Liebesbriefe auf Rezept
Als wir Jonas Schuster fanden, war er kaum ansprechbar. Ein junger Mann, Mitte dreißig, mitten im Leben – und dann das. Die Symptome waren eindeutig: Schlaganfall. Mein Herz zog sich zusammen, als ich sah, wie hilflos er war, und ich wusste, dass jeder Moment zählte. Wir taten, was wir konnten, brachten ihn ins Krankenhaus, aber auf der Fahrt verlor er das Bewusstsein. Ich fragte mich, ob er das überleben würde, ob wir rechtzeitig sein würden.
Jetzt, Stunden später, liegt Jonas auf der Intensivstation, stabil, aber in einem ernsten Zustand. Wenn er aus dem künstlichen Koma erwacht, wird er merken, dass sein Leben nicht mehr dasselbe ist. Und doch hoffe ich, dass er nicht aufgibt.
Ich weiß, wie es ist, wenn das Leben unerwartet die Richtung ändert und man nichts tun kann, außer zu kämpfen. Damals hat mir das Schreiben von Briefen sehr geholfen, um meine Gefühle herauszulassen. Vielleicht könnte das für ihn auch eine Hilfe sein ...
»Einsatz in der Markwald-Straße!«
Dr. Andrea Bergen schreckte von ihrem Not-Bett auf, auf dem sie bis eben geruht hatte. Sie