Prolog
Dunkelheit umfängt mich …
Eine weit entfernte Oberfläche …
Etwas zieht mich nach unten …
Ich bekomme keine Luft mehr …
Jemand berührte mich an der Schulter. Schlagartig öffnete ich meine Augen. Ich schreckte hoch und sah mich um. Ich befand mich im Inneren eines fahrenden Wohnmobils. Jemand stand neben mir und sah mich besorgt an.
„Alles gut bei dir?“, ertönte eine sanfte Frauenstimme. „Du hattest wohl einen Albtraum. Ich dachte mir, ich wecke dich lieber.“
Es war Klara, meine beste Freundin aus Kindheitstagen. Sie hatte langes kastanienbraunes Haar, welches sie zu einem Zopf zusammengebunden hatte.
Ihr Gesicht war rundlich und wies keine besonderen Merkmale auf. Sie trug ein dunkelblaues Oberteil und dazu eine kurze braune Hose.
Nachdem sie sich vergewissert hatte, dass es mir gut ging, setzte sie sich mir gegenüber auf die andere Bank. Ich hielt mir angestrengt den Kopf. Allmählich kam ich wieder zu mir. Dieser Traum hatte mich mehr mitgenommen, als ich es zugeben würde. Worum ging es noch gleich? Ich konnte mich nicht erinnern.
„Ich bin wohl eingeschlafen“, sagte ich und gähnte ausgiebig.
„Wie spät ist es?“
Klara lächelte und sah auf ihre Armbanduhr. Sie bestand aus Holz und war durch die regelmäßige Sonneneinstrahlung bereits ein wenig ausgebleicht.
„Kurz nach halb zwei. Wir dürften den Campingplatz demnächst erreichen.“
Sie sah mich an und zog eine Augenbraue hoch.
„Ich hoffe, du hast dein kleines Schläfchen genossen. Trevor nervt mich schon die ganze Zeit damit, dass du ihn endlich ablösen sollst. Ich wäre liebend gerne für dich eingesprungen, aber du weißt ja, dass das nicht geht.“
Sie streckte sich und stand auf.
„Außerdem wird er die ganze Zeit von David zugetextet. Ich möchte nicht, dass er vielleicht Lust bekommt, in den Gegenverkehr zu steuern.“
Lachend winkte sie mir zu.
„Ich gehe mal zu den beiden und gebe ihnen Bescheid, dass du wach bist. Dann könnt ihr b