: Andrea Fischer
: 100 Tipps für eine bessere Servicequalität im Krankenhaus
: Schlütersche
: 9783842683495
: 1
: CHF 8.90
:
: Pflege
: German
: 112
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Patienten in der Klinik erwarten mehr als einwandfreie medizinische und pflegerische Leistung. Sie erwarten einen effizienten und wertschätzenden Service, eine gute Betreuung und einen reibungslosen Ablauf. Kliniken, die diesen Service anbieten, können damit im Wettbewerb punkten, denn sie bieten das entscheidende Plus für ihre Patienten. Die 100 Tipps in diesem Buch stammen aus vielen Fortbildungen für Pflegekräfte zum Thema 'Servicequalität'. Denn es sind vor allem die Pflegekräfte, die das Bild einer serviceorientierten Klinik prägen. Ein praktischer Ratgeber: Kurz gefasst, kompakt dargestellt, leicht verständlich.
6 Servicequalität im Krankenhaus der Zukunft (S. 88-89)

6.1 Wandel der Arbeitspr ozesse und Entwicklung neuer Handlungsfelder


Die meisten deutschen Krankenhäuser sind nach der sogenannten 3-Säulen- Theorie aufgebaut: Verwaltung, Medizin und Pflege funktionieren nebeneinander her, mit allen Problemen, die dies an den Schnittstellen ergibt. Neue Arbeitsorganisationen, neue Informationswege, neue Arbeitsplatzbeschreibungen sind notwendig, um in Zukunft als Gesundheitseinrichtung bestehen zu können. Dabei kommt der Patientenorientierung ein hoher Stellenwert zu:

»Nicht zuletzt durch die Medien und die neuen webbasierten Informationsportale entwickelt sich der Begriff»Qualität« zu einer treibenden Kraft hinter vielen Veränderungen im Dienstleistungssektor»Krankenhaus«. Für viele Patienten bedeutet Qualität aber nicht allein die professionelle und handwerklich einwandfreie Erbringung der therapeutischen und pflegerischen Kerndienstleistung.

Fast ebenso wichtig sind individuelle und personenbezogene Dienstleistungselemente– wie den Bedürfnissen des Einzelnen angepassteÖffnungszeiten, eine professionelle Empathie der Dienstleistenden gegenüber dem Patienten, eine Garantieleistung für medizinische Dienstleistungen, ein durchgehender auch für den Laien verständlicher Qualitätsnachweis sowie die Bereitstellung von Informationen in einem zeitnahen und patientengerechten Modus.«

81. Tipp: Erwecken Sie die Orientierung am Patienten zum Leben


Eine funktionierende Gesundheitseinrichtung, die sich wirklich als Arbeitgeber des Patienten begreift, muss generell umdenken. Und das beginnt bei der Arbeitsorganisation.»Die Diskussion um neue Kooperationsformen und Kompetenzen von Gesundheitsberufen [muss]… nicht primär aus der Perspektive der Berufsgruppen, sondern auf der Basis der zukünftigen Anforderungen an das Gesundheitssystem– d. h. aus der Patientenperspektive– geführt werden.«35 Gegenbeispiele gibt es genügend:

•Ärzte machen dann Visite, wenn es Ihnen passt, ohne Rücksicht auf die Organisationsabläufe der Station. Die Folge ist der Rückzug der Pflege von denärztlichen Visiten und damit Informationsverluste. Vollends schwierig wird dies für den Patienten, wenn es eine eigene Pflegevisite gibt und der Patient sich fragt, ob alle an seinem Genesungsprozess denn nochüber die notwendigen Informationen verfügen. Es ist ja nicht Aufgabe des Patienten,Ärzte und Pflegekräfte auf dem gleichen Informationsstand zu halten.

• Das Abendessen gibt es meist deshalb zu einer Zeit, zu der normalerweise Kaffee getrunken wird, weil in den Küchen die Dienstzeiten im Vordergrund stehen und nicht die Patientenbedürfnisse.

• Die Pflegekräfte machen»Übergabe« und hängen mehr oder weniger freundlich formulierte Schilder an die Tür des Stationszimmers»Nicht eintreten–Übergabe«, wobei manchem Patienten und Angehörigen nicht klar sein dürfte, wer da wasübergibt und warum.
Vorwort10
Front Cover1
Copyright3
Table of Contents4
Body10
Empfang12
1Servicequalität, Patientenorientierung und Mitarbeiterkompetenzen14
1.1Service in der Krankenpflege14
1. Tipp: Bestimmen Sie die Erfolgsfaktoren 14
2. Tipp: Analysieren Sie Ihr Verhalten gegenüber Patienten und Angehörigen15
1.2Patient, Klient oder Kunde16
3. Tipp: Machen Sie sich Ihre eigene Einstellung bewusst18
4. Tipp: Nutzen Sie die Patientenorientierung als Vorteil19
1.3Patienten und ihre Erwartungen an das Pflegepersonal20
5. Tipp: Versetzen Sie sich in die Lage Ihrer Patienten20
6. Tipp: Patienten, die weniger bekommen als sie erwarten, sind unzufrieden21
7. Tipp: Klären Sie die Zusatzanforderungen Ihrer Patienten21
8. Tipp: Sammeln Sie Geschenke, um Ihre Patienten zu begeistern22
9. Tipp: Verstehen Sie die Absichten Ihrer Patienten23
1.4Anforderungen an die Kompetenzen der Pflegekräfte23
10. Tipp: Nur Fachwissen allein reicht nicht aus24
11. Tipp: Seien Sie menschlich25
12. Tipp: Geben Sie jedem Patienten das Gefühl von ­Geborgenheit26
13. Tipp: Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche27
14. Tipp: Profitieren Sie durch Freundlichkeit27
15. Tipp: Überdenken Sie Ihre Einstellung 28
2Servicequalität schafft Erlebnisse 29
2.1Beispiele aus dem Tourismus29
16. Tipp: Lassen Sie sich von anderen Branchen inspirieren29
17. Tipp: Sorgen Sie schnell und kompetent für mehr Zufriedenheit31
18. Tipp: Nutzen Sie die Potenziale Ihrer Mitarbeiter31
2.2Beispiele aus der Gastronomie32
19. Tipp: Passen Sie die Aus- und Weiterbildung an33
20. Tipp: Die Führungskräfte müssen mitdenken33
21. Tipp: Gutes Servicepersonal braucht Freiraum34
22. Tipp: Haben Sie den Mut zur Individualität34
23. Tipp: Schaffen Sie Ideenbörsen35
2.3Überzeugende Beispiele aus dem Gesundheitssektor 36
24. Tipp: Schauen Sie nach guten Beispielen in Ihrer Branche36
25. Tipp: Der Service darf sich nicht im Verborgenen abspielen37
26. Tipp: Auch Mitarbeiter werden gern mal gefragt 37
27. Tipp: Wertschätzen Sie Ihre Mitarbeiter 38
2.4Nützliche Grundlagen und Ansätze im Gesundheitswesen 39
28. Tipp: Guter Service muss gemanagt werden39
29. Tipp: Das Pflegeleitbild muss gelebt werden40
30. Tipp: Setzen Sie Ihr Leitbild um41
31. Tipp: Denken Sie in Lösungen, nicht in Problemen42
3Serviceorientierte Kommunikation43
3.1Verschiedene Wahrnehmungskanäle43
32. Tipp: Erkennen Sie Ihre innere Landkarte43
33. Tipp: Erkennen Sie die Struktur Ihrer Wahrnehmung 44
34. Tipp: Nutzen Sie die fünf Wahrnehmungskanäle45
35. Tipp: Fragen Sie, was Ihr Gegenüber verstanden hat46
3.2Wertschätzung in der verbalen Kommunikation 46
36. Tipp: Sprechen Sie Ihre Patienten mit dem Namen an46
37. Tipp: Verwenden Sie »Ja-Straßen«47
38. Tipp: Verwenden Sie positive Formulierungen47
39. Tipp: Bringen Sie Ihren Patienten Respekt und Höflichkeit entgegen48
3.3Der Einfluss der Körpersprache49
40. Tipp: Der Ton macht die Musik49
41. Tipp: Schauen Sie Ihrem Patienten solange in die Augen, bis Sie seine Augenfarbe erkennen50
42. Tipp: Lächeln Sie50
43. Tipp: Beobachten Sie Ihre Körpersprache 51
44. Tipp: Schaffen Sie einen guten Draht zu Ihrem Gegenüber52
45. Tipp: Nehmen Sie den anderen wahr52
46. Tipp: Gleichen Sie Ihre Körpersprache an die Ihres Gegenübers an52
47. Tipp: Schaffen Sie den Rapport53
3.4Zielgruppenspezifische Patientenkommunikation54
48. Tipp: Stellen Sie sich auf die unterschiedlichen ­Patientengruppen ein54
49. Tipp: Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl 55
50. Tipp: Schaffen Sie eine Feedback-Kultur55
51. Tipp: Versorgen Sie den Patienten mit den wichtigsten Informationen 56
52. Tipp: Vermeiden Sie Fachchinesisch 58
4Der souveräne Umgang mit Beschwerden und Nörgeleien60
4.1Beschwerden als Chance60
53. Tipp: Stellen Sie sich den Emotionen, mit denen die Patienten Sie konfrontieren60
54. Tipp: Erkennen Sie die Chance in der Beschwerde 61
55. Tipp: Suchen Sie nicht nach dem Schuldigen62
4.2Beschwerdeanlässe von Patienten und Angehörigen63
56. Tipp: Entdecken Sie die Motive hinter der Beschwerde 63
57. Tipp: Holen Sie den Patienten dort ab, wo er sich befindet64
58. Tipp: Analysieren Sie die Beschwerdegründe65
59. Tipp: Steuern Sie selbst das gute Image Ihres Hauses65
4.3Die systematische Beschwerdebearbeitung66
60. Tipp: Systematisieren Sie Beschwerden, Maßnahmen und Ziele66
61. Tipp: Verpflichten Sie einen externen Berater68
62. Tipp: Es geht nicht ohne Beschwerdemanagement70
63. Tipp: Aktives Zuhören ist manchmal wichtiger als die schnelle Lösung70
64. Tipp: Wer fragt, der führt71
4.4Kommunikationskiller und »falsche« Reaktionen74
65. Tipp: Unterbrechen Sie den Patienten nicht74
66. Tipp: Belehren Sie den Patienten nicht75
67. T