: Jana Schikorra
: Weihnachtszauber in der kleinen Bücherei der Herzen
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783751755078
: Ein Irland-Liebesroman zum Wohlfühlen
: 1
: CHF 6.20
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 358
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Für Sophie Clarke gibt es nichts Schöneres als die Winterzeit. Bis sie ihre alte Zeitkapsel findet - und deren Inhalt wirft die 29-Jährige vollkommen aus der Bahn. Denn von all den Träumen für die Zukunft, die sie damals aufgeschrieben hat, ist kein einziger wahr geworden. Schlimmer noch, Sophie hat sie alle aus den Augen verloren und sie hat das Gefühl, das Leben zieht nur an ihr vorbei. Obwohl sie die Festtage liebt, ist ihr dieses Jahr nicht nach Feiern zumute. Nur die Besuche bei ihren Freunden in der Rainbow-Hearts-Library können sie noch kurzzeitig aufmuntern. Und vielleicht Hayden, der Enkel von Mr Donnelly, der in Howth endlich seinen Großvater kennenlernen will und Sophie immer häufiger in der Bücherei Gesellschaft leistet ...
Der dritte Band der Reihe um die liebenswerte Bücherei der Herzen!
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<p><strong>Jana Schikorra</strong>, 1993 in Lübeck geboren, studierte Germanistik und Soziologie an der Universität Hamburg. Zurzeit lebt sie mit ihrer Familie in der Nähe ihrer alten Heimat, doch am lautesten schlägt ihr Herz für die Berge. Die Liebe zum Schreiben entdeckte sie bereits in Kindertagen und arbeitet seither an ihrem großen Traum, Schriftstellerin zu werden. Auf Instagram bloggt sie unter dem Nutzernamen »<i><b>JANAS_WORT ELTEN</b></i>« über den Autorinnenalltag.</p>

Kapitel 1
   


Ein schneidender Wind drang durch das geöffnete Fenster der Wohnung in der Church Street und forderte die Vorhänge zum Tanz auf. Der lavendelfarbene Stoff bauschte sich unter diesem ganz und gar winterlichen Gruß, den das Meer herbeischickte.

Sophie Clarke saß ein paar Fuß weit entfernt in ihrem Lesesessel und beobachtete das Schauspiel, während sie sich die Decke um ihre Schultern ein wenig enger zog.

Es war so früh am Tag, dass die Sonnenstrahlen hinter der Wolkendecke des Dezemberhimmels noch nicht genügend Kraft besaßen, um das Grau ein wenig heller zu färben.

Die Winter in Howth waren kalt, nass und lang, und Sophie war sicher, dass viele Bewohner des Küstendorfes diese Jahreszeit als die unliebsamste von allen empfanden – vom Weihnachtsfest und dem Silvesterabend einmal abgesehen.

Sie selbst hingegen hatte diese Monate, in denen Howth und die es umgebene Küste seine raue, wilde Seite zeigten, schon immer geliebt.

Vielleicht, weil sie selbst eine solche Seite in sich trug.

Unwillkürlich zuckten ihre Mundwinkel. Was für ernste, tiefsinnige Gedanken für eine junge Frau, die vorletzte Nacht dreißig Jahre alt geworden war – und vor allem für eine Frau, die diesen Geburtstag mit einem albernen Partyhut auf dem Kopf gefeiert und ungeniert das Tanzbein geschwungen hatte. Der Gedanke an die kleine, auf den ersten Blick wild zusammengewürfelt wirkende Gruppe ihrer Begleiter brachte sie nun tatsächlich zum Kichern: eine betagte Dame, eine Frau mittleren Alters, ihre Tante und deren beste Freundin, ein liebenswerter älterer Herr und zwei aus Deutschland zugezogene Wahl-Irinnen, von denen eine die beliebteste Bücherei an der ganzen Nordküste betrieb und die andere einen wunderbaren Bücherbus durch die umliegenden Dörfer fuhr