: James Rollins
: Feuerring Roman
: Blanvalet Taschenbuch Verlag
: 9783641315030
: SIGMA Force
: 1
: CHF 8.00
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 592
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Erbeben, Vulkanausbrüche, Tsunamis – und das ist nur der Anfang im 17. Abenteuer der Sigma Force!

Das Verschwinden eines Militär-U-Boots vor der Küste Australiens setzt eine Katastrophe in Gang, welche die ganze Region destabilisiert. Chinesische und US-Streitkräfte treffen aufeinander, und die Agenten des wissenschaftlichen Geheimdienstes Sigma Force sind mittendrin. Verzweifelt versuchen sie, die Lage zu beruhigen. Doch Erdbeben, Vulkanausbrüche und tödliche Tsunamis kündigen eine noch größere Katastrophe an: Kilometerweit unter dem Meer rührt sich eine seit Jahrtausenden verborgene Gefahr – und das verschwundene U-Boot könnte der Auslöser sein …


Verpassen Sie nicht die weiteren in sich abgeschlossenen Romane der SPIEGEL-Bestsellerreihe über die Topagenten der Sigma Force – zum Beispiel »Königreich der Knochen« oder »Auftrag Tartarus«.

Neueste Technologiekenntnisse und fundierte wissenschaftliche Fakten, genial verknüpft mit historischen und mythologischen Themen – all das macht die Abenteuerthriller von James Rollins zum einzigartigen Leseerlebnis. Der passionierte Höhlentaucher James Rollins betreibt eine Praxis für Veterinärmedizin in Sacramento, Kalifornien.

1


18. Januar, 10:04 NCT
Fünfhundert Kilometer vor der Norfolkinsel (Australien)


Phoebe Reed schaute ehrfurchtsvoll zum versunkenen Garten Eden hinaus. Hinter den neun Fenstern aus Acrylglas erhellten die Scheinwerfer der Station die ewige Dunkelheit. Sie gaben rotes Licht ab, welches das Meeresleben kaum störte. Phoebe hatte eine lichtverstärkende Brille aufgesetzt, die an die Wellenlänge der Scheinwerfer angepasst war und ihr Sichtfeld erweiterte.

Selbst hier in über 3000 Metern Tiefe wimmelte es von Leben. Riesige Krabben mit roten Beinen kletterten über Korallen und suchten in Vertiefungen nach Nahrung. Geisterhafte weiße Scheibenbäuche glitten über den Sand hinweg. Ein Zigarrenhai – dessen Namen von seiner zylindrischen Form herrührte – schwamm vorbei, dunkel an der Oberseite, biolumineszierend an der Unterseite. Ein größerer Grauhai patrouillierte am Rand des Lichtscheins.

Neben ihr zeigte jemand darauf. »Grauhaie wurden in dieser Tiefe noch nie gesichtet.«

»Tatsächlich, Jazz?«, fragte Phoebe und sah ihre Dokto­randin an.

Jasleen Patel bedachte sie mit einem Seitenblick, weil Phoebe an ihrer Expertise zweifelte. Jazz hatte vor zwei Jahren ihren Master in Meeresbiologie gemacht und promovierte jetzt unter Phoebes Anleitung. Jazz hatte zunächst bei Phoebe studiert und dann als Lehrassistentin am Meereslabor der Caltech gearbeitet. Seit mehr als fünf Jahren arbeiteten sie zusammen. Ihre Beziehung war so eng, dass sie von vielen KollegenPB&J genannt wurden.

Die meisten glaubten, sie hätten sich zusammengetan, weil sie beide farbig waren. Phoebe war in Barbados geboren, aber bei ihrer Mutter in South Central aufgewachsen, nachdem sie im Alter von acht Jahren mit ihr in die Staaten gekommen war. Jasleen, acht Jahre jünger als sie, war eine waschechte Kalifornierin, doch ihre Wurzeln lagen in Ostindien. Ihre Familie stammte ursprünglich aus Mumbai und betrieb in der Bay Area von San Francisco eine Kette von chemischen Reinigungen.

Doch weder die Hautfarbe noch das Geschlecht hatten die beiden Frauen zusammengebracht. Zumindest hatten sie nicht den Ausschlag gegeben. Der eigentliche Grund war ihr Interesse an den Geheimnissen der Tiefsee. Und ihr Respekt voreinander.

»Es ist schwer zu glauben, dass in der lichtlosen bathypelagischen Zone überhaupt etwas lebt«, sagte Jazz und legte die flache Hand aufs Glas. »Der Druck da draußen beträgt etwa 300 Kilogramm pro Quadratzentimeter.«

»Das ist wirklich aufregend. Das Leben hat hier nicht nur Fuß gefasst, es hat auch eine große Artenvielfalt hervorgebracht.«

Sie schauten beide in das Wunderland hinter dem Fenster hinaus.

Zwei Seeteufel schwenkten ihre langen Antennen mit den leuchtenden Ködern. Teuthidodrilus wanden sich am Boden und fraßen den Meeresschnee, der von den sonnenerhellten Bereichen herabfiel und Nahrung in die pechschwarze Tiefe brachte. Jeder Blick enthüllte weitere Wunder: Schulen von Viperfischen, zwei Vampirkalmare, einen Dumbo-Oktopus. Etwas weiter weg krochen kleine weiße Hummer in einer roten Seeanemone umher.

»Hast du schon die Korallenbänke ausgewählt, von d