„Herzanatomie“
„Die Geisterwelt ist offen, eure Herzen sind zu.“
Johann Wolfgang von Goethe
Warum sind Herzerkrankungen heutzutage so verbreitet? Die Antwort ist einfach: weil wir Gefühlzustände schlecht behandeln! Wir pflegen so gerne unsere negativen Gedanken und verdrängen die positiven. Das verringert nicht nur die Lebensfreude, sondern nimmt dem Körper zudem seine Energie. Dieser Energiemangel stört dann den Ablauf der Körperprozesse und führt letztlich zu Krankheiten.
Liebe und Hass regieren der Welt. Dazwischen liegen Glaube, Fröhlichkeit, Vertrauen, Gelassenheit, Mut, Leichtigkeit, Trauer, Wut, Misstrauen, Neid und Schuld. Diese bunte Gefühlspalette prägt unser Schicksal und unsere Gesundheit. Doch ob schön oder unangenehm – all diese Emotionen stehen in direktem Zusammenhang zu Körper und Geist. Wer die Macht der Gedanken unterschätzt, hat keine Kontrolle mehr über sein Leben!
Unser Hirn fokussiert sich gerne auf Probleme und Gefahren des Lebens. Nicht selten macht es sie noch größer, als sie wirklich sind. Das hat direkten Einfluss auf unser Verhalten, führt zu Stress und Depressionen. Negative Glaubenssätze schneiden uns vom Energiestrom ab und beschränken unsere Perspektive. Jeder von uns trägt bewusst oder unbewusst Glaubenssätze in sich. Es sind unsere persönlichen, unsere vermeintlichen Wahrheiten, geprägt von unseren Erfahrungen, Erlebnissen oder anderen Menschen.
Die Tätigkeit des Herzens ist mit unserem Willen kaum zu beeinflussen. Das Herz steuert seine Pumpaktion – zwischen Systole und Diastole, zwischen Ruhe und Bewegung – selbst. Die Emotionen aber treffen immer das Herz. „Das Herz hüpft vor Freude “, „Das Herz sackt in die Hose“, „Das Herz steht still“, „Ich habe etwas auf dem Herzen“, „Man sieht nur mit dem Herzen gut“ – all diese Redewendungen verdeutlichen das. Sie haben ein Vorstellungsgespräch und warten gespannt? Ihr Herz schlägt schneller! Sie stehen kurz vor einer Prüfung? Ihr Herz klopft Ihnen bis zum Hals. Kurz: Das Herz registriert alles!
Manche Menschen sind der Meinung, Gefühle offen zu zeigen, sei etwas scheinbar Mädchenhaftes, sei also unangemessen, sodass man es vermeiden sollte. Mitgefühl gegenüber fremden Menschen, Pflanzen und Tieren scheint für viele unmöglich zu sein, wenn nicht gar absurd. Doch Wissenschaftler sehen das ganz anders. Denn Mitgefühl ist eine natürliche im Menschen angelegte Fähigkeit, ein Grundbedürfnis. Ein gefühlvoller Mensch hat ein weiches Herz. Ein weiches Herz besitzt Elastizität. Das ist genau das, was unser Herz für seine lebenslange Tätigkeit braucht.
Wissenschaftliche Experimente bestätigen, da