: Sandra Brown
: Sicher bist du nie Thriller
: Blanvalet Verlag
: 9783641321765
: 1
: CHF 15.20
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 448
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Ein Jahrmarktbesuch, der ein schreckliches Ende findet, und die verzweifelte Suche nach Gerechtigkeit: der neue atemberaubende Thriller von SPIEGEL-Bestsellerautorin Sandra Brown!

Ein Jahrmarkt mitten im ländlichen Texas. Elle Portman genießt den Nachmittag mit ihrem zweijährigen Sohn Charlie. Als die beiden sich Richtung Ausgang aufmachen, geschieht das Unfassbare: In der fröhlichen Menge fallen Schüsse.
Calder Hudson ist eher zufällig auf dem Rummel, doch auch sein Leben verändert sich grundlegend durch die Schießerei. Als er im Krankenhaus aufwacht und erfährt, welch schreckliche Folgen der Amoklauf hatte, will er nur eins: Gerechtigkeit.
Elle und Calder schwören sich, die Tat nicht ungesühnt zu lassen, und ihre gemeinsame Mission lässt sie bald mehr füreinander empfinden. Aber ihre Gefühle machen sie gefährlich verwundbar für einen Killer, der nichts mehr zu verlieren hat ...

Von spannenden Thrillern bekommen Sie nie genug? Dann lesen Sie auch die anderen Meisterwerke von SPIEGEL-Bestsellerautorin Sandra Brown wie »Vertrau ihm nicht« oder »Dein Tod ist nah«.

Sandra Brown arbeitete als Schauspielerin und TV-Journalistin, bevor sie mit ihrem Roman »Trügerischer Spiegel«auf Anhieb einen großen Erfolg landete. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten internationalen Autorinnen, die mit jedem ihrer Bücher die Spitzenplätze der »New York Times«-Bestsellerliste erreicht! Ihr endgültiger Durchbruch als Thrillerautorin gelang Sandra Brown mit dem Roman»Die Zeugin«, der auch in Deutschland zum Bestseller wurde. Seither konnte sie mit vielen weiteren Romanen ihre Leser und Leserinnen weltweit begeistern. Sandra Brown lebt mit ihrer Familie abwechselnd in Texas und South Carolina.

Kapitel 1

»Sie haben nicht gelogen, als Sie behauptet haben, Sie seien der Beste.« DerCEO von John Zimmerman Industries überreichte ihm strahlend lächelnd einen Überweisungsbeleg. »Vor einer Stunde wurde Ihr Honorar auf Ihr Konto überwiesen zusammen mit sämtlichen angefallenen Bonuszahlungen.«

»Danke.« Calder Hudson kontrollierte die Zahlen auf dem Beleg. Die Kontonummer war korrekt, und die Summe vor dem Komma setzte sich aus sechs fetten schwarzen Ziffern zusammen.

»Scheint in Ordnung zu sein.« Calder faltete den Beleg zusammen, schob ihn in die Brusttasche seines Maßanzugs und lächelte die versammelte Geschäftsleitung an. »Es war mir ein Vergnügen, meine Damen und Herren. Darf ichJZI als Referenz angeben?«

DerCEO sprach im Namen aller Anwesenden, als er sagte: »Natürlich, natürlich. Wir werden Ihnen eine exzellente Bewertung geben.«

Calder zog eine Braue hoch. »Mit besonderem Augenmerk auf Diskretion.«

Die Gruppe lachte leise.

»Versteht sich«, sagte derCEO.

Calder nickte zufrieden, bedankte sich bei der Gruppe im Ganzen und ging dann mit gemessenen Schritten den Kreis ab, wobei er jedem Einzelnen die Hand drückte wie ein Segen spendender Geistlicher. Er wünschte allen einen schönen Abend, nahm seinen Aktenkoffer und verließ den Konferenzraum.

Bis zum Aufzug behielt er seinen trügerisch entspannten Gang und die lockere Körperhaltung bei, doch in seinem Kopf feierte er jetzt schonMardi Gras, Baby, und er allein führte die Karnevalsparade an.

Es war eine lange Aufzugfahrt vom obersten Stockwerk des Wolkenkratzers aus Glas und Stahl im Herzen von Dallas bis in die Tiefgarage, doch noch beim Aussteigen kribbelten Calders Adern so vor Selbstverliebtheit, dass er sich mit einem Faustpumpen gratulieren musste. Sein Triumphschrei hallte durch die leere Betonhöhle.

Wie gewünscht war sein Jaguar auf einemVIP-Stellplatz in der ersten Reihe abgestellt. Mehr als drei Monate war er in einem Mietwagen herumgegurkt und darum überglücklich, wieder in seinem geliebten Sportwagen sitzen zu können.

Er küsste seine Fingerspitzen und klopfte damit aufs Autodach. »Hi, Süße. Hast du mich vermisst?« Dann streifte er den Mantel ab, legte ihn zusammen mit dem Aktenkoffer auf den Beifahrersitz, startete den Motor und lauschte mit einem wohligen Schauer dem leisen, gefährlichen Grollen, das er so vermisst hatte.

Er setzte rückwärts aus dem Parkplatz und nahm die scharfen Kurven der Auffahrt so rasant, dass die Reifen quietschten. »Bahn frei für den König der Straße«, flüsterte er und schoss mit einem süffisanten Lächeln aus der Tiefgarage.

Die Rushhour war schon vorbei, der Berufsverkehr abgeflaut. Aber es hätte ohnehin kein Autofahrer gewagt, ihm den Weg abzuschneiden. Nicht heute. Er schoss an mehreren Innenstadtkreuzungen über gelbe Ampeln und bog schließlich auf die Rampe zum Freeway.

Die untergehende Sonne färbte den Himmel mit blutorangeroten Streifen, und er setzte die Sonnenbrille auf, bevor er Shauna über die Freisprechanlage anrief.

Sie antwortete beim zweiten Läuten. »Hallooo, schöner Mann.«

»Hallooo, meine Schöne.«

»Wie ist es gelaufen?«

»Also, ich kann nicht für alle sprechen, aber fürmich l