: Matilda Thomsen
: Logbuch Corona - Mein Trauertagebuch und die letzte Rose im Garten
: Books on Demand
: 9783695766086
: 1
: CHF 4.40
:
: Lebensführung, Persönliche Entwicklung
: German
: 168
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
"Nichts ist gewisser als der Tod, nichts ist ungewisser als seine Stunde." Anselm von Canterbury (1033-1109) Obwohl diese Aussage schon so alt ist, ist sie wahr und wird immer gültig bleiben. Erst wenn man selbst betroffen ist, merkt man, wie allgegenwärtig dieses Zitat ist. Tausendfach hat dieser Satz zu Zeiten von Corona zugetroffen. Vermutlich haben sich die wenigsten Angehörigen vorstellen können, wie überraschend, wie schnell, die Stunde des Todes eines geliebten Menschen nahte. Um das zu verarbeiten, habe ich jetzt fast vier Jahre gebraucht und meine Gedanken in einer Art Tagebuch notiert. Meine Trauer bleibt, wird nie vergehen, bleibt ein Teil von mir. Auch heilt die Zeit keine Wunden. Sie bleiben für immer. Vielleicht werden die Narben etwas blasser, aber sie sind da und erinnern täglich daran, was geschehen ist.

Die Autorin schildert in"Logbuch Corona" ihren steinigen Weg, fünf Jahre lang, nach dem Corona Tod ihres geliebten Mannes.

2020


Am 27. Januar 2020 wurde in Deutschland der erste Fall von Covid-19 bekannt, nachdem schon im Dezember 2019 der erste Fall weltweit in den Medien gemeldet wurde. Der Ursprung soll in China liegen und in Wuhan seinen Verbreitungsort gefunden haben. Am 11. März 2020 wurde Covid-19 zur Pandemie erklärt. Es waren 200 Länder betroffen, die am Ende ca. 6,9 Mio. Todesfälle weltweit verzeichneten, davon allein in Deutschland 187.229 Todesopfer.

Die erste Infektionswelle war in Deutschland von März bis Oktober 2020 zu verzeichnen. Die zweite Infektionswelle dauerte ca. von Oktober 2020 bis Januar 2021.

Noch im Dezember 2020 haben wir täglich die Schreckensmeldungen über Corona aus aller Welt gehört. Noch haben wir fest daran geglaubt, dass uns die Lungenerkrankung nichts anhaben kann, dass wir verschont bleiben würden.

Wir waren der Meinung, wir sind durch unsere Lebensweise geschützt. Doch als sich im Frühjahr 2020 diese Pandemie auch in Deutschland ausbreitete, bekamen wir täglich mehr Angst.

Wir haben im Stillen mit den Familien der Toten gelitten und um die Kranken gebangt. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Impfungen, nichts gegen Covid-19, nur die Hoffnung auf ein baldiges Ende. Das baldige Ende kam aber vorerst nicht; im Gegenteil, es wurde immer schlimmer.

Erstmals machten wir uns ernsthaft Gedanken, wie wir uns noch besser schützen könnten. Doch uns fiel nichts ein.

Unsere Ernährung war nach unserer Überzeugung gesund: vitaminreich, täglich frisch gekocht, fettarm, nic