: Philip Raillon
: Schule aus, Neuseeland ruft 2. Work& Travel am schönsten Ende der Welt; 2. Aufl.
: 360° medien mettmann
: 9783947164233
: 1
: CHF 8.70
:
: Nord- und Mittelamerika
: German
: 344
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Neuseeland. Viel weiter geht es nicht mehr, das Ende der Welt ist nah. Nach der Schule eine Auszeit nehmen, das trauen sich zwar einige, aber noch lange nicht alle. Philip Raillon packte seinen Rucksack und erlebte für sechs Monate das ferne Land, fand Freunde und entdeckte sich selbst neu. Das rustikale Leben in einem Van prägte die Zeit genauso wie Knochenjobs auf einem Weinberg und das Schlafen auf einer Farm mit 4500 Schafen. Kurzweilig, spannend und humorvoll zeichnet der Student seine Reise nach. Der Autor nimmt den Leser mit auf qualmende Vulkane, einsame State Highways und so manchen Campingplatz. Am Ende möchte man am liebsten selbst in den Flieger steigen und einfach mal das Leben genießen - die ersten Reisetipps bekommt man von Philip Raillon gleich an die Hand. Dazu einmalige Panoramen, weite Strände und ein Sprung von der Brücke - kurzum: Work& Travel in Neuseeland lohnt sich. Wer einmal eintauchte, für den kann das Abenteuer gar nicht lang genug sein. Eine Reise, die ein Beispiel dafür ist, wie perfekt Work& Travel im Kiwi-Land sein kann. Dieses Buch bringt Dich auf den Geschmack - worauf wartest Du also noch?

Philip Raillon wurde 1994 am Rande der Metropole Ruhr geboren. Kurzurlaube macht jeder gerne, doch der jetzige Jura-Student fuhr nach seinem Abitur am Wittener Schiller-Gymnasium für ein halbes Jahr in einem Van durch Neuseeland. Dort hat ihn das Reisefieber endgültig gepackt. Seit 2011 arbeitet er als freier Journalist für die Westdeutsche Allgemeine Zeitung in Witten, wo der Grundstock für dieses Buch gelegt wurde. Mittlerweile verbindet er seine Reisen gerne mit Reportagen für Zeitung, Reise-Magazin oder Radio. Die Devise des jungen Autors für seine Wege durch fremde Orte: Reisevorbereitung ist die halbe Miete, das Abenteuer kommt dann von alleine Hauptsache man ist unterwegs!

Am Anfang Australien


Die Richtung stimmt schon mal: Irgendwo dahinten liegt Neuseeland.

Am Anfang Australien


Good Bye Deutschland!

Ich schleppe meinen Rucksack die Treppe hinunter, greife meine Jacke und stürme zum Auto. Meine Mutter und mein Bruder warten schon, Vater kommt hinterher geeilt. Wir sind spät dran – in drei Stunden geht der Flug. Alles dabei? Nichts vergessen? Hoffentlich nicht. Auf Richtung Düsseldorf International Airport, von wo aus am Abend des 13. August 2013 unser Flieger zunächst Richtung Australien startet.

Am Flughafen treffen wir eine nervöse Maria samt Familie. Ich bin – vermeintlich cool – relativ gelassen. Wir schnüren unsere Rucksackriemen zusammen und checken ein. Fünfundvierzig Minuten noch, bis wir im Sicherheitsbereich verschwinden müssen. Mir gehen die oberflächlichen Gespräche und die gutgemeinten Tipps schnell auf den Geist. Letztlich kommt der Moment des Abschieds ja doch – wir sagen unseren Familien „Tschüss! Bis in sechs Monaten“, gehen durch die Sicherheitskontrolle und zeigen unsere quasi druckfrischen Reisepässe.

Ready for take-off?

Unser Emirates-Flieger startet bei Sonnenuntergang um 21 Uhr nach Dubai.

Nach 26 Stunden Reise mit einem kurzen Zwischenstopp im arabischen Emirat klappt die Boeing ihr Fahrwerk aus und setzt auf australischem Boden in Sydney auf. Es ist frühmorgens, meinem Gefühl nach eher spätabends. Der Jetlag hat mich schon jetzt voll im Griff – eines der unangenehmsten Gefühle. Wir wanken im Halbschlaf durch den Flughafen und gehen zum Bahnsteig. Immerhin ist unseren Rucksäcken nichts passiert. Die Fahrt mit dem Zug ist in Australien teuer, sehr teuer sogar. Maria und ich wollen zum Circular Quay, direkt am Hafen zwischen Opera House und Harbour Bridge, wo wir uns mit einem meiner Freunde treffen. Maurice kommt auch aus Witten, ist aber momentan bei Verwandtschaft in Sydney. Die Sonne blendet, der Himmel strahlt tief blau und es sind knapp zwanzig Grad. Willkommen im australischen Winter. Wir treffen Maurice am Fährableger – groß ist die Freude: Wie oft hatten Maurice und ich davon geredet, uns in Sydney zu treffen? Endlich hat es geklappt. Wir sitzen auf der Mauer am Hafen, in meiner Erinnerung sind kaum Menschen unterwegs und das in der Woche an einem Vormittag. Wir steigen auf die Personenfähre Richtung Manly, einem sehr entspannten Stadtteils Sydneys. Der Wind weht uns durch die Haare, der Dieselmotor schleudert seinen Qualm gen Ozonloch über uns. Ganz dicht fahren wir an den weißen Bögen des Opernhauses vorbei, die Harbour Bridge schwingt sich über den Hafeneingang rechts von uns. Wie oft habe ich diese Bauwerke auf Fotos und in Filmen gesehen? Jetzt bin ich so nah dran und geistig doch so weit weg: in meiner benommenen Übermüdungs-Welt.

Jet Lag? Egal! Foto-Zeit!

Eine Woche haben wir in Sydney, verbringen diese Zeit mit Maurice, einer weiteren Bekannten aus Witten, Leonie, und zwei guten Freundinnen von Maria, Sophia und Marie. Alle vier sind zufällig zurzeit auch am anderen Ende der Welt, so dass es sich anbietet, die Stadt der goldenen Strände gemeinsam zu erkunden. Am ersten Tag sind wir um elf Uhr im Zentrum verabredet. Maria und ich dürfen bei Bekannten schlaf