: Chloé Césàr, Diana Schwartz, Laura Verell
: My Hot Bartender - Heißes Verlangen, Clubschiff Aphrodite& Hot Summer Island Drei Romane in einem eBook
: dotbooks
: 9783690760584
: 1
: CHF 8.90
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: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 814
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Sommer, Sonne und heiße Flirts MY HOT BARTENDER - HEISSES VERLANGEN: Für ihr Studium recherchiert Noella zum Thema »Sozialleben in Bars« - und wo ginge das besser als im pulsierenden Nachtleben von Florida? Der unverschämt gutaussehende Bartender Patrick gibt ihr nicht nur bereitwillig Auskunft, er leiht ihr sogar sein höchst privates Tagebuch, in dem er seine aufregendsten Begegnungen in der Bar schildert - und mit jeder Seite wird Noellas eigenes Verlangen stärker?... CLUBSCHIFF APHRODITE: Entspannung und ein kleiner Urlaubsflirt - darauf freut sich Tess, als sie das luxuriöse Kreuzfahrtschiff besteigt. Doch schon am ersten Abend fallen beim Showprogramm alle Hüllen - und Tess stellt schockiert fest: Sie hat keine ganz normale Karibikreise gebucht?... Hier wollen sich die Passagiere schamlos ihrer Lust hingeben. Ehe Tess weiß, wie ihr geschieht, erwacht auch in ihr ein nahezu unstillbares Begehren?... HOT SUMMER ISLAND: Dieser Sommer auf Kreta soll unvergesslich werden. Deshalb nimmt sich Laura vor, zu jedem Abenteuer, das sich bietet, Ja zu sagen: Zum Beispiel zu dem attraktiven Masseur mit den verführerischen Händen. Oder dem geheimnisvolle Fremden am Strand, mit dem sie ihre verruchtesten Fantasien ausleben kann. Lara fühlt sich so frei und sinnlich wie nie zuvor. Wenn nicht die Liebe immer ihre eigenen Pläne hätte?...  Ein verführerischer Erotik-Sammelband für alle Fans von Louise Bay und Vi Keeland.

Chloé Césàr wurde in Rom geboren und kann väterlicherseits auf französisch-libanesische Vorfahren zurückblicken. Die Mutter ist Deutsche und entstammt einer Diplomatenfamilie. Bereits mit dreizehn entdeckte Chloé im Bücherschrank ihres Vaters verborgene Schätze: Werke von Henry Miller und Anaïs Nin. Ihr Interesse an erotischer Literatur war schlagartig geweckt und führte nur wenige Jahre später zu ersten eigenen Veröffentlichungen in diesem Genre. Bei dotbooks veröffentlichte sie bereits: »My Hot Bartender - Heißes Verlangen«, »My Hot Bartender - Prickelnde Lust« und »My Hot Bartender - Verbotenes Spiel«. Außerdem erscheint bei dotbooks ihre Reihe um die Abenteuer der schönen Bildhauerin Amanda mit den Titeln »Sweet Seduction - Heiße Spiele auf Teneriffa«, »Sweet Seduction - Sinnliche Stunden in Paris« und »Sweet Seduction - Prickelnder Genuss in Rom«.

Kapitel 2


Patrick räkelte sich genüsslich im warmen Sand.

Die Sonne stach bereits seit Stunden auf Key West herunter, obwohl es noch relativ früh am Tag war. Kein Wölkchen ließ sich am tiefblauen Himmel blicken, das Meer schimmerte türkisgrün, die Wellen rauschten verheißungsvoll.

Er war erst eine halbe Stunde zuvor überhaupt aus den Federn gekommen, die Nacht war lang und heiß gewesen, an Schlaf war in einem Klima wie diesem vor fünf Uhr morgens ohnehin nicht zu denken. Zumindest wenn man wie Patrick aus kälteren Gefilden stammte und noch nicht an die hiesigen Verhältnisse angepasst war.

Außerdem dauerte sein Dienst letzte Nacht wieder einmal bis weit nach drei Uhr. Die letzten Barfliegen hatten sich einfach nicht verscheuchen lassen, die von Patrick gekonnt gemixte Margarita »Hemingway« hatte weiblichen wie männlichen Gästen gleichermaßen geschmeckt.

Obwohl er erst seit wenigen Wochen in der Crocodile-Bar arbeitete, hatten Patricks Margaritas bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt. Es gab Leute, die am späten Nachmittag zur Happy Hour eigens rasch vorbeikamen, um eine Margarita dieser Güte zum halben Preis zu ergattern. Hinterher mussten sie dann häufig nochmals ins Geschäft oder Büro zurück oder in den nächsten Supermarkt, um das Abendessen für die Familie einzukaufen.

Patrick konnte über solche Verrücktheiten der Amerikaner nur lächelnd den Kopf schütteln. Er war kein Trinker, vor allem aber stand er nicht auf Cocktails, auch wenn er sie gerne und absolut gekonnt mixte. Zum einen gefielen ihm die Farben, die dabei entstanden. Zum anderen liebte er es, immer neue Variationen von wohl bekannten »klassischen« Drinks – wie der Margarita – zu kreieren und seine Gäste damit zu überraschen.

Die entzückten Mienen beim ersten Schluck, die Nachbestellungen – »Hey, Patrick! Superjob, Mann. Noch so einen für die Straße!« – sowie die meist großzügigen Trinkgelder – im Amerikanischen Tip genannt – machten seinen Job für ihn so liebenswert.

Er fühlte sich ohnehin wie der geborene Barkeeper. Patrick hatte, solange er sich zurückerinnern konnte, nie etwas anderes werden wollen.

Als Junge hatte ihn sein Vater an Samstagabenden manchmal mitgenommen, wenn er in der einzigen Bar der Kleinstadt, in der sie wohnten, am Klavier saß und für die Gäste, die sich fast alle untereinander kannten, Chopin spielte.

Eigentlich war der Vater ein mittlerer Beamter bei der Post, aber sein Traum war stets Konzertpianist gewesen. Dafür hatte es nicht gereicht, die Bar in der bayerischen Kleinstadt war ein Ersatz und tat es auch.

Patricks Vater war nicht unglücklich, der Postjob ernährte die Familie, die er liebte, und das Klavierspiel am Samstagabend – zwei Stunden lang – brachte ein nettes Zubrot ein.

Die Mutter billigte das Hobby ihres Mannes, allerdings hielt sie wenig davon, ihren Sohn in so jungen Jahren bereits »in diesen Kreisen« zu wissen. Und um Punkt zwanzig nach zehn hatten die beiden zu Hause zu sein. Der Auftritt endete stets um zehn in der Nacht – danach sang eine junge Frau Chansons -, der Heimweg dauerte zehn Minuten, fünf Minuten brauchte der Vater, um das Klavier zu schließen, aufzustehen und sich zu verbeugen, den mageren Applaus und anschließend sein mageres Honorar vom Besitzer der Bar in Empfang zu nehmen.

In den beiden Piano-Stunden bekam Patrick von dem Barbesitzer stets zwei Pepsi-Colas spendiert, eine für jede Stunde, die der Vater Chopin oder auch so manchen alten, schnulzigen Schlager spielte: Gehm Se dem Mann am Klavier noch ‘n Bier, noch ‘n Bier! – was auch prompt und immer funktionierte. Der Vater bekam vom Barbesitzer seinerseits pro Stunde Auftritt ein Gläschen Bier auf den Flügel gestellt. Zusätzlich zum vereinbarten Honorar. Der Chef war ein netter Kerl und mochte sich nicht lumpen lassen.

Natürlich gab es in dem Etablissement auch einen Barkeeper. Er hieß Oskar, war mittleren Alters, trug ein freches Schnurrbärtchen, konnte es gut mit den Damen und erzählte hinreißend lustige Geschichten.

Patrick mochte Oskar, und umgekehrt verhielt es sich genauso. Der Junge beobachtete den Barkeeper gerne bei seiner Arbeit. Was er sah, gefiel ihm immer besser. Irgendwann begann er den Mann zu bewundern.

Patrick erkannte im Laufe der Zeit, dass es eine Kunst für sich war, ein wirklich guter Barkeeper zu sein. Das Mixen und Einschenken von diversen Getränken war dabei nur ein Teil des Jobs. Viel wichtiger schien zu sein, wie souverän Oskar mit Menschen umging. Freundlich-zurückhaltend und lässig-heiter, oder fürsorglich, aufmerksam, tröstend, zuhörend, je nachdem, welcher Typ Gast am Tresen auftauchte. Und in welcher Stimmung der Besucher sich gerade befand.

Oskar erkannte stets blitzschnell, was Sache war.

Hatte jemand Kummer und wollte nur