: Anna-Maria Aurel
: Die Marseille-Morde - Stille Schreie auf Pomègues Frankreich-Krimi
: beTHRILLED
: 9783751775298
: Mörderisches Südfrankreich
: 1
: CHF 6.20
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 350
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Ein brutaler Killer versetzt Südfrankreich in Schrecken!

Nadia Aubertin, Lieutenant de Police, rechnet mit einer ruhigen Ermittlung: Eine Studentin einer Elite-Universität im malerischen Aix-en-Provence ist verschwunden. Hier arbeitet Nadia viel lieber als in der Großstadt Marseille mit ihren gefährlichen Vorstadtvierteln.

Doch dann wird die junge Frau auf der Frioul-Insel Pomègues ermordet aufgefunden - im Partykleid und ohne Kopf. Und schon bald gibt es weitere Tote in derselben Inszenierung. Ein Serienmörder hat es auf junge, hübsche Frauen abgesehen, die er in den sozialen Medien aufspürt. Der Täter spielt ein grausames Spiel mit der Polizei. Und bald gerät Nadia selbst in tödliche Gefahr ...

Düster, hochspannend, abgründig: Der fünfte Fall für die toughe Ermittlerin Nadia Aubertin von der Kriminalpolizei Marseille.

eBooks von beThrilled - mörderisch gute Unterhaltung!



Anna-Maria Aurel lebt als gebürtige Österreicherin nun schon seit mehr als fünfundzwanzig Jahren in Frankreich. Ihr Übersetzerstudium absolvierte sie in Lyon und Paris, ergänzte es durch einen Master in Tourismus- und Kulturmanagement in Avignon . Sie erfüllte sich ihren Traum vom Leben im Süden, als sie sich mit ihrer Familie in der provenzalischen Kleinstadt Saint Rémy de Provence niederließ. Dort ist sie heute als Fremdenführerin, Reiseleiterin, Übersetzerin und Schriftstellerin tätig. Die leuchtenden Landschaften der Provence haben sie inspiriert, selbst Südfrankreich-Krimis zu schreiben.

Verschiedene Spuren


Die junge Frau wand sich unter Nadias Blick. Die Kommilitonen hatten Lucie Moustier als aggressiv, vorlaut und ordinär beschrieben, nun war die zwanzigjährige Studentin mit den pechschwarzen Haaren verängstigt und verschämt.

»Ich ... ich habe oft eine große Klappe«, gab sie zu. »Ich sage Dinge, ohne nachzudenken. Und über Estelle habe ich mich wirklich geärgert, weil sie mir meinen Freund ausspannen wollte. Dabei ist mir inzwischen klar, dass die Initiative von ihm ausgegangen ist. Dass er sie angebaggert hat. Ich hätte besser ihn beleidigen sollen.«

Nadia sah die junge Frau streng an. »Es ist normal, dass Sie Ihrem Ärger Luft gemacht haben. Doch jemandem zu sagen, dass man ihm den Kopf abschneiden sollte, das ist ein starkes Stück. Und Ihr Pech ist, dass genau das passiert ist. Außerdem waren Sie auf der Party, auf der Estelle verschwunden ist.«

»Ich habe mit ihrem Verschwinden nichts zu tun! Ich habe kein Auto und kein Boot. Wenn ich Estelle getötet hätte, dann hätte man sie irgendwo in Aix-en-Provence gefunden, während sie vierzig Kilometer von hier auf einer Insel entdeckt wurde. Außerdem habe ich Zeugen, die zu der Zeit, als Estelle nicht mehr auffindbar war, mit mir zusammen waren. Wir standen an der Bar und waren bis drei Uhr dort. Ich gehöre zum Organisationsteam und musste bis zum Schluss bleiben.«

Die Stimme der Studentin klang flehend, verzweifelt.

Nadia empfand beinahe Mitleid mit ihr. Sie ließ sich von Lucie noch einmal im Detail erklären, wie deren Abend abgelaufen war. Lucie war, wenn man ihr glauben konnte, von sieben Uhr am Abend bis drei Uhr am Morgen in dem Saal gewesen, wo die Party stattgefunden hatte, im Casino von Aix-en-Provence. Sie hatte nach dem Rechten gesehen, was Bar und Musik anging, aber hauptsächlich mit ihren Kommilitonen gefeiert. Ihr Freund war nicht erschienen, weil die Party nur für Studenten der politikwissenschaftlichen Fakultät zugänglich gewesen war. Auf ihre Frage, was er an diesem Abend gemacht hatte, erfuhr Nadia, dass er mit Freunden im Pub am Cours Mirabeau ein Fußballmatch angesehen