Kapitel 1
Eine eigene Geschichte
Piep…Piepp…Piepp…
„Mensch, ist es schon wieder so früh?“, fragte die weibliche Stimme, die noch mit dem Gesicht ins Kissen gedrückt im Bett lag.
Die Gestalt regte und drehte sich. Es war Irina, die ihren linken Arm unter ihrer Decke Richtung Wecker streckte.
Unkoordiniert fuchtelte sie mit ihrem Arm hin und her, um den Wecker zu erwischen. Zwar mit Erfolg, doch landete der Wecker auf dem Boden und vibrierte dort weiter vor sich hin.
Genervt drehte Irina sich auf den Rücken, hielt sich das Kissen vors Gesicht und schrie volle Kanne in die Watte. Sie drehte sich auf die Seite und schaute zu ihrem Wecker, der durch die Vibration wie eine Maus über den Boden lief.
Als sie ihn endlich erwischte, riss sie die Augen auf. „Verdammt! Schon sieben Uhr. Ich komme zu spät! Schon wieder…“
Sofort sprang sie aus ihrem großen Doppelbett und lief ins Badezimmer.
Als sie das Licht einschaltete und ihr Blick zum Spiegeln glitt, zuckte sie zusammen.
Sie berührte ihre Haare und sagte:
„Fuck, meine Haare sehen aus wie eine Vogelspinne die Amok läuft…“
Während Irina sich nun ihrem Badezimmerprogramm widmete, klopfte es plötzlich an der Tür.
„Irina, darf ich reinkommen?", fragte ihre Mutter.
„Na klar!“
Irinas Mama öffnete die Tür und erblickte ihre Tochter, in einem orangenen Handtuch und mit einem Föhn in der Hand. Im gesamten Zimmer war es warm und der Wasserdampf vom Duschen stand wie eine Mauer im Raum. Ihre Mutter schüttelte den Kopf, während sie vom Boden ein benutztes Handtuch aufhob.
Meckern lief sie auf das Fenster zu, um dieses zu öffnen.
„Wozu brauchst du zwei Handtücher?
Und mach doch wenigstens Mal ein Fenster auf zum Lüften! Ich versteh es nicht. Du bist doch das Wasser-Juwel.
Da muss das Duschen und Abtrocknen