: Iris Hennemann
: Amboreg - Die magische Rüstung Schwert und Blut
: Books on Demand
: 9783769345742
: Amboreg - Die magische Rüstung
: 2
: CHF 0.50
:
: Fantasy
: German
: 396
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Noch immer befindet sich das magische Schwert Unaktal in den Händen des gotonischen Adligen Erwech, der immer mehr zu einer Marionette des finsteren Ordens der Gobarem wird. Während Erwech endlich die Macht in Gotonien ergreifen will, streben die Gobarem nach Höherem: Erst soll das benachbarte Evidanien mit Feuer und Schwert unterworfen werden - dann ganz Abladur! Als der Kampfbund der Dunak tor endlich ein Heer aufstellt, um Erwech Einhalt zu gebieten, scheint es fast zu spät sein. Nun ruhen alle Hoffnungen auf den Kampfmeister Godered und seinen Mistreitern ... Band 2 der Fantasyreihe rund um die magische Rüstung Amboreg.

Iris Hennemann lebt mit ihrer Familie in Niedersachsen zwischen Harz und Heide und arbeitet im IT-Bereich. Sie schreibt mit Vorliebe historische Romane und Fantasy. Für ihre historischen Geschichten erkundet sie gern die Schauplätze und ist experimentell tätig - sowohl handwerklich, kulinarisch als auch mit Schwert und Kettenhemd. Für ihre Fantasy-Saga AMBOREG hat sie für die verschiedenen Völker eine mehrere Jahrhunderte zurückreichende fiktive Historie erschaffen. Außerdem bringt Iris Hennemann ihre zweite große Leidenschaft - die Malerei - ein und erstellt für AMBOREG die Grafiken, Illustrationen und Karten. Bei all ihrem Schaffen, das auch den Zauber und die Schönheiten der Natur würdigt, steht stets der Mensch im Mittelpunkt: seine Widersprüchlichkeiten, Zweifel, Schwächen, Machtgelüste und Leidenschaften.

Brinok


Schmierig gelb erhob sich die Sonne und kündete von weiterem Regen. Brinok, hellblond, mit leicht kupferfarbener Haut und wasserhellen Augen, stand am Eingang der Höhle, in der sie übernachtet hatten, und hieß das wärmende Licht willkommen. Er rieb sich müde über seine rechte Gesichtshälfte, auf der sich eine verschlungene blaue Tätowierung befand, die ihn als Angehöriger der Horde der Bastiden kennzeichnete. Um Brinoks Hals blinkte ein schwerer Goldreif – das Zeichen seines Adelsstandes. An seinen muskulösen Ober- und Unterarmen trug er breite Armspangen mit den Mustern seiner Familie und Sippe.

Tief sog der vierundzwanzigjährige Hüne die kühle Morgenluft in seine Lungen, und für einen Moment hatte er das Gefühl, als lebe er in einer friedlichen Welt. Aber dem war nicht so. Auch wenn der dichte Grünwald, der sich dort zu Füßen der Anhöhe erstreckte, wie ein harmonischer Organismus wirkte, so herrschte auch unter den Tieren und Pflanzen Krieg. Es war ein Kampf um den Lebensraum – ein berechtigter Kampf.

Wenn Brinok tötete, berührte ihn das nur wenig. Es galt stets: er oder die anderen. Kämpfen war ein bedeutender Teil seiner kriegerischen Kultur. Und viele Gegner überlebt zu haben galt be