VON EIGENINITIATIVE BIS VERANTWORTUNG …
Man soll plötzlich die Verantwortung für dieses neue Leben tragen, die Verantwortung für sich selbst und gleichzeitig völlig ahnungslos die richtigen Entscheidungen treffen. Ein eigenes Kind zu haben, bedeutet Verantwortung. Viel Verantwortung. Manchmal gefühlt auch zu viel. Diese Verantwortung beginnt aber nicht erst, wenn dein Baby auf der Welt ist, sondern schon ab dem Zeitpunkt, ab dem du weißt, dass in dir ein neues Leben heranwächst.
Dinge wie auf Alkohol zu verzichten, seine Sushi-Sucht zu unterbrechen oder im besten Fall das Rauchen sein zu lassen – sind also kein »Oh Gott, ich darf neun Monate keinen Wein trinken!«, sondern der erste (und mit der wichtigste) Schritt, Verantwortung für das eigene Kind zu übernehmen.
Diese Verantwortung während der Schwangerschaft kann unter Umständen sehr erdrückend sein. Denn von null auf 100 gibt es zig Dinge, die man nicht mehr machen darf oder soll. Wenn man googelt (was man besser bleiben lässt), sollte man als Schwangere am besten nur noch atmen. Und selbst dann wird jemand um die Ecke kommen und sagen, dass die Luft schlecht ist. Sich also gleich zu Beginn so zu sortieren, dass man genau weiß, was man darf und was nicht, was man will und was nicht und wie man seine Schwangerschaft erleben möchte, ist gar nicht so easy, wie man vielleicht gedacht hat.
Spätestens der erste Frauenarztbesuch zeigt in der Regel schnell, worauf man sich hier eigentlich eingelassen hat: Denn plötzlich soll man innerhalb kürzester Zeit Entscheidungen treffen über Dinge, von denen man zuvor teilweise noch nie etwas gehört hat. Egal, ob es um Blutuntersuchungen geht, um erweiterte Ultraschalluntersuchungen oder sonstige IGEL-Leistungen, die regulär nicht zur Standardvorsorge einer Schwangeren gehören.
FACTS: DINGE, VON DENEN MAN NOCH NIE ZUVOR GEHÖRT HAT
- Schwangerenvorsorge – bei dieser Untersuchung wird geschaut, wie es dir und deinem Baby geht. Du wirst gewogen, der Blutdruck wird gemessen sowie Blut und Urin untersucht. Je nach Schwangerschaftswoche wird eine Ultraschalluntersuchung gemacht oder verschiedene Blutuntersuchungen erneut durchgeführt, um zu schauen, ob sich die Ergebnisse verändert haben.
- IGEL-Leistungen sind individuelle Gesundheitsleistungen, die nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehören. Sie sind kein Bestandteil der Standardvorsorge und werden auch nicht von den Krankenkassen übernommen. Sprich, IGEL-Leistungen sind Untersuchungen, die man selbst zahlen muss.
- Pränataldiagnostik umfasst allgemein die Untersuchung des ungeborenen Babys, also eine vorgeburtliche Diagnostik. Hierzu zählen zum Beispiel die Nackenfaltenmessung oder die Feindiagnostik mittels hochauflösendem Ultraschall sowie spezielle Blutuntersuchungen auf Chromosomenabweichungen (NIPT). Diese können nicht-invasiv sein. Es fallen aber auc