: Daniel Kowalsky
: Käpten Sturm - Das Geheimnis des grünen Diamanten
: R.Brockhaus
: 9783417271072
: Käpten Sturm
: 1
: CHF 8.90
:
: Kinderbücher bis 11 Jahre
: German
: 176
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Das fünfte Abenteuer mit Käpten Sturm! Um eine alte Schuld zu begleichen, muss Käpten Sturm einen sagenumwobenen grünen Diamanten beschaffen. Doch die einzige Person, die zu wissen scheint, wo sich der Diamant befindet, ist verschwunden. Die Zeit läuft ... All das lesen Lenny und Anne in dem Logbuch, das sie in einem Geheimgang hinter dem Schlafzimmer ihrer Eltern finden. Doch sie erfahren noch mehr: Während sie hinter der Zimmerwand nach der Seefahrerkiste suchen, unterhalten sich ihre Eltern darüber, dass der Vater entlassen wurde. Lenny und Anne sind empört über die Ungerechtigkeit des Chefs. Den wollen sie sich vorknöpfen! Ob das gutgehen kann?

Daniel Kowalsky (Jg. 1966) arbeitet als Realschullehrer und engagiert sich im Kinder- und Jugendbereich seiner Gemeinde. Gleichzeitig ist er erfolgreicher Autor der Kinder- und Jugendbuch-Reihen »Käpten Sturm«, »Joe Hart und die Blauen Tiger« sowie der »Lion Daniels«-Trilogie. Mit seiner Frau lebt er im Südschwarzwald. http://danielkowalsky.de/

VORGESCHICHTE


ZUR ZEIT DER SEEFAHRER UND PIRATEN


Safira schaute vom Ufer aus zu dem Piratenschiff hinüber, das in einer kleinen Bucht vor Anker lag. Obwohl es ziemlich dunkel war, konnte sie alles genau erkennen. Sie beobachtete das Schiff schon eine ganze Weile, und jetzt waren die letzten Piraten endlich in ihren Kojen verschwunden.

Auf Safiras rechter Schulter hockte Toto, ein süßer, kleiner Affe. Er hatte seinen Arm um ihren Hals gelegt und zupfte liebevoll an ihren Haaren. Auf der anderen Schulter saß Kiki. Sie war eine schlaue Papageiendame, deren lockere Sprüche geradezu legendär waren. Mit ihrem krummen Schnabel knabberte sie gerade sanft an Safiras Ohr.

Beide Tiere waren jedoch absolut still, weil Safira es ihnen befohlen hatte – aus gutem Grund. Denn Safira hatte einen Plan. Und der war brandgefährlich. Zudem lief ihr langsam, aber sicher die Zeit davon: In einer Stunde würde die Sonne aufgehen.

Doch was war geschehen und wie war es dazu gekommen?

Safira war mit den beiden Matrosen Seebär und Brummel zu einem Hafen an der Ostsee gefahren. Dort wollten sie auf einem Wochenmarkt frischen Fisch und viele andere Lebensmittel und Leckereien einkaufen. Am nächsten Tag sollte nämlich die offizielle Verlobung von Käpten Sturm und Aurora von Waldmünde stattfinden. Dieses Ereignis musste gebührend gefeiert werden, und als erfahrener Schiffskoch war Seebär für das Festmahl zuständig. Da der Wochenmarkt immer frühmorgens begann, waren sie bereits am Abend zuvor angereist.

Während Brummel und Seebär in der Herberge schon früh schlafen gegangen waren, hatte Safira eines der Kutschpferde wieder aus dem Stall geholt und war zum Hafen geritten. Sie liebte das Meer, den Anblick der Schiffe, aber vor allem das Gefühl von Fernweh, das in so einem Hafen überall zu spüren war.

Doch genau das hatte unerwartete Folgen. Denn dort hatte sie zufälligerweise ein Gespräch zwischen zwei finsteren Gestalten mitbekommen, das mit Sicherheit nicht für ihre Ohren bestimmt gewesen war.

„Albin, bist du dir sicher, dass es Fürst Arthur von Waldmünde war?“

„Selbstverständlich, Franz.“

„Fürst Arthur von Waldmünde persönlich befindet sich also auf diesem Schiff dort, das gerade in Richtung Norden segelt? Ich dachte, seine Tochter feiert morgen ihre Verlobung mit diesem verwegenen Kapitän derEsmeralda. Wie hieß er noch gleich? Ach ja – Käpten Sturm.“

„Davon habe ich auch gehört. Aber Fürst Arthur hat trotzdem dieses Schiff betreten.“

„Du musst ihn mit jemandem verwechselt haben, der ihm ähnlich sieht. Oder hast du etwa einen Beweis, dass es wirklich der Fürst gewesen ist?“

„Und ob! Schau mal, was ich hier habe!“

„Ein Schriftstück?“

„Ja, ein versiegeltes Dokument. Der Fürst hat es kurz vor seiner Abreise einem Boten übergeben und ihm befohlen, es sofort zur Fürstenfamilie zu bringen. Er hat dem Boten eingeschärft, dass niemand anders diesen Brief in die Finger bekommen dürfe. Außerdem hat Fürst Arthur noch erwähnt, dass er ganz dringend nach einer Schatzkarte suchen müsse.“

„Und warum hastdu jetzt dieses so wichtige Dokument, Albin, und ni