1. KAPITEL
„Ich habe Geld.“
John Crewes blickte überrascht hoch. Im Liegestuhl auf seiner Terrasse wollte er sich entspannen. Kinder gehörten nicht dazu, besonders nicht dieses über dem Zaun hängende Kind.
„Wer bist du? Und wieso störst du mich?“
„Ich wünsche eine geschäftliche Besprechung“, erklärte das Mädchen mit der Würde einer Bankpräsidentin.
John wandte sich wieder dem „Wall Street Journal“ zu. „Schön. Und jetzt verschwinde.“
„Nein, mit dir“, erklärte sie. „Ich habe Geld.“
„Warum wiederholst du das?“
„Weil ich dich engagieren will.“
Das weckte Johns Aufmerksamkeit. Er war Finanzexperte. Manche Leute hielten ihn sogar für ein Genie. Die Kleine wollte eine Anlageberatung? Plötzlich fiel ihm ein, woher er sie kannte. Sie war zu Beginn des Schuljahres mit ihrer Mutter nebenan eingezogen.
„Wo ist deine Mutter?“
„Pst!“, warnte sie entsetzt. „Sie darf nichts davon wissen.“