„Mad Men“ offeriert nicht lediglich ein akkurates Porträt der amerikanischen Gesellschaft der 1960er Jahre, sondern fungiert auch als tiefschürfende Analyse der komplexen Interdependenz zwischen Konsum und Identität. In einer Ära des ökonomischen Aufschwungs und des emergierenden Massenkonsums demonstriert die Serie, wie Werbung nicht nur Produkte propagiert, sondern auch Identitäten formt und gesellschaftliche Werte kodifiziert. Sie enthüllt, wie Individuen durch Konsumpraktiken ihre Selbstperzeption gestalten und wie die Werbeindustrie diese Prozesse beeinflusst und manipuliert.
Der Konsumkapitalismus der Nachkriegszeit gestattete es den Menschen, sich durch den Erwerb von Waren selbst zu definieren und ihren sozialen Status zu manifestieren. Jean Baudrillard beschreibt dieses Phänomen in „Die Konsumgesellschaft“ als eine Kultur, in der „Objekte nicht mehr durch ihre Gebrauchswerte, sondern durch ihre Zeichenwerte definiert sind“ (Baudrillard, 1970, S. 31). „Mad Men“ illustriert dies exemplifikativ, indem sie die Werbeindustrie als Schöpferin von Bedeutunge