: Lothar Eschbach, Rosi Wallner, Andreas Kufsteiner, Verena Kufsteiner
: Heimat-Roman Treueband 74 5 Romane in einem Band
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783751780186
: Heimat-Roman Treueband
: 1
: CHF 5.40
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 320
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Lesen, was glücklich macht. Und das zum Sparpreis!

Seit Jahrzehnten erfreut sich das Genre des Heimat-Bergromans sehr großer Beliebtheit. Je hektischer unser Alltag ist, umso größer wird unsere Sehnsucht nach dem einfachen Leben, wo nur das Plätschern des Brunnens und der Gesang der Amsel die Feierabendstille unterbrechen.
Zwischenmenschliche Konflikte sind ebenso Thema wie Tradition, Bauernstolz und romantische heimliche Abenteuer. Ob es die schöne Magd ist oder der erfolgreiche Großbauer - die Liebe dieser Menschen wird von unseren beliebtesten und erfolgreichsten Autoren mit Gefühl und viel dramatischem Empfinden in Szene gesetzt.

Alle Geschichten werden mit solcher Intensität erzählt, dass sie niemanden unberührt lassen. Reisen Sie mit unseren Helden und Heldinnen in eine herrliche Bergwelt, die sich ihren Zauber bewahrt hat.

Dieser Sammelband enthält die folgenden Romane:

Alpengold 232: Nach ihrem Fehltritt
Bergkristall 313:
Der Bergdoktor 1821: Die Jugendsünde
Der Bergdoktor 1822: Wer bekommt denn nun die Braut?
Das Berghotel 169: Die Schönheit teuer bezahlt
Der Inhalt dieses Sammelbands entspricht ca. 320 Taschenbuchseiten.
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Es war eine Unruhe im Haus, wie am Tag vor einer Hochzeit oder einer Kindstaufe. Die beiden Männer waren in die Brauerei geflüchtet, weil sie nicht dauernd über Putzeimer, Staubsauger und aufgerollte Teppiche stolpern wollten. Die Fenster in der Halle im Erdgeschoss standen sperrangelweit offen, und mittendrin in dem Chaos stand Angelika und dirigierte die Putzkolonnen: das Hausmädchen, die Köchin und zwei Arbeiterinnen aus der Brauerei, die Angelika für den Großreinemachtag ihrem Vater abgeschwatzt hatte.

Roberta Meisinger, Angelikas Mutter, beteiligte sich nicht an der Putzerei. Von Zeit zu Zeit kam sie aus ihrem Zimmer im ersten Stock, um nachzusehen, ob das Wüten der dienstbaren Geister beendet war.

Sie blieb auf der breiten Treppe, die in den Oberstock führte, stehen und betrachtete kopfschüttelnd, aber auch lächelnd das Durcheinander.

»Jetzt sag bloß, Kind, was in dich gefahren ist? Veranstaltest du das ganze Theater wegen dem Prinzregenten oder wegen deiner Freundin Gretel?«

»In Bayern gibt’s keinen Prinzregenten mehr«, antwortete ihre Tochter. Sie trug ausgewaschene Jeans und eine ebenso verwaschene Bluse, was ihren Bruder Hannes schon beim gemeinsamen Frühstück zu der Bemerkung veranlasst hatte: »Wenn ein Mann dich so sieht, geht er lieber nach Altötting zum Wallfahren als mit dir an den Traualtar.«

»Ich brauch keinen Mann«, lautete Angelikas schnippische Antwort. »Mir langen schon du und der Papa. Ihr zwei habt mir die Gedanken an eine Heirat gründlich ausgetrieben.«

Josef Meisinger lächelte, wie er eigentlich meistens lächelte, wenn seine heiß geliebte Angelika etwas sagte.

Er war in jeder Beziehung ein typischer Brauereibesitzer, groß, fast gewaltig, mit einem mächtigen Bauch und einem roten Gesicht, aus dem zwei vergnügte Augen lachten.

Seine Kinder, die dreiundzwanzigjährige Angelika und der sechsundzwanzig Jahre alte Hannes, sahen sich so ähnlich wie ein Ei dem anderen. Sie kamen auf die Mutter, die immer noch, obwohl sie die Fünfzig überschritten hatte, eine gut aussehende Frau war.

Hanne