: Britta Nonnast
: Käse im Weltall
: Tulipan Verlag
: 9783641329280
: 1
: CHF 8.90
:
: Kinderbücher bis 11 Jahre
: German
: 144
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Ab ins All! Dabei wollte Josch doch eigentlich nur das alte stinkende Käsebrot in seinem Schulrucksack loswerden und jetzt das! Zusammen mit Meerschweinchen Pauli schwirrt er im Raumschiff des Robotermädchens Hatti durch die Galaxie. Josch hat nämlich eine Übernachtung im Weltraumhotel gewonnen! Was ihn dort erwartet, verschlägt ihm den Atem: Außerirdische aller Farben und Formen, Traumkugeln in Gläsern, bunte Essensblasen. Aber das Abgefahrenste ist, dass ausgerechnet sein altes Käsebrot die Allbewohner in Aufruhr versetzt ...

Britta Nonnast lebt in Potsdam. Sie war Onlineredakteurin und schreibt seit 2010 Geschichten für Kinder. Wenn sie nicht schreibt und Geschichten erfindet, steht sie auf dem Kopf und streckt die Beine, da sie auch Yoga unterrichtet.

Von oben


Der Himmel ist blau, die Sonne scheint und der Käse stinkt. Josch will das alte Käsebrot unbedingt loswerden. Es müffelt übel aus seinem Schulrucksack. Er hat das Ding einfach vergessen.

Hinter der Schule stehen die großen Mülltonnen. Da soll es rein. Doch gerade als Josch im Rucksack nach der alten Stulle gräbt, hört er ein Quieken. Er hebt den Kopf und da sieht er ihn. Neben einer Tonne steht ein Käfig. Durch die Gitterstäbe schaut ihn ein Meerschweinchen ängstlich an. An dem Stall hängt ein Zettel, auf dem mit krakeliger SchriftZu verschenken! steht.

»Zu verschenken?«, liest Josch leise. »Wie kann man nur so fies sein?« Tiere aussetzen ist das Allerletzte. Manchmal stehen hier Kartons mit Büchern oder alten Gummistiefeln, aber Tiere? Das geht gar nicht. Er steckt einen Finger durch die Gitterstäbe. »Hallo, du! Wer hat dich denn einfach hier abgestellt?« Joschs Eltern wollen auf gar keinen Fall ein Haustier. Das sagen sie ihm bei jeder Gelegenheit: »Ein Tier kommt absolut nicht infrage!« Joschs Mutter hat Angst vor Flöhen und sein Vater mag keine Tierhaare in der Wohnung.

Trotzdem muss Josch keine Sekunde lang überlegen. »Dich lass ich nicht allein!«, sagt er und hebt den Käfig hoch. Der ist richtig schwer und sperrig. Seine Arme reichen nicht um ihn herum. Aber egal. Josch vergisst das Käsebrot und packt den Käfig. Das Meerschweinchen sieht ihn die ganze Zeit über mit großen Augen an. Der Haarpinsel auf seinem Kopf vibriert. Josch wohnt in dem Hochhaus am Ende der Straße. Eigentlich ist der Weg nicht weit, aber er kann den Käfig nicht lange halten und muss ihn alle paar Schritte absetzen. Irgendwann reicht es ihm.

»Den kann ich auch nachher noch holen.« Er stellt den Käfig auf den Boden und will gerade die Tür öffnen, um das Meerschweinchen auf den Arm zu nehmen, da fällt etwas von oben auf die Gitterstäbe des Stalls. Josch ist erstaunt. Das sieht aus wie ein Päckchen Sammel-karten. Aber wo kommen die her? Josch schaut nach oben. Direkt über ihm ist nichts, kein Fenster, kein Baum, von wo aus jemand die Karten hätte werfen können. Er reißt das Tütchen auf. »Da ist ja nur eine drin.«

Sie schimmert silbern und dann blinkt sie grün:Super-Sonnen-Gewinn! Glühkarte!

»Das ist ja der Hammer!« Josch dreht die Karte um.

Hurra! Du hast gewonnen!

Eine Über