: Timothy Zahn
: Star Wars™ Die Hand von Thrawn - Schatten der Vergangenheit
: Blanvalet Taschenbuch Verlag
: 9783641329853
: Die Hand von Thrawn
: 1
: CHF 11.70
:
: Fantasy
: German
: 544
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Todgeglaubte leben länger – Großadmiral Thrawn kehrt zurück!

Vor zehn Jahren wurde Großadmiral Thrawn getötet. So glaubten es die Anhänger der Neuen Republik um Prinzessin Leia, Luke Skywalker und Han Solo zumindest. Doch nun mehren sich die Gerüchte, dass die größte Bedrohung in der Galaxis seit dem Imperator noch lebt. Hat die mysteriöse Hand des Thrawn etwas damit zu tun, von der niemand weiß, worum es sich dabei eigentlich handelt? Luke Skywalker und seine Gefährten müssen es herausfinden, wenn das Imperium am Schluss nicht doch noch triumphieren soll.


Großadmiral Thrawn – Die Legende« ist die erfolgreichste Star-Wars-Buchtrilgoie aller Zeiten. »Die Hand von Thrawn« ist die spektakuläre Fortsetzung, und endlich ist auch diese Trilogie wieder lieferbar.
»Die Hand von Thrawn« ist wie »Großadmiral Thrawn – Die Legende« eine Star-Wars-Legends-Trilogie. Die beschriebenen Geschehnisse können daher von der Geschichte der Filme und Streamingserien abweichen.

Timothy Zahn wurde 1951 in Chicago geboren, lebt in Oregon und ist heute einer der beliebtesten Science-Fiction-Autoren der USA. Sein bekanntestes Werk ist die »Thrawn«-Trilogie (Legenden), die mehrere Jahre nach dem Ende von »Die Rückkehr der Jedi-Ritter« spielt und die Geschichte des »Star Wars«-Universums in eine neue Zeit vorantreibt (»Expanded Universe«). Diesen Büchern folgte eine Reihe weiterer »Star Wars«-Romane. Für seine Novelle »Cascade Point« wurde Zahn mit dem renommierten Hugo Award ausgezeichnet.

1


Langsam und geräuschlos glitt der imperiale SternzerstörerSchimäre durch das Weltall.

Durch leeren Raum. Bedrückend schwarzen Raum. Die Positionslichter waren nur ein schwaches Glimmen von Leben inmitten der Finsternis. Das Schiff trieb, viele Lichtjahre entfernt von den nächsten winzigen Inseln, den Sternsystemen der Galaxis, an der Grenzlinie zwischen den Welten des Äußeren Rands und jenen Weiten, die man die Unbekannten Regionen nannte. Am äußersten Rand des Imperiums.

Oder besser: am Rand der bemitleidenswerten Überreste dessen, was einst das Imperium gewesen war.

Admiral Pellaeon, der Oberkommandierende der Imperialen Flotte, stand an einem der großen seitlichen Sichtfenster derSchimäre und blickte in die Leere hinaus; das Gewicht zu vieler Jahre lastete schwer auf seinen Schultern. Zu viele Jahre, zu viele Schlachten, zu viele Niederlagen.

Vielleicht spürte die Brückenbesatzung derSchimäre die Last ebenso wie er. Auf jeden Fall schienen die Geräusche der Betriebsamkeit in seinem Rücken heute gedämpfter als sonst. Aber vielleicht lag das auch nur daran, dass sie so weit draußen waren. So weit weg von irgendeinem bekannten Ort.

Ja. Das musste es sein. Die Männer derSchimäre waren die besten, die die Flotte zur Verfügung stellen konnte. Imperiale Offiziere und Mannschaftsgrade; und Imperiale gaben niemals auf. Niemals.

Er hörte einen vorsichtigen Schritt an seiner Seite. »Admiral?«, sagte Captain Ardiff leise. »Wir können jetzt anfangen, Sir.«

Einen Moment lang erinnerte sich Pellaeon an einen ähnlichen Augenblick vor zehn Jahren. Damals hatten er selbst und Großadmiral Thrawn hier auf der Kommandobrücke der Schimäre gestanden und den abschließenden Test des Prototyps eines Tarnfelds beobachtet, das Thrawn unter den Trophäen des Imperators im Innern des Mount Tantiss entdeckt hatte. Pellaeon wusste noch, wie aufgeregt er gewesen war – trotz der Ressentiments, die er gegen den wahnsinnigen Jedi-Klon C’baoth hegte –, als er zusah, wie Thrawn dem Imperium mit eigener Hand neues Leben und Energie einhauchte.

Aber Mount Tantiss gab es nicht mehr; Agenten der Neuen Republik sowie C’baoths Wahnsinn und Verrat hatten alles zerstört. Großadmiral Thrawn war tot.

Und das Imperium starb.

Mühsam schüttelte Pellaeon die Schatten der Vergangenheit ab. Er war ein Offizier des Imperiums, und Imperiale gaben niemals auf. »Danke«, wandte er sich an Ardiff. »Handeln Sie nach Ihrem Ermessen, Captain.«

»Jawohl, Sir.« Ardiff drehte sich zur Seite und gab dem Gefechtskoordinator im Backbord-Mannschaftsschacht ein Zeichen. »Signal zum Angriff«, sagte er.

Der Offizier bestätigte den Befehl und gab nun seinerseits einem seiner Untergebenen einen Wink. Pellaeon richtete seine volle Aufmerksamkeit wieder auf das Aussichtsfenster …

… gerade rechtzeitig, um acht SoroSuub-Sternjäger der Preybird-Klasse in enger Formation und mit hoher Geschwindigkeit hinter ihnen auftauchen zu sehen. Sie rasten haarscharf über die Kommandoaufbauten derSchimäre hinweg, passierten den Bugkamm des Schiffes und beharkten es mit schwachem Blasterfeuer – dann löste sich die Formation lautlos auf. Die acht Jäger entfernten sich in Spiralbahnen und feuerten weiter, bis sie die primäre Angriffszone des Sternzerstörers hinter sich gelassen hatten. Danach wen