: Carla Federico, Julia Kröhn
: Die Rosen von Montevideo
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783751774970
: Bewegende historische Romane von Bestseller-Autorin Carla Federico
: 1
: CHF 4,50
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 824
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Starke Frauen, zwei Kontinente, ein halbes Jahrhundert.

U uguay, 1843: Die lebenslustige Rosa, Tochter der angesehenen Familie de la Vega, soll mit einem älteren Geschäftspartner ihres Vaters verheiratet werden. Um dem zu entgehen, flieht sie und trifft dabei auf den Frankfurter Bankierssohn Albert. Die beiden verlieben sich Hals über Kopf ineinander. Für ihre Liebe folgt Rosa Albert nach Deutschland, wo sie jedoch immer eine Fremde sein wird ... Zwanzig Jahre später kehrt Rosas Tochter Valeria zurück nach Uruguay und verfällt dem wilden, urwüchsigen Land ebenso wie einem Mann, den sie nicht lieben darf.

Voller Leidenschaft folgen die Frauen der de-la-Vega-Familie ihrem Herzen und kämpfen mit Stärke und Entschlossenheit in einer bewegten Zeit für ihr Glück.

Eine spannende Familiensaga vor exotischer Kulisse! Julia Kröhn schreibt als Carla Federico und entführt ihre Leserinnen und Leser in eine andere Zeit in ferne Länder.

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.

»Die farbenprächtigen Schilderungen faszinieren den Leser von der ersten Seite an.«Kurier


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Julia Kröhn schreibt als Carla Federico. Sie wurde 1975 in Linz an der Donau geboren. Heute lebt die Fernsehjournalistin und Autorin in Frankfurt am Main. Sie veröffentlicht unter verschiedenen Pseudonymen sehr erfolgreich Kinder-, Fantasy- und Historische Romane. Im Jahr 2010 erhielt die Bestsellerautorin den internationalen Buchpreis CORINE für ihren Roman<i><strong>I Land der Feuerblume</strong>< i>. Besuchen Sie die Autorin unter www.juliakroehn.de im Internet.

1. KAPITEL


Rosa blickte sich verzweifelt um, las in den Gesichtern, die auf sie gerichtet waren, jedoch nur Tadel. Kein einziges Mitglied ihrer Familie stand auf ihrer Seite oder zeigte Verständnis für ihr Anliegen.

Letzteres hatte sie zumindest von Tante Orfelia erwartet, die sich ansonsten immer als gutmütig erwies und ihr vieles durchgehen ließ: Sie hatte verschwiegen, dass Rosa einmal eine teure Vase kaputt gemacht hatte, und überdies immer die kleinen Diebstähle aus der Speisekammer gedeckt. Schließlich hatte sie selbst eine Schwäche für Süßes, obwohl sie zerbrechlich dünn war. Doch nun hielt sie ihren Blick beharrlich auf den Boden gesenkt.

»Tante Orfelia!«, rief Rosa hilfesuchend. »Nun sag doch auch etwas!«

Aber Orfelia schwieg und überließ wie so oft ihrer älteren Schwester Eugenia das Wort. Die war genauso dünn, die Furchen im Gesicht waren jedoch tiefer, und die Stimme war nicht hell und hoch, sondern dunkel und heiser. Auch sie war zu Rosa zwar nie wirklich streng gewesen, aber ihrem Bruder Alejandro, Rosas Vater, bedingungslos ergeben.

»Du solltest deinem Vater wirklich dankbar sein.«

Rosa schüttelte den Kopf. Sie hatte mehrfach all ihre Argumente vorgebracht, aber es war, als würde sie gegen eine Wand reden – weder die Tanten noch Alejandro de la Vegas selbst gingen darauf ein. Ihr Vater erklärte stattdessen zum nun schon wiederholten Male: »Ricardo del Monte stammt aus einer alten Familie Valencias, die genauso wie unsere in der Neuen Welt ihr Glück gemacht hat. Ricardo selbst hat beim Unabhängigkeitskrieg Uruguays tatkräftig mitgekämpft.«

Rosa unterdrückte ein Seufzen. Das, was Alejandro für Ricardo del Monte einnahm, sprach in ihren Augen genau gegen ihn.

Die »33 Unsterblichen« hieß jene Gruppe Uruguayer, die sich einst gegen die Spanier erhoben hatten, um Uruguay von der Fremdherrschaft zu befreien. Das war nun zwanzig Jahre her – was wiederum bedeutete, dass Ricardo del Monte, wenn er damal