: Valentina Brüning
: Chaosköniginnen Besser als beste Freundinnen
: Tulipan Verlag
: 9783641329167
: 1
: CHF 8.90
:
: Jugendbücher ab 12 Jahre
: German
: 240
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Fritzis beste Freundin Lou ist nach den Sommerferien wie ausgewechselt - sie hängt nur noch mit den Eiscafé-Tussis rum und lässt Fritzi allein in der Lateinklasse hängen. Keine beste Freundin mehr, dafür eine Menge Nerds, nervige Jungs und der schreckliche Lehrer Herr Mollenhauer, der sie auf dem Kieker hat. Na toll! Chiara, die Neue in der Klasse, scheint wenigstens einigermaßen normal zu sein. Und wie sich herausstellt ist auch Peti, die Streberin, gar nicht so übel. Nachdem die drei wegen einer Ungerechtigkeit gemeinsam in der Patsche sitzen und blaue Briefe von der Schulleitung bekommen, sind sie endgültig zu einem Team zusammengeschweißt: Die Chaosköniginnen! Und sie machen ihrem selbst gewählten Namen alle Ehre, als sich herausstellt, dass Chiara und Peti beide in Torben verliebt sind. Als dann auch noch Lou versucht, einen Keil zwischen die drei zu treiben, scheint das Chaos perfekt. Können die Chaosköniginnen diese Feuerprobe bestehen? Band 1 der Reihe.

Valentina Brüning wurde in Frankfurt am Main geboren. Sie studierte Produktion und Drehbuch an der Filmakademie Baden-Württemberg und arbeitet seither als Drehbuchautorin. Zuletzt erschien der erste Band ihrer neuen Buchreihe 'Bulettenbande'.

BESTE FREUNDINNEN


Fritzi sitzt in ihrer Lieblingsjeans und ihrem neuen Sweatshirt auf der Bettkante und wippt kaum merklich mit den Knien auf und ab. Seit Wochen wartet sie nun schon auf diesen Tag. Heute ist es so weit. Um genau zu sein, in drei Minuten – denn dann landet ihre beste Freundin Lou endlich wieder am Flughafen! Heute ist der erste Schultag nach den großen Ferien. Der Wecker auf dem Nachttisch zeigt fünf Uhr siebenunddreißig. Sein leises Ticken hallt in der Stille des Morgens wider. Dann endlich, das erste sachte Vogelgezwitscher. Fritzi blickt zum Fenster hinüber. Gleich wird die aufgehende Sonne ihre ersten Strahlen durch die Vorhänge ins Zimmer werfen und dieser Tag nimmt endlich seinen Anfang!

Die Sehnsucht nach Lou wird von der Vorfreude auf das bevorstehende Wiedersehen abgelöst. Klar, mit der besten Freundin ist man auch verbunden, wenn sie am anderen Ende der Welt ist, aber um ganz ehrlich zu sein: Die letzten sechs Wochen ohne sie waren die reinste Qual für Fritzi. Lou war auf den Kanaren bei ihrer Mutter und Fritzi hatte sich so sehr gewünscht, sie zu begleiten. Aber der Lieblingsspruch ihres Vaters ließ nicht lange auf sich warten: »Wenn man einen Gasthof betreibt, macht man keinen Urlaub, man bietet Urlaub.« Fritzi selbst betreibt natürlich keinen Gasthof, sondern ihre Eltern.

»Wir brauchen dich hier in der Grünen Gans«, hat ihre Mutter behauptet. Wer es glaubt, wird selig: ein paar Gästebetten aufschütteln und das bisschen Staub saugen ist doch kein Hexenwerk, das nur eine Siebtklässlerin beherrscht! Und bei Frühstück und Mittagstisch hilft ohnehin Sandrine. Sie arbeitet als eine Mischung aus Kellnerin, Köchin und Mitarbeiterin des Monats in der Grünen Gans. Zehn Fritzis könnten nicht so gut helfen wie eine Sandrine. Eigentlich hätten ihre Eltern froh sein müssen, dass nicht Sandrine auf die Kanaren fliegen wollte, sondern nur ihre Tochter!

Der eigentliche Grund, warum sie nicht mitdurfte, heißt Marlene, ist elf Jahre alt und hat nur Blödsinn im Kopf. NUR ist hier absolut wörtlich zu nehmen. Zum Leid aller ist ihre kleine Schwester davon überzeugt, dass genau dieser Blödsinn die Lösung jedermanns Probleme wäre, dabei ist er meist der Anfang allen Übels! Marlene durchstöbert gerne die persönlichen Sachen der Gäste, bedient sich an ihrer Schminke, benutzt ihr Parfum und streut allen, die (ihrer Einschätzung nach) nicht freundlich genug sind, Juckpulver aufs Kopfkissen oder spuckt ihnen heimlich in die Suppe. Ihr ist nichts peinlich oder unangenehm. Wenn es jemand schafft, Marlene (hin und wieder) von Blödsinn abzuhalten, dann ist es Fritzi.

Der Wecker auf dem Nachttisch zeigt fünf Uhr achtunddreißig. Wie langsam kann Zeit eigentlich vergehen? Ob Lou ihr schon eine Nachricht geschrieben hat, dass sie gut gelandet ist? Bei dem Gedanken daran macht Fritzis Herz einen kleinen Hüpfer. Sie wirft einen Blick hinüber zu Marlene, die am anderen Ende d