: Emma Rosenblum
: Very Bad Company Ein Luxushotel, zehn Gäste, zehn Geheimnisse. Eins davon tödlich - Roman. Der neue heiße Summerread
: C.Bertelsmann Verlag
: 9783641326814
: 1
: CHF 13.50
:
: Erzählende Literatur
: German
: 368
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Smart, sexy, spannend – nach »Bad Summer People« der neue Beach Read der SPIEGEL-Bestsellerautorin Emma Rosenblum

Einmal im Jahr lädt das trendige Tech-Start-Up Aurora seine Top-Führungskräfte in ein luxuriöses Fünf-Sterne-Resort nach Miami Beach. Mit Jetski-Rennen als Teambuilding-Maßnahme, exklusivem Dinner beim Nobel-Japaner und Champagner-Cocktail-Party. Dieses Jahr neu dabei: Caitlin Levy, die gerade von Auroras exzentrischem Gründer John Shiller abgeworben und als Head of Events eingestellt wurde. Denn sind wir mal ehrlich: Wer kann zu einem sechsstelligen Jahresgehalt, plus Aktienpaket und einem geradezu unverschämten Bonus schon Nein sagen?

Als Caitlin ihre neuen Kollegen kennenlernt, stellt sie schnell fest, dass bei Aurora nicht alles Gold ist, was glänzt. Hinter den Kulissen gibt es Spannungen, Konflikte, Affären – und die Aussicht auf Millionen beim bevorstehenden und absolut geheimen Verkauf des Unternehmens. Als nach der ersten Nacht eine Kollegin verschwindet, bedroht das den Deal – und darf deshalb auf keinen Fall an die Öffentlichkeit geraten.

Sie alle wollen ihren Anteil. Sie alle haben ein Geheimnis. Sie können einander nicht trauen, und das wissen sie genau. Doch sie haben nicht damit gerechnet, dass unter ihnen ein Mörder ist …

Ein Roman wie ein Sprung in einen glitzernden kühlen Pool an einem heißen Sommertag.

»Juicy und voller bissigem Humor.«Glamour

mma Rosenblum begann ihre Karriere beim New York Magazine. Nach Stationen bei Bloomberg Businessweek und Glamour wurde sie schließlich Chefredakteurin bei ELLE. Für eine große New Yorker Digitalmedien-Gruppe entwickelt sie heute Content-Strategien. Mit ihrem Mann und den beiden gemeinsamen Söhnen lebt Emma Rosenblum in New York City. Ihr erster Roman »Bad Summer People« wurde auf Anhieb ein internationaler Bestseller und schaffte es in die Top Ten der SPIEGEL-Bestsellerliste. Nach »Very Bad Company« legt sie mit »Mean Moms« die nächste Sommerlektüre vor. Ihre Romane spielen immer in der Welt der Schönen und Reichen und machen süchtig wie ein sommerlicher Cocktail, von dem man nicht genug bekommen kann.

Olive Green

Olive Green, die Unternehmenssprecherin von Aurora, klopfte energisch an die Tür eines Hotelzimmers. Keine Antwort. Als sie erneut klopfte, schlugen ihre Ringe an das weiße Holz.

»Ich bin da!«, rief eine Stimme so laut, dass man sie auch draußen hören konnte. »Kommen Sie bitte später wieder!«

Olive klopfte unbeirrt weiter an die Tür und freute sich insgeheim über die Irritation, die sie dadurch wohl auslöste.

Schließlich schwang die Tür auf, und zum Vorschein kam Zach Wagner in einem flauschigen weißen Hotelbademantel. Sein Haar war zerzaust, vermutlich hatte er gerade versucht, ein Nickerchen zu machen. Über sein Gesicht zog ein verschmitztes Grinsen, als statt des Reinigungsservices Olive vor ihm stand. Sie huschte ins Zimmer und schob Zach zurück zum Bett. Dann öffnete sie seinen Bademantel gerade weit genug, um ihm einen äußerst befriedigenden Blowjob zu geben.

»So, das sollte dir helfen, dich zu entspannen«, sagte sie in ihrem perfekten britischen Upper-Class-Englisch, zog ihre goldenen Riemchensandalen aus und ließ sich neben ihm auf das Bett plumpsen. Sie trug ein langes schwarzes Kleid, das ihr üppiges Dekolleté perfekt zur Geltung brachte.

Olive hatte es schon neulich in einer wichtigen Vorstandssitzung getragen, und Zach hatte den Blick nicht von ihren Brüsten wenden können. John hatte ihm zugezwinkert, als er ihn dabei erwischte, und auch Olive war die Sache nicht entgangen.

»Ich dachte, wir wollten damit bis heute Abend warten«, sagte Zach. Er schob ihr Kleid hoch und begann, ihren Oberschenkel zu streicheln, wobei er sich langsam nach oben vorarbeitete.

Olive schlug spielerisch seine Hand weg. »Oh nein, nichts da«, sagte sie.

»Da verpasst du was«, entgegnete er achselzuckend.

Zach und Olive hatten keinen Sex. Na ja, zumindest keinenrichtigenSex. Sie waren seit drei Jahren Kollegen, und alle bekamen mit, dass sie miteinander flirteten. Zach nannte Olive scherzhaft seine »Aurora-Wife«, und Olive lachte laut über seine dummen Witze. Ihre Kollegen meckerten wegen der Chemie zwischen den beiden, die »der Arbeit nicht zuträglich« sei, und Zach hatte schon eine strenge Abmahnung deswegen bekommen. Das Ganze hatte seinen Höhepunkt auf dem letztjährigen Firmenretreat in Miami erreicht. Nach einem besonders feuchtfröhlichen Abendessen im Faena Hotel, wo sie untergebracht waren, verschwanden Zach und Olive in sein Zimmer, um einen letzten Drink zu nehmen, nachdem alle anderen bereits zu Bett gegangen waren. Dort waren aus dem Geplänkel Berührungen geworden, die darin mündeten, dass Olive auf die Knie ging und Zach den besten Blowjob seines ganzen Lebens bescherte. Danach war sie abrupt aufgestanden und gegangen.

Von da an wurde es zu einer Gewohnheit: Auf Dienstreisen – und nur auf Dienstreisen – beglückte Olive Zach mit Oralsex. Sie hatte ihm erklärt, dass sie nichts anderes tun werde, weil das »im Arbeitskontext eine Grenze« sei, die sie nicht überschreiten wolle. Zach seinerseits hatte eine Freundin, eine gehässige Ex-Frau und einen pubertierenden Sohn am Hals. Also beschränkte sich ihre Beziehung strikt auf diese eine Sache, was ein Jahr lang für sie beide auch genau richtig gewesen war.

»Was ist das für eine aufregende Ankündigung, die John heute machen will?«, fragte Olive und ließ sich auf die Matratze sinken.

»Ich hab da so eine Ahnung, aber ich bin nicht befugt, darüber zu reden«, erwiderte Zach schelmisch.

»Ach, komm schon, bitte.« Obwohl Olive für die Unternehmenskommunikation zuständig war, wurde sie von John oft bis zur letzten Minute über Vorgänge in der Firma im Unklaren gelassen, was sie sehr ärgerte. So hatte er sie über Caitlin Levys Einstellung erst einen Tag vor der öffentlichen Bekanntgabe informiert, sodass sie keine Zeit mehr gehabt hatte, eine ordentliche Pressemitteilung zu verfassen. Sie wusste auch nicht, was sie antworten sollte, als die Reporter sie fragten, warum Aurora eine Eventmanagerin eingestellt habe, wo sie doch derzeit … keinerlei Veranstaltungen durchführten.

»Bitte«, bettelte sie und klimperte eindrucksvoll mit den Augenwimpern.

»Ich sag’s dir, wenn du