: Patricia Schröder
: Jungs braucht echt keiner! (Band 2) ... und trotzdem klopft das blöde Herz
: KARIBU
: 9783961294442
: 1
: CHF 10.80
:
: Kinderbücher bis 11 Jahre
: German
: 272
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Hannah kann nicht verstehen, wieso Elias seit ihrem letzten Treffen nicht mehr durch den Schrank zu ihr gereist ist. Dabei hatte sie gerade angefangen, ihn irgendwie zu mögen. Dann eben nicht! Auf Hannahs beste Freundinnen sind keine Hilfe, denn sie denken, dass Hannah Elias nur erfunden hätte. Als Elias zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt wieder auftaucht, steckt sie bereits mitten im größten Gefühlschaos. Wie kann Hannah ihm zeigen, was er ihr wirklich bedeutet?

Patricia Schröder, lebt mit ihrem Mann und einer Handvoll Katzen und Hühnern auf Eiderstedt. Sie studierte Textildesign, noch lieber aber als Muster für Sofabezüge oder Blusen denkt sie sich - insbesondere magische - Geschichten aus. Und so hängte sie ihren alten Beruf an den Nagel und veröffentlicht nun schon seit vielen Jahren sehr erfolgreich Romane für Kinder und Jugendliche.

Erstes Kapitel,


in dem es große Langeweile, erfundene Spielregeln und jede Menge peinliche Chatnachrichten gibt

»Käferchen?«, ruft Moms aus der Wohnküche.

»Ja?«, rufe ich zurück.

»Liegst du immer noch im Bett?«

»Jaha!« Was, bitte schön, soll ich denn sonst machen? »Ich lese!«

»Ist dein Buch spannend?«, fragt Moms.

Na ja …

»Geht so!«, antworte ich.

»Paps, Lilly und ich wollen gleich Carcassonne spielen. Hast du vielleicht auch Lust?«

Eigentlich schon.ABER …

»Nur Paps, Lilly, du und ich?«

»Ich denke schon«, erwidert Moms.

Okay.

Hoffnungsvoll schäle ich mich unter der Bettdecke hervor und tappe in die Wohnküche. Der Boden unter meinen Füßen schaukelt sanft. Ich glaube nicht, dass ich mich jemals daran gewöhnen werde.

Zum Glück dauert unserJemals nur noch zwei Tage, dann geht es endlich wieder nach Hause.

Keine Ahnung, wer auf die Schnapsidee mit dem Hausboot gekommen ist. Ich vermute ja, dass es Paps war, auch wenn meine Mutter noch immer so tut, als wäre es ihr Wunsch gewesen. Weil sie unmöglich länger als eine Woche in der Buchhandlung fehlen kann und weil es sich deshalb einfach nicht gelohnt hätte, nach Schweden in unser Ferienhaus zu fahren. Außerdem wären die Herbstferien sowieso viel zu kurz, und ein bisschen Zeit sollten die Kinder – also Lilly und ich – ja auch noch mit ihren Freundinnen verbringen.

Was meine Eltern im Übrigen nicht wissen: Bei mir schreibt man Freundinnen mittlerweile mit einem *, also Freund*innen.

Denn seit ungefähr zwei Wochen gibt es in meinem Leben Elias. Und der ist irgendwie auch ein Freund. Glaube ich zumindest, weil wir es zwar nicht ausgesprochen, aber trotzdem irgendwie miteinander verabredet haben. Na ja, jedenfalls, dass wir uns wiedersehen wollen. Exakt ausgedrückt, es zumindest versuchen. Schließlich ist es alles andere als sicher, dass es auch klappt.

»Du siehst müde aus«, sagt Moms. Sie sitzt am Esstisch und ist dabei, das Spielmaterial aufzubauen.

Passenderweise muss ich gähnen.

»Na, komm mal her!«, sagt sie, rückt den Stuhl ein wenig vom Tisch weg und zieht mich zu sich heran.

»Das liegt am vielen Rumliegen«, sage ich und lasse mich auf ihren Schoß fall