TEIL EINS
IMMER NOCH DABEI
JOEY
»DU BIST VERDAMMT RUHIG, JOEY JUNGE.«
»Mir gehts gut, Tony.«
»Bist du sicher? Du bist blass wie ein Gespenst und hast die ganze Woche kaum was gesagt.«
»Alles bestens.«
»Du und Aoife habt nicht etwa …« Er ließ den Satz unvollendet, sah mich aber besorgt an, wartend auf eine Erklärung.
»Bei uns ist alles in Ordnung, Tony«, fütterte ich ihn mit der Lüge, die er hören wollte, bevor ich meine Aufmerksamkeit wieder auf die Ratsche in meiner Hand richtete. »Alles ist in Ordnung.«
»Gott sei Dank.« Erleichterung blitzte in seinen Augen auf. »Dann hast du wohl auch keine Ahnung, was in sie gefahren ist? Sie läuft mit einem Gesicht wie sieben Tage Regenwetter durchs Haus.«
»Keine Ahnung.«Lügner.
»Wirklich?« Er kratzte sich verwirrt am Kinn. »Normalerweise bist du der Erste, der von einem Drama Wind bekommt.«
»Ich glaube, sie hatte über Weihnachten Streit mit Casey.«
»Ach wirklich?«
Ich konnte nicht erklären, warum sich die Worte ›wir haben uns getrennt‹ weigerten, aus meinem Mund zu kommen. Oder schlimmer, warum ich log und stattdessen ihrer besten Freundin die Schuld gab, aber ich tat es. »Ja.« Ich nickte und fuhr mit meinem Bullshit fort. »Ich glaube, ich habe so etwas gehört.«
»Herrgott, das muss ja ein Höllenstreit gewesen sein«, stellte er fest und beobachtete mich von der anderen Seite des Autos, an dem wir arbeiteten. »Sie ist seit Tagen völlig aufgelöst. Weint sich die meisten Nächte in den Schlaf.«
Fuck. »Tut sie das?«
Ihr Vater nickte.
Mein Herz sank mir in die Hose. »Jesus.«
»Du solltest mal mit ihr reden«, fügte er hinzu und wandte sich wieder seiner Aufgabe zu. »Auf dich hört sie. Bring sie dazu, sich mit Casey zu versöhnen, bevor sie das