: Angelina Bach
: Die kleine Parfüm-Manufaktur in der Provence
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783751743464
: Die schönsten Romane für den Sommer und Urlaub
: 1
: CHF 4.50
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 358
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Inmitten herrlich duftender Lavendelfelder betreibt Marielles Familie eine kleine Parfüm-Manufaktur. Als ihr Vater plötzlich erkrankt, steigt Marielle früher als geplant in den Betrieb ein. Sie hat auch schon viele Ideen, wie sie der Manufaktur neuen Glanz verleihen kann. Allerdings erhält ihre Euphorie einen gewaltigen Dämpfer, als sie auf den Assistenten ihres Vaters trifft: Bastien genießt dessen volles Vertrauen - und das reibt er Marielle nur allzu gern unter die Nase. Wie soll sie mit diesem unverschämten Kerl bloß zusammenarbeiten?

Als Marielle herausfindet, wie schlimm es um die Manufaktur wirklich steht, muss sie ihre Abneigung gegenüber Bastien wohl oder übel ablegen. Nur wenn sie mit ihm gemeinsam an einem Strang zieht, kann sie den Familienbetrieb noch retten. Doch die Gefühle, die Marielle plötzlich empfindet, sind dabei nicht gerade hilfreich ...

Lass dich von diesem romantischen Sommerroman verzaubern - rieche den Duft der Lavendelfelder, spüre die Sonne auf deiner Haut und sei dabei, wenn eine große Liebe entsteht.

Al e Geschichten dieser Reihe zaubern dir den Sommer ins Herz und bringen dir den Urlaub nach Hause. Die Romane sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden.

eB oks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.



<p>Hinter dem Pseudonym Angelina Bach verbirgt sich ein Autoren-Team bestehend aus der Schriftstellerin Veronika Lackerbauer und ihrem Mann Martin Lackerbauer. Veronika schreibt schon seit ihrer Jugend und konnte sich in verschiedenen Genres einen Namen in der Kleinverlags- und Selfpublishingszene machen. Seit 2020 schreibt sie - dem realen Grauen der Pandemie geschuldet - hauptsächlich Liebesromane.<br />Ihr Ehemann hilft ihr, inhaltliche Lücken mit zündenden Ideen zu stopfen und davonhoppelnde Plotbunnies einzufangen. Außerdem hat er als 'Chef-Recherchator' eine Antwort auf so gut wie jede noch so knifflige Recherche-Frage.<br />Wenn sie nicht gerade gemeinsam neue Schauplätze für ihre Romane erkunden, arbeiten und leben sie mit ihrem Sohn und einer ganzen Reihe von Haustieren in Niederbayern.<br />Weitere Infos zu den Büchern von Angelina Bach und Veronika Lackerbauer finden sich auf der Seite www.veronika-lackerbauer.de.& t;/p>

Kapitel 1


»Da bist du ja! Marielle, ma petite, wie schön, dass du wieder da bist!«

Louise Caillou breitete die Arme aus und kam auf Marielle zu. Diese stellte den Koffer ab, den sie hinter sich hergezogen hatte, und umarmte die alte Frau. Seit sie sich das letzte Mal gesehen hatten, waren ihre Bewegungen noch einen Tick langsamer geworden und die Schultern, die Marielle jetzt unter ihren Händen spürte, waren zerbrechlicher geworden.

Früher war Louise ihr wie ein Fels in der Brandung vorgekommen: unerschütterlich, stark und allen Stürmen trotzend.

Louise schob Marielle ein Stück von sich, um sie besser in Augenschein nehmen zu können.

»Gut siehst du aus«, stellte sie zufrieden fest. »Ein wenig mager vielleicht. Aber nichts, was ein wenig gute Küche nicht wieder hinkriegen würde.«

Marielle lachte. »Untersteh dich! Mein Gewicht würde ich gern halten. Sonst kann der arme Filou mich irgendwann nicht mehr tragen. Wie geht's ihm überhaupt? Habt ihr ordentlich für ihn gesorgt?«

»Was denkst du wohl, ma petite?« Louise guckte streng, wie früher, wenn Marielle etwas ausgefressen hatte. »Natürlich haben wir uns um ihn gekümmert. Er steht gut im Futter und Léo hat ihn regelmäßig bewegt.«

Marielle brannte darauf, in den Stall hinauszulaufen und ihr Pferd zu besuchen, seit sie am Bahnhof von Grasse angekommen war. Louise erriet ihre Gedanken noch genauso gut wie früher, denn sie fügte rasch hinzu: »Untersteh dich! Erst die Menschen, dann die Tiere. Komm erst mal herein.«

Marielle nickte ergeben.

Es würde sich vermutlich nie etwas ändern. Wenn sie nach Hause kam, stand sie unter Louises Fuchtel. Sie führte das ganze Haus mit strenger Hand und hielt alles zusammen. Wie sollte das jemals werden, wenn Louise nicht mehr ...

Marielle verbot sich, den Gedanken zu Ende zu denken. Es war undenkbar. Louise war ihr Leben lang da gewesen.

Jetzt griffen die runzeligen Hände, die von einem arbeitsreichen Leben zeugten, nach dem Griff des Koffers. Marielle wollte ihn ihr aus der Hand nehmen, doch Louise ließ es nicht zu. »Ich werde doch einen kleinen Koffer ziehen können«, schimpfte sie.

»Aber du musst doch nicht ...«

Louise ließ den Koffer los, allerdings nur, um die Hände empört in die Hüften stemmen zu können. »Willst du sagen, dass ich langsam gebrechlich werde?«

Die Vorstellung missfiel Louise offenbar ebenso sehr wie Marielle. Deshalb schüttelte diese den Kopf. »Nein, du doch nicht, Maman Lou.«

»Eben.«

Mit gestrafftem Rücken, aber trotzdem wackeligem Gang strebte Louise mit Marielles Koffer der Hintertür zu, aus der sie beim Erb