: Aljoscha Long
: Der Panda und der Schatz der Achtsamkeit Wie du die Schönheit in den kleinen Dingen erkennst und wahre Zufriedenheit findest
: Heyne Verlag
: 9783641316747
: Der kleine Panda
: 1
: CHF 8.90
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: Spiritualität
: German
: 240
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
»Ist das alles?«, fragt sich Bao, der kleine Panda, eines Tages. Obwohl er doch eigentlich ganz zufrieden ist, lässt ihn das Gefühl nicht los, dass in seinem Leben noch irgendetwas Wichtiges fehlt. Das gilt es zu entdecken! Und so begibt sich Bao auf die Suche …
Die abenteuerliche Reise des kleinen Pandas steckt voller überraschender Begegnungen: So trifft er auf einen Schmetterling, der ihn in die Kunst des Zuhörens und Beobachtens einführt. Oder auf tanzende Glühwürmchen, bei deren Anblick Bao bewusst wird, wie einzigartig und wundervoll jeder einzelne kleine Moment ist. Sogar der alte Fluss hat eine Botschaft für ihn: dass Veränderung ein natürlicher Teil des Lebens ist und wie man es schafft, sich vom natürlichen Fluss des Lebens tragen zu lassen, statt dagegen anzukämpfen.
Ein inspirierendes Leseerlebnis voller Witz und Weisheit – mit einfachen Übungen für ein achtsames, erfülltes und gelassenes Leben.

  • Die Fortsetzung des Bestsellers Der Panda und das Geheimnis der Gelassenheit
  • Den Zauber des Augenblicks wahrnehmen: Bei seinem neuen Abenteuer entdeckt Panda Bao das Wunder der Achtsamkeit
  • Beste Unterhaltung und inspirierende Lebensweisheit – mit praktischen Übungen und stimmungsvollen Illustrationen

< r>Aljoscha A. Longstudierte Psychologie, Philosophie und Linguistik. Er ist als Autor, Komponist, Therapeut, Taijiquan- und Qigong-Lehrer tätig. Bekannt geworden ist er durch zahlreiche Publikationen und seine Seminartätigkeit in den Bereichen Psychologie und Philosophie. Er lebt mit seiner Frau, der chinesischen Heilerin Fei Long, in München und Guangzhou.

Im abgelegenen Bambushain im friedlichen Tal des großen Mangobaumes, tief in den Bergen, nahe des Flusses, der schattenreiche Schluchten in die Felsen schnitt, lebte Bao, der Panda, inmitten seiner weit verzweigten Familie. Wanderer, die ihren Weg in dieses Tal fanden, glaubten oft, das Paradies gefunden zu haben. Und auch für Bao war das Tal genau das: sein Paradies.

Bao saß am Ufer des mächtigen Flusses und lauschte dem Raunen des Wassers. Er lehnte an einer stattlichen Weide, deren Äste sich sanft im rhythmischen Tanz des Flusses wiegten. In vollkommener Ruhe saß er lächelnd da, seine Seele erfüllt von einem Frieden, der so tief war wie der Fluss selbst.

Das war nicht immer so gewesen. Bao schmunzelte, als er sich an seine Jugend erinnerte und an seine lange, abenteuerliche Reise, die ihn zu dem gemacht hatte, der er jetzt war. Als junger Panda war er sowohl ungestüm und aufbrausend als auch ängstlich gewesen. Ja, hinter seinem Rücken hatte man ihn sogar »Bao Bibberbrüll« genannt. Die anderen Pandas des Dorfes hatten sich über seine Ängstlichkeit lustig gemacht und sich über seine Wutanfälle geärgert. Doch dann war der Tag des Sturmes und der gewaltigen Flut gekommen, der Tag, der Baos Leben für immer verändern sollte.

Weit vom vertrauten Bambushain war er fortgeschwemmt worden, hatte sich allein und verloren in einer fremden Wildnis wiedergefunden. Wie üblich war er zunächst wütend geworden. Dann hatte sich seine Wut in Angst, die Angst wieder in Wut und schließlich in pure Verzweiflung verwandelt.

Bis zur Erschöpfung hatte er geweint und getobt, als er schließlich einschlief. Im Traum war ihm sein Großvater Lao Lao erschienen, der weiseste und von allen geliebte alte Panda – und zudem der einzige im ganzen Panda-Dorf, der Bao wirklich schätzte. Großvater hatte ihm die Aufgabe erteilt, nach dem Geheimnis der Gelassenheit zu suchen.

Aber wie sollte ausgerechnet er, der sich sein Leben lang über alles und jeden aufgeregt hatte, zu Gelassenheit finden? Bao war schon wieder am Verzweifeln gewesen, dass Großvater ihm darüber nichts verraten hatte. Was sollte er denn nur tun? Mit diesem Rätsel machte sich Bao damals auf den Weg.

Schon ganz am Anfang seiner Reise begann er, seine Erkenntnisse auf Bambusblätter zu schreiben, und er nannte diese Sammlung liebevoll seine »Bambusblattbibliothek«. Der erste Satz, den er niedergeschrieben hatte, klang wie ein Echo in seinem Herzen. Wie gut konnte er sich noch immer an diesen Satz erinnern:

»Wie weit dein Ziel auch ist, du musst den ersten Schritt tun.«

Den ersten Schritt hatte er getan. Dann den zweiten und dritten. Er war vielen weisen Meisterinnen und Meistern begegnet, und sie alle hatten ihn dem Geheimnis der Gelassenheit ein wenig näher gebracht.

Von Yuke, dem Otter, hatte er gelernt, wie wichtig das Vertrauen in das Leben ist und dass man ohnehin niemals alles kontrollieren kann. Selbst von Naka-Naka, dem Krokodil, hatte er gelernt. Naka-Naka hatte ihm die Bedeutung von Ruhe und Geduld gezeigt. Und auch mit Yun, der Wolke, hatte er gesprochen. Yun war eine seiner weisesten Lehrerinnen gewesen und hatte ihm die Erkenntnis geschenkt, dass nur ein klarer Geist zu wahrer Gelassenheit führt. Die vielleicht eindrucksvollste Begegnung aber war die mit dem gewaltigen Berg Shan gewesen. Seine Stimme war nur ein Flüstern im Wind, doch Bao hatte den Berg verstanden und das Geheimnis der Sammlung aller Kräfte in der Meditation gelernt. Gegen Ende seiner Reise hatte er auch mit dem großen Fluss gesprochen, der ihm geholfen hatte, zu seiner Quelle zurückzukehren, und ihm geraten hatte, seine innere Quelle aufzusuchen und zu seiner Familie zurückzukehren. Und schließlich war er Kurma begegnet, der berühmten weisen Schildkröte. Nach all den Lektionen, die Bao gelernt hatte, hatte sie ihn doch noch verblüfft, als sie ihm lächeln