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: Schwangerschaft, Geburt, Säuglinge
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Franz Kainer, geboren in Lind, Österreich, ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Nach dem Abschluss des humanistischen Gymnasiums in Wien-Hietzing studierte er Humanmedizin an der Karl-Franzens-Universität Graz, wo er 1980 promovierte. Seine medizinische Ausbildung führte ihn über die Chirurgie im Unfallkrankenhaus Graz und die Innere Medizin im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Graz/Eggenberg zur Gynäkologie und Geburtshilfe. Ab 2004 übernahm er die Leitung des Perinatalzentrums in München und ist seit Dezember 2012 Chefarzt der Abteilung für Geburtshilfe und Pränatalmedizin am Klinikum Hallerwiese in Nürnberg.

Der Beginn der Schwangerschaft


Die Empfängnis


Die erste Woche einer Schwangerschaft beginnt mit dem ersten Tag der letzten Periode: ein Zeitpunkt, zu dem weder ein Ei herangereift ist noch eine Befruchtung überhaupt stattgefunden haben kann. Dennoch bereitet sich der Körper jeder gebärfähigen Frau Monat für Monat schon in diesem Stadium auf eine eventuelle Schwangerschaft vor. Der erste Tag der Periode ist somit Tag eins der 280 Tage dauernden Schwangerschaft.

Die Eizelle

Die Natur hat es so eingerichtet, dass die geschlechtsreife Frau Monat für Monat bereit ist für eine mögliche Empfängnis und Schwangerschaft. So sind in ihren Eierstöcken bereits bei der Geburt etwa 600 000 bis 800 000 Eizellen vorhanden. In der Pubertät sind es noch um die 500 000 Eizellen, von denen dann bis zum Ende des gebärfähigen Alters etwa 400 bis 500 heranreifen können. Als größte Zelle im menschlichen Körper trägt die Eizelle die genetische Erbinformation der Mutter in sich und auch ein Nährstoffpaket, mit dem das neue Leben in den ersten Tagen ausreichend versorgt werden kann. Die Eizelle wird von der äußeren Eihülle, der Zona pelludica, umgeben. Darunter befindet sich die eigentliche Zellmembran, sozusagen die innere Eihülle. Da sich die Eizelle nicht von selbst bewegen kann, ist sie auf den Eileiter als Transportmittel angewiesen. Der rund 15 Zentimeter lange Eileiter bildet einen Kanal zur Gebärmutter. Zum Eierstock hin erweitert er sich und endet in einem großen Trichter. Dieser legt sich zum Zeitpunkt des Eisprungs über den Eierstock und nimmt die Eizelle durch rhythmisches Zusammenziehen auf. Für die Beförderung der Eizelle durch den Eileiter sind winzige Flimmerhärchen verantwortlich, die mit ihren fächelnden Bewegungen die Eizelle in Richtung Gebärmutter schieben. Unterstützend wirken zudem ein Sekret der Drüsen, die sich im Eileiter befinden, sowie Muskelkontraktionen.

Um eine mögliche Schwangerschaft vorzubereiten, ist die Periodenblutung unerlässlich: Bis zum vierten Blutungstag etwa wird die »alte« Gebärmutterschleimhaut, in die sich beim letzten Zyklus keine Eizelle eingenistet hat, abgebaut und ausgeschieden. Es folgt eine Phase der Regeneration, in der die Schleimhaut wieder dicker und besser durchblutet wird. Gleichzeitig erfolgt ein Anstieg der weiblichen Sexualhormone. Die Reifung mehrerer Follikel im Eierstock beginnt. Follikel sind Eibläschen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind und jeweils eine Eizelle in sich tragen. Meist reift ein Follikel heran, der um den 14. Zyklustag mit einem Durchmesser von 20 bis 25 Millimeter platzt und die Eizelle freigibt. Aus dem Eibläschen wird nach dem Eisprung der Gelbkörper, der nun im Eierstock zusätzlich zum Östrogen das Hormon Progesteron produziert.

Das Spermium

Im Gegensatz zur weiblichen Eizelle können sich die Spermien von alleine bewegen. Diese geschwänzten Zellen, die übrigens zehnmal kleiner sind als eine Eizelle, setzen sich aus vier Teilen zusammen: Kopf, Hals, Mittel- und Schwanzstück. Der ovale Kopf trägt den Kern mit den Erbinformationen in sich, der Hals ist das Verbindungsstück zwischen Kopf- und Mittelstück und das Mittelstück beherbergt Zellstrukturen (Mitochondrien), die die Energie zur Fortbewegung der Spermien liefern. Den längsten Teil des Spermiums bildet der Schwanz. Mit peitschenartigen Bewegungen treibt er das Spermium in Richtung Eizelle.

Um so weit zu kommen, muss das Spermium ähnlich der weiblichen Eizelle erst einmal eine durch körperliche Hormone gesteuerte Entwicklung vollziehen: Nach der Reifung in den männlichen Hodenkanälchen wandern die funktionsfähigen Spermien langsam in den Nebenhoden. Ein Entwicklungsprozess, der rund drei Monate dauert. Beim nächsten Samenerguss machen sich die reifen Spermien dann auf den Weg zur Befruchtung. Die erste Etappe geht bis vor den Gebärmutterhals der Frau, wo sich das Ejakulat sammelt. Nun steigen die Spermien auf, wandern durch Gebärmutterhals und -höhle und gelangen schließlich in die Eileiter, um eine Eizelle zu befruchten.

Von der dritten bis zur vierten Woche

Die gesprungene Eizelle wird vom Fimbrientrichter des Eileiters mit seinen kleinen Fangarmen aufgenommen und in den Eileiter hineintransportiert. 12 bis 24 Stunden lang ist die Eizelle dort bereit, von einer männlichen Samenzelle befruchtet zu werden.

Da die männlichen Spermien fünf bis sechs Tage im Körper der Mutter überleben können und zeugungsfähig bleiben, ist es möglich, dass sie zum Zeitpunkt des Eisprungs bereits im Eileiter auf die Eizelle »warten«. Jetzt kann die Befruchtung beginnen.

INFO: Die Zeit des Eisprungs

Der Zyklus einer jeden Frau ist individuell. Daher kann auch nicht grundsätzlich vorhergesagt werden, wann ein Eisprung stattfindet bzw. zu welchem Zeitpunkt die Frau fruchtbar ist. So hat sich die verallgemeinernde Aussage etabliert, dass ein Eisprung rund um den 14. Zyklustag erfolgt. Bei einer regelmäßigen Zykluslänge von 28 Tagen gelten der 10. bis 14. Tag als fruchtbar. Ist der Zyklus sehr kurz, kann der Eisprung sogar unmittelbar nach der