: Erika Walz
: Auf ewig... im Schatten der Vergangenheit Zeitreiseroman
: Books on Demand
: 9783758362491
: 1
: CHF 7.00
:
: Historische Romane und Erzählungen
: German
: 260
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Auf ewig... im Schatten der Vergangenheit, ist die Fortsetzung des Zeitreiseromanes: Auf ewig... zwischen den Zeiten. Björt Eiriksdottir, die im Birka des 9. Jahrhunderts lebt, erinnert sich beim Berühren bestimmter Gegenstände an Dinge, die erst in ferner Zukunft passieren werden, als seien sie ein Teil ihrer Vergangenheit. Dabei kennt die junge Frau ihre Vergangenheit gar nicht. Vor ein paar Jahren war sie einfach da gewesen, ohne zu wissen, woher sie gekommen war. Niemand hatte sie zuvor schon einmal gesehen und nicht einmal die Völva, die Seherin der Sippe, konnte Björt etwas zu ihrer Herkunft erzählen. Eines Tages aber tauchte Melissa, eine rothaarige, junge Frau, wie aus dem Nichts im Dorf auf und behauptete, genau wie Björt, aus einer anderen Zeit zu kommen. Ob Björt wohl wieder dorthin zurück gehen kann?

Erika Walz, 1965 geboren, lebt mit ihrer Familie in der Nähe ihrer Geburtsstadt Pforzheim. Schon immer liebte sie Bücher und Schmuck und hat nun beide Leidenschaften vereint, die auf Kunsthandwerkermärkten bestaunt werden dürfen.

Kapitel 6


Die Hitze der Schmiede schlug mir glühend durch die geöffnete Tür entgegen und löste irgend eine Blockade in meinem Kopf. Es war, als würde sich ein feiner Schleier von meinen Augen befreien und die Sicht auf eine Begebenheit lenken, der ich nie beigewohnt hatte. Ich sah Fjölnir und Ove gemeinsam in der Schmiede, wie sie mit verschwitzten, nackten Oberkörpern ein Stück Metall bearbeiteten. Bald schon konnte ich erkennen, dass sie das Schwert schmiedeten, das Fjölnir

zur Hochzeit von mir bekommen hatte. Mein Mann hatte kein Wort darüber verlauten lassen, dass er es selbst für mich gemacht hatte. Ove brachte es mir rechtzeitig vor dem großen Fest, so wie ich es von ihm erbeten hatte. Konnte es möglich sein, dass ich in der Zeit zurücksehen konnte?

Immer wieder musste Fjölnir sich mit einem Lappen über das Gesicht wischen, so sehr rann ihm der Schweiß über die Wangen, um anschließend zischend auf der rotglühenden Klinge des Schwertes zu verdampfen. Mein Mund wurde ganz trocken, bei all der heißen Luft und dabei war ich mir gar nicht sicher, ob das nur an der Hitze lag. Ove betätigte gerade einen riesigen Blasebalg, um das Feuer im Ofen stärker zu entfach