: J.D. Robb
: So böse sein Ende Roman
: Blanvalet Taschenbuch Verlag
: 9783641314880
: Eve Dallas
: 1
: CHF 10.80
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 528
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Der vermutlich persönlichste Fall für Eve Dallas und ihren Mann Roarke!

Eve Dallas ist begeistert, als ihr Mann Roarke von seinem neuesten Wohltätigkeitsprojekt berichtet: ein Jugendhaus, das Teens eine Alternative zu Gangs und Drogen bieten soll. Schließlich sieht Eve bei ihrem Job als Detective oft genug, wie wichtig diese Arbeit für New York ist. Die perfekte Leitung für das Haus ist schnell gefunden: die Psychologin Rochelle Pickering, deren eigener Bruder Lyle erst vor Kurzem aus dem Milieu ausgestiegen ist. Umso schockierender ist die Nachricht von Lyles Tod: gestorben an einer Überdosis. Eve ist schnell klar, dass es sich um einen eiskalten Auftragsmord handelt. Ist Lyles Tod eine Warnung an seine Schwester – und damit auch an Eve und Roarke?

Sie können von Eve Dallas nicht genug bekommen? Dann lesen Sie auch »Mörderlied«, »Mörderspiele« und »Mörderstunde«.

J. D. Robb ist das Pseudonym der international höchst erfolgreichen Autorin Nora Roberts. Nora Roberts wurde 1950 in Maryland geboren und veröffentlichte 1981 ihren ersten Roman. Inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt: Ihre Bücher haben eine weltweite Gesamtauflage von 500 Millionen Exemplaren überschritten. Auch in Deutschland erobern ihre Bücher und Hörbücher regelmäßig die Bestsellerlisten. Nora Roberts hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland.


Die Qualen des gesellschaftlichen Umgangs und der Zwang, sich dafür auch noch extra schick zu machen, waren fast so etwas wie ein Mordversuch.

So hätte Eve Dallas es ausgedrückt, und schließlich wusste sie als Mordermittlerin in eleganten, hochhackigen Schuhen auf dem Weg zu einer Schickimicki-Party ganz genau, wovon sie sprach.

Man hätte den Erfinder dieser meterhohen, nadeldünnen Absätze, in denen kein normaler Mensch vernünftig gehen konnte, längst verhaften und derselben Folter, die er unschuldigen Frauen aufzwang, unterziehen sollen.

Vor allem hätten diese blöden Knöchelbrecher in den USA schon lange vor dem Frühjahr 2061 zertrümmert, verbrannt und offiziell verboten werden sollen.

Nur leider war das nicht passiert, weshalb sie jetzt in diesen lächerlichen Dingern und dazu noch in einem eng geschnittenen jadegrünen Kleid, das ihre schlanke, hochgewachsene Gestalt und die Kette mit dem fetten, tränengleich geschliffenen Diamanten vorteilhaft zur Geltung brachte, aus der Limousine ihres Mannes stieg. Auch ihre Ohren unter den kurzen braunen Haaren waren diamantgeschmückt, doch Eves zusammengekniffene bernsteinbraune Augen machten deutlich, dass sie von dem Outfit und dem Anlass, für den sie sich so in Schale werfen musste, alles andere als begeistert war.

Auch der Erfinder langweiliger Cocktailpartys gehörte eingesperrt, wobei sie keine Ahnung hatte, wer zur Hölle irgendwann einmal auf die Idee gekommen war, es wäre toll, nach einem anstrengenden Arbeitstag mit einem Drink in einer Hand und einem Teller voll kleiner, oft bis zur Unkenntlichkeit verzierter Häppchen in der anderen irgendwo herumzustehen und mit Leuten, die genauso unbeholfen mit dem Zeug in den Händen balancierten, Nichtigkeiten auszutauschen, statt zu Hause gemütlich auf der Couch zu liegen und in Ruhe einen Actionfilm zu sehen.

Genau, auch der Erfinder dieser stumpfsinnigen Plauderei gehörte in den Knast.

Und wenn sie schon dabei war, alle einzusperren, sollte sie sich noch den kranken Bastard krallen, der auf die dämliche Idee gekommen war, Geschenke mitzubringen, sobald man irgendwo auf andere Leute traf.

Normale Menschen hatten keine Lust, darüber nachzudenken, was zum Teufel sie am besten mitnahmen, wenn sie irgendwohin zu einer blöden Party eingeladen waren. Normale Menschen wollten am Ende eines Arbeitstags gar nicht erst zu einer blöden Party eingeladen sein, auf der sie dann gezwungen wären, in dämlichen High Heels mit Tellern voll bizarrem Fingerfood zu balancieren und nichtige Gespräche mit den anderen Jongleuren zu führen.

Normale Menschen wollten sich nach der Arbeit in bequemen Sachen mit einem Bier und einer Pizza auf die Couch legen.

»Fertig?«

Eve wandte sich an ihren fast schon übertrieben attraktiven Mann, der an dem Kleid, den gottverdammten Schuhen, die sie an den Füßen trug, und den vielen Diamanten schuld war, und nahm das amüsierte Blitzen seiner blauen Killeraugen und das Lächeln des perfekt geschwungenen Mundes wahr.

Roarke hatte nicht nur Spaß an den bevorstehenden Qualen, sondern hätte all die schwachsinnige