Die Rosenprinzessin
Manchmal braucht es Dornen, um den Weg zur Liebe zu finden
Von Catharina Chrysander
Über ein Jahr ist es nun her, dass Richard Prinz von Rosental überraschend verstorben ist. Und genau so lange hat seine junge Witwe, Prinzessin Daria, buchstäblich ihr Schlafzimmer nicht mehr verlassen, gefangen in einem Nebel aus Schmerz und Trauer. Nicht mal ihren geliebten Rosen will sie sich noch widmen. Ihre Tage verbringt Daria größtenteils im Bett, isst kaum etwas, ist zu keinem Gefühl, keiner tieferen Empfindung fähig – zu tief sitzt noch immer der Schock über den Verlust ihrer Lebensliebe.
Doch eines Tages dringt ein ungewohntes Geräusch, ja geradezu Lärm in ihre selbst gewählte Enklave – und das, wo doch alle Mitarbeiter sich stets quasi auf Zehenspitzen bewegen, um Darias Ruhe nicht zu stören. Aber genau dieser Lärm ändert alles: Wie aus einem Traum erwacht springt Daria plötzlich auf und stürmt in heller Aufregung auf ihren Balkon. Wer wagt es, hier solchen Krach zu machen? Die Antwort auf diese Frage wird das Leben der Rosenprinzessin erneut dramatisch verändern ...
Der Wind strich sanft durch die duftigen Gardinen. Sie hingen von der hohen Decke, blähten sich auf und tanzten über das Fischgrätparkett. Prinzessin Daria lag auf dem Bett und schaute zu den zarten Stores. Die Welt dahinter erschien ihr wie im Nebel.
Die Gardinen verschleierten die safti