: Heike Wanner
: Freundinnen fürs Leben oder: Rosen, Tulpen, Nelken Roman | Drei Freundinnen und ein emotionaler Roadtrip auf den Spuren der Vergangenheit
: dotbooks
: 9783989529953
: 1
: CHF 1.80
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 335
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Wie man jemanden kennenlernt, der schon lang nicht mehr da ist ... Kurz vor ihrem 30. Geburtstag erreicht die Physikerin Sophie Lensing ganz unerwartet ein besonderes Paket: Ihre Stiefmutter hat beim Aufräumen ein altes Poesiealbum von Sophies leiblicher Mutter gefunden, die so früh verstorben ist, dass Sophie kaum Erinnerungen an sie hat. Neugierig blättert Sophie durch das Album, in dem sich viele gute Freundinnen verewigt haben - und so kommt sie auf die Idee, diese Frauen zu besuchen und von ihnen mehr über ihre Mutter zu erfahren. Mit einem Wohnmobil und ihren besten Freundinnen Sandra und Vanessa macht sie sich auf den Weg quer durch Deutschland - eine emotionale Reise beginnt ...  »Jeder sollte dieses Buch gelesen haben. Ein Buch über wahre Freundschaft.« Amazon-LeserIn Fans von Jojo Moyes und Anne Barns werden von diesem berührenden Familiengeheimnisroman begeistert sein. Er erschien zuvor bereits unter dem Titel »Rosen, Tulpen, Nelken«.

Heike Wanner, geboren in Dortmund, hat in Kempten (Allgäu) BWL studiert. Seit 2008 schreibt sie erfolgreich heitere Frauenromane. Sie arbeitet bei einer großen deutschen Airline und lebt heute mit ihrer Familie in der Nähe von Wiesbaden. Die Autorin im Internet: heike-wanner-autorin.jimdosit .com/ Bei dotbooks erschienen bereits Heike Wanners Kurzgeschichten im Sammelband »Mein Teilzeit-Tagebuch« sowie die Romane »Die kleine Alm im Schwarzwald«, »Freundinnen fürs Leben«, »Die Villa der Freundinnen« und »Das Beste kommt ganz unerwartet«.

Kapitel 1


 

Es war höchste Zeit, ins Bett zu gehen.

Der altmodische blaue Metallwecker, der auf der Fensterbank neben den Kakteen stand und leise vor sich hin tickte, zeigte bereits weit nach Mitternacht. Das Wohnzimmer lag fast völlig im Dunkeln, bis auf einen kleinen Lichtschein über dem Schreibtisch.

Dort, inmitten eines Durcheinanders aus Büchern, Heften, alten Zeitungen, Bonbonpapieren und einer leeren Kaffeetasse, saß Sophie Lensing und korrigierte Physikklausuren. Doch seit mehreren Minuten starrte sie nun schon auf dasselbe Blatt, ohne einen vernünftigen Gedanken fassen zu können. Es reichte für heute! Müde zog sie ihre Lesebrille von der Nase und rieb sich die Augen. Dann streckte sie vorsichtig die Beine aus und massierte ihren schmerzenden Nacken. Bei der Korrektur von Klausurbögen vergaß sie regelmäßig Zeit, Umgebung und leider auch alle Empfehlungen für eine gesunde Körperhaltung.

Sie schob Hefte und Rotstift beiseite, erhob sich und knipste die alte Stehlampe neben dem Sofa an. Augenblicklich wurde das Zimmer in warmes, gemütliches Licht getaucht, das s