: Claire Bonnett
: Das romantische Château in Frankreich - Alle drei Romane Die perfekte Sommerlektüre fürs Herz und für die Seele
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783751776394
: 1
: CHF 8.90
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German

Tauche ein in diese wundervolle Feel-Good-Reihe rund um ein kleines Schloss im idyllischen Loire-Tal. Die perfekte Lektüre für Frankreich-Fans und alle, die sich nach bezaubernden Liebesgeschichten sehnen. Dieser 3in1-eBook ist wie ein kleiner Urlaub im romantischsten Land der Welt.

EIN NEUANFANG FÜR ÉLODIE

Élodie kann es kaum glauben! Ausgerechnet im Schloss ihres verschlafenen kleinen Heimatdorfs Courléon soll ein Historienfilm gedreht werden. Alle Dorfbewohner sind furchtbar aufgeregt und wollen beim Dreh dabei sein. Als sich das Team vor Ort nach Komparsen umsieht, landet Élodie prompt als Hofdame am Filmset. Schon bald lernt sie den attraktiven Hauptdarsteller Paul kennen, der ihr ein wenig länger in die Augen sieht als allen anderen. Sehr zum Missfallen des jungen Schlosserben Nicolas, der seit Kindheitstagen eine heimliche Schwäche für Élodie hat. Ein trubeliger Sommer voller Gefühlschaos nimmt seinen Lauf ...

AUFREGENDE ZEITEN IN COURLÉON

Schlo sherrin zu sein ist ein Vollzeitjob. Vielleicht sogar mehr als das. Seit Monaten drehen sich die Gespräche zwischen Élodie und ihrer großen Liebe Nicolas nur noch um löchrige Dächer, undichte Kupferleitungen und bröckelnden Stuck. Hätte sie ihn nicht an ihrer Seite, würde Élodie das Handtuch werfen. Doch um die Renovierung des kleinen Châteaus zu bezahlen, hat Nicolas einen Job angenommen - und jetzt ist er kaum noch vor Ort, um Élodie im Schloss zu helfen.

Zum Glück ist Élodies beste Freundin Solène aus Paris zu Besuch und springt ein. Die beiden haben schon bald eine Idee, wie sie Geld für die Renovierung des Châteaus einnehmen können: Sie planen einen Backwettbewerb auf dem Gelände. Doch die eigensinnigen Dorfbewohner müssen von dieser Idee erst einmal überzeugt werden, und die Frauen haben alle Hände voll zu tun. Als Solène dann auch noch ein Auge auf den gutaussehenden neuen Landarzt wirft, würde Élodie den beiden gerne auf die Sprünge helfen. Aber in all dem Trubel muss sie plötzlich feststellen, dass ihr eigenes Liebesglück auf dem Spiel steht ...

HOCHZEIT MIT HINDERNISSEN

É odies Leben könnte kaum besser laufen: Das kleine Château ist mittlerweile ein richtiger Besuchermagnet, und außerdem soll hier auch bald ihre Traumhochzeit mit ihrer großen Liebe Nicolas stattfinden! Ausgerechnet jetzt taucht Nicolas geldgieriger Bruder Guillaume wieder auf. Er gibt vor, sich versöhnen zu wollen, aber kann man ihm wirklich trauen? Am liebsten würde Élodie ihm auf Schritt und Tritt folgen, doch im Schloss verlangen andere Dinge ihre Aufmerksamkeit. Denn der neue Gärtner scheint ein dunkles Geheimnis zu haben und eine Schneiderin möchte unbedingt im Château ein Atelier eröffnen. Für Élodie steht schnell fest: Hochzeitsvorbereitungen stellen auf ihrem Weg zum Glück noch das kleinste Hindernis dar!

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.

Kapitel 1


»Bitte schön, Madame, Ihrcafé au lait und einpain au chocolat

Vorsichtig stellte ich den Teller mit dem Gebäck und die dampfende Tasse auf dem runden Holztisch ab. Das schaumige Herz auf dem Café schwappte dabei bedenklich nach rechts.

Die ältere Dame am Tisch sah mit irritierter Miene erst zu dem Getränk und dann zu mir. »Ich habe aber ein ganz normales Croissant und einen Kaffee ohne Milch bestellt«, teilte sie mir auf Englisch mit. »Ich vertrage keine Milch.«

»Mince!« Peinlich berührt kratzte ich mich am Hinterkopf. »Ja, gut, dann bringe ich Ihnen jetzt besser mal das Richtige, oder?Un instant s’il vous plaît! «

Ich schnappte mir so hastig die Tasse und daspain au chocolat , dass ein paar Spritzer des Heißgetränks doch noch auf der Tischplatte landeten.

»Entschuldigen Sie, ich bringe gleich Servietten!«, rief ich über meine Schulter und machte mich dann schnurstracks auf den Weg zurück zur Küche. An diesem Tag schien alles schiefzulaufen. Hatte die Dame wirklich ein Croissant bestellt? Vielleicht hatte mich ja das ewige Chanson-Gedudel aus den Lautsprechern aus dem Konzept gebracht.

Das kleine Bistro, in dem ich kellnerte, verkörperte bis ins letzte Detail, was Touristen sich unter »typisch französisch« vorstellten. Eilig schlüpfte ich unter einer Girlande aus rot-weiß-blauen Flaggen hindurch zurück in die Küche.

»Ähem, sie wollte doch ein Croissant«, verkündete ich dort. »Und Servietten bräuchte ich noch.«

»Na, so was.« Mein Vorgesetzter Monsieur Charlier bedachte mich mit einem strengen Blick. »Unsere Frau Anwältin scheint heute Konzentrationsschwierigkeiten zu haben.«

Im Bistro arbeiteten hauptsächlich Studenten, und mein Chef hatte die merkwürdige Angewohnheit, uns mit unserem Berufsziel anzusprechen. Das hieß, es gab einen Herrn Lehrer, eine Frau Biologin und natürlich mich, die Frau Anwältin. Nur leider wollte ich heute noch weniger als sonst an meine akademische Laufbahn erinnert werden.

»Das Leben als Anwältin ist nun mal hart«, erwiderte ich düster. »Besonders das einer angehenden Anwältin.«

»Einspruch abgelehnt.« Charlier packte ein Croissant mit ein wenig Butter und Marmelade auf einen kleinen Teller mit Goldrand. »Und jetzt sieh zu, dass du der Dame die richtige Bestellung servierst.«

»Oui, Monsieur!«

Ich schnappte mir den Teller mit dem Croissant und ein paar Servietten und eilte so schnell ich konnte zurück in den Gastraum. Es war an diesem Morgen gut besucht, besonders von Touristen, die sich bei typisch französischem Flair durch alle Köstlichkeiten des Landes probieren wollten. Das Stimmengewirr und die vielen gezückten Kameras und Smartphones, um ein paar Erinnerungsfotos zu schießen, machten mich nervös. Ganz abgesehen von den Kleinkindern, die in regelmäßigen Abständen gegen meine Beine prallten.

»So, aber jetzt, Madame«, sagte ich, als ich beim richtigen Tisch angekommen war. »Ein herrlich frisches, luftig leichtes Croissant für Sie.« Ich stellte den Teller vor ihr ab.

Mein Gast bedachte mich lediglich mit einem vernichtenden Blick. »Und was ist mit meinem Kaffee ohne Milch?«

»Merde.«

Ich bemerkte selbst, wie sich mehrere Gäste zu mir umdrehten. Zu Recht. So gründlich sah man wohl selten eine Kellnerin die Bestellung vermasseln. Mir wurde heiß.

»Es tut mir unendlich leid, Madame! Ihrcafé sans lait kommt natürlich auch sofort.«

»Wann haben Sie denn bitte hier angefangen?«, schimpfte nun die Dame. »Heute Morgen?«

»Ich bin normalerweise wirklich nicht so schusselig, aber heute … heute