebot, das er besser nicht ablehnen sollte. C.T. lehnt trotzdem ab. Doch was hat das alles mit dem verschwundenen Hacker zu tun?


Als die Ermittlungen eine gefährliche Wendung nehmen, muss C.T. sich gegen die Polizei behaupten, die ihn hinter Gitter bringen will - und gegen eine Bande Schläger, die ihn endgültig zum Schweigen bringen wollen. Kann er der Spur im Netz und auf der Straße rechtzeitig folgen, um eine Familie wieder zusammenzuführen?

KAPITEL1


Manche Menschen akzeptieren Dinge ohne Weiteres, und andere brauchen eine Menge Überzeugungsarbeit. Das hat nichts mit Skepsis zu tun – die ich selbst reichlich hege und bei anderen schätze –, sondern mit einem sturen Unglauben daran, dass jemand einem überhaupt etwas verweigern könnte. Die Frau am Telefon verkörperte genau diesen Charakterzug.

»Ich übernehme keine Beziehungsfälle«, sagte ich mindestens zum dritten Mal.

»Aber ich bin sicher, dass mein Mann mich betrügt!« Ich hörte ein Weinen am Rand ihrer Stimme. Die Tränen mochten aufrichtig sein, oder sie waren kalkuliert, um Mitleid zu erregen. So oder so, ich nahm mir vor aufzulegen, falls sie anfangen sollte zu heulen. Ich habe meine Grenzen.

»Dann brauchen Sie mich also nicht, oder?«

Meine Frage brachte sie ins Stocken. Sie brauchte ein paar Sekunden, um einen Konter zu finden. »Ich muss es vor Gericht beweisen«, sagte sie.

Für einen Konter war es kein Meisterstück. »Haben Sie ein Smartphone?«, fragte ich, wohl wissend, dass heutzutage fast jeder in Amerika eines besitzt.

»Ja, ein neues iPhone.«

»Wissen Sie, wie man die Kamera bedient?«

»Natürlich weiß ich das.«

»Dann muss ich noch einmal betonen: Sie brauchen mich nicht«, erwiderte ich.

»Aber ich brauche Sie doch«, beharrte sie. »Si