: Hannah Sommer
: Notärztin Andrea Bergen 1530 Herzklopfen im OP
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783751778688
: Notärztin Andrea Bergen
: 1
: CHF 1.80
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: Erzählende Literatur
: German
: 64
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Stille liegt über dem Operationssaal, als der junge Assistenzarzt Lucas Schneider zum Skalpell greift. Er weiß genau, was hier zu tun ist. Schon hundertmal hat er den Eingriff an der Hand des Patienten in Gedanken durchgespielt. Lucas spürt den skeptischen Blick seiner Mentorin in der Facharztausbildung auf sich ruhen, die in Wahrheit doch so viel mehr für ihn ist: seine große Liebe, sein Leben! Unbedingt will er Angelika beweisen, dass sie sich irrt: dass er trotz seiner jungen Jahre schon fähig ist, den Eingriff durchzuführen und die Hand des Patienten zu retten! Verbissen umfasst er den Griff des Skalpells und setzt an, um die Sehne freizulegen. Und da geschieht es: Die Klinge rutscht ab ... und durchtrennt die Sehnenscheide! Um Gottes willen! Während die Warngeräte zu schrillen beginnen und Lucas ein Schwindel erfasst, ertönt Angelikas Stimme, hart und kühl: 'Raus aus meinem OP!' Und meinem Leben, sagen ihre kalten Augen ...

Herzklopfen im OP

Nie zuvor habe ich meine Freundin Angelika so glücklich gesehen – und gleichzeitig so verzweifelt. Seit sie sich in den viel jüngeren Assistenzarzt Lucas verliebt hat, den sie als Mentorin und Chirurgin betreuen soll, ist ihr Leben aus den Fugen geraten. Überall im Haus begegnen den beiden Getuschel und Vorwürfe: Da ist von Bevorzugung und Unprofessionalität die Rede. Das ist natürlich alles Unsinn. Aber ich sehe, wie sehr es Angelika tagtäglich quält. Ich gönne ihr das Glück so sehr, doch ich kann mir nicht vorstellen, dass die beiden dem Druck von außen auf Dauer standhalten können.

Nun ist es im OP zu einem dramatischen Zwischenfall gekommen: Bei einem Eingriff, für den Angelika die Verantwortung trägt, ist Lucas unbeabsichtigt ein schwerer Fehler unterlaufen! Ist das das Ende ihrer Liebe? Ich fürchte es. Angeblich hat Lucas bereits gekündigt ...

»Meine Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, es ist mir eine große Freude, Sie heute hier im Elisabeth-Krankenhaus begrüßen zu dürfen; ganz besonders unsere neuen Assistenzärzte.« Der Klinikleiter Prof. Dr. Walter Hebestreit, ein Mann Anfang sechzi