Während der Abend dahinfloss, flossen auch Champagner und Gespräche. Hannah lauschte der Musik und beobachtete die Tänzer. Es war tröstlich, am Rande der Gesellschaft zu stehen. Sie konnte die Ereignisse als Beobachterin genießen, ohne dass alle Augen auf sie gerichtet waren. In dieser Hinsicht bedauerte sie die frisch verlobte Frau, da jede Einzelheit an ihr bis ins Kleinste gemustert wurde. Es erinnerte sie an die Proben, die ihr Vater auf Glasplättchen legte und unter seinem Mikroskop betrachtete.
Doch Elizabeth leuchtete durch die Aufmerksamkeit nur umso heller und überstrahlte die Diamanten an ihrem Hals und ihren Ohrläppchen. Sie betrat mit ihrem Duke die Tanzfläche, und jeder bemerkte, welch elegantes und anziehendes Paar sie waren. Francis Voss, der Duke of Harden, besaß die gleiche blonde Haarfarbe wie seine Verlobte. Obwohl er kein großer Mann war, hatte er einen wohlgeratenen Wuchs und ein fein geschnittenes Gesicht mit offenen, ehrlichen blauen Augen. Alles in allem ließ sein Antlitz Frauen, ob jung oder alt, seufzen, wenn er an ihnen vorüberging.
Lizzie war in ihren Zukünftigen vernarrt und würde eine ausgezeichnete Duchess abgeben. Hannah hatte keinen Zweifel, dass ihre Freundin zu der Art von Matrone heranreifen würde, zu der andere aufschauten und deren Protektion sie suchten.
Schon beim bloßen Zusehen war es offensichtlich, dass es eine Liebesheirat war und keine, die von Lizzies Eltern arrangiert worden war. Das Paar hatte nur Augen füreinander, und sie hätten ebenso gut allein tanzen können und nicht in einem überfüllten Ballsaal. Der Duke betete seine Verlobte an, und ein Stich durchfuhr Hannahs Brust. Wie wäre es wohl, von einem Mann so angesehen zu werden und zu wissen, dass es jemanden auf der Welt gab, der einen auf diese Weise liebte?
Ein dunkler Schatten glitt über Hannahs Blickfeld, und sie blinzelte. Ein Schemen pirschte an den Rändern des Ballsaals entlang und trübte die fröhliche Atmosphäre mit einem Nebel der Finsternis. Ein Schauer lief ihr über die Haut, und sie fragte sich, ob der Mann wirklich da war oder ob es sich um ein gespenstisches Trugbild handelte, das von einem Magier heraufbeschworen worden war. Vielleicht hätte sie ihre Mutter bitten sollen, Schutzzauber um das Anwesen zu legen, um sicherzustellen, dass keine Dämo