: Dagmar von Cramm
: Iss deinen Darm gesund Mit der richtigen Ernährung das Mikrobiom stärken | 60 Rezepte für mehr Darmgesundheit - mit Wochenplänen für Einsteiger, zur Prävention o. Darmsanierung
: Verlagsgruppe Droemer Knaur
: 9783426447628
: 1
: CHF 19.00
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: Ernährung
: German
: 224
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Der umfasssende Ernährungsratgeber der bekannten Ernährungsexpertin und Bestsellerautorin Dagmar von Cramm - mit 60 neuen und erprobten darmgesunden Rezepten und 2 Wochen-Programmen zur Soforthilfe »Wir können durch die richtige Ernährung selbst sehr viel tun, damit unser Darm gesund ist«, sagt die bekannte Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm. In ihrem neuen Gesundheitsratgeber erklärt sie alles, was man für eine optimale Darmgesundheit wissen muss. - Was bringt den Darm aus der Balance? - Welche Lebensmittel verursachen Darmprobleme?  - Wie kann ich meinen Darm dauerhaft gesund essen? Spezielle Darm-Superfoods werden vorgestellt und in Tabellen wird gezeigt, wie wir unsere Ernährung bei Unverträglichkeiten oder Reizdarm geschickt umstellen können. Im zweiten Teil folgen 60 Rezepte für mehr Darmgesundheit - mit speziellen Programmen zur Prävention sowie zur Darmsanierung z. B. nach einer Antibiotika-Behandlung. Gesund essen ist die beste Medizin Der Darm ist von einer großen Menge Darmbakterien besiedelt: der Darmmikrobiota (Darmflora). Überwiegen die 'guten' Bakterien wie Lactobazillen und Bifidobakterien, dann schützt das unseren Körper vor dem Eindringen von Krankheitskeimen und stärkt damit unsere Immunabwehr. Wie und was wir essen, spielt dabei eine entscheidende Rolle. Dagmar von Cramms Ratgeber rund um einen gesunden Darm klärt auf und gibt die passenden Rezepte gleich an die Hand - für alle, die selbst etwas ihre Darmgesundheit tun wollen.

Dagmar von Cramm ist eine der bekanntesten Food-Journalistinnen Deutschlands. Nach Ihrem Ökotrophologie-Studium arbeitete sie zunächst als Redakteurin, bevor sie sich 1984 selbstständig machte. In ihrem Freiburger Redaktionsbüro mit angeschlossener Versuchsküche entwickelt sie Rezepte und Beiträge für ihre Kochbücher und viele Zeitschriften. Ihre Bücher erreichten eine Auflage von über 4 Millionen. Als eine der prominentesten deutschen Expertinnen tritt sie regelmäßig in Fernsehsendungen auf und hält zahlreiche Vorträge zum Thema. Dagmar von Cramm hat drei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Mann in Freiburg i.Br.  https://www.dagmarvoncramm.de

Was der Darmmikrobiota schadet


Der westliche Lebensstil insgesamt scheint negative Folgen für das Mikrobiom zu haben. Das haben wir bereits im vorherigen Kapitel bei dem Vergleich mit den Ureinwohnern im Amazonasgebiet gesehen, wir sehen es aber auch beispielsweise in Afrika, wo der Darm der dort lebenden Menschen von doppelt so vielen unterschiedlichen Kleinstlebewesen besiedelt ist wie der eines Durchschnittsamerikaners. Und je vielfältiger, desto stabiler ist unser Mikrobiom.

Darüber hinaus spielt es eine große Rolle, welche Mikroorganismen im Darm vorherrschen. Es gibt nämlich Arten, die die Darmbarriere angreifen, zu Entzündungen und letzten Endes zu Tumoren führen. Auch chronische Darmerkrankungen wie Reizdarm, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind immer von einem negativ veränderten Darmmikrobiom begleitet. Inzwischen bringt man auch Erkrankungen wie Parkinson, Alzheimer, Depressionen, Autismus und Angststörungen in Verbindung mit einem krankhaft veränderten Mikrobiom – einer sogenannten Dysbiose. Allerdings ist nicht immer klar, ob das eine Folge der Erkrankung ist oder der Auslöser.

Ernährungsunabhängige Faktoren, die unsere Darmmikrobiota schädigen

Unabhängig von unserer Ernährung gibt es einige Faktoren, die sich negativ auf unsere Darmmikrobiota auswirken. Mangelnde Bewegung zum Beispiel: Weniger Bewegung hat weniger Stoffwechselaktivität zur Folge – und das ändert die Verfügbarkeit von Nährstoffen zum Nachteil der Bakterien. Außerdem nehmen Entzündungen im Körper zu – auch das tut dem Mikrobiom nicht gut. Die Darmbewegung nimmt ab, wenn der Körper nicht aktiv ist – das ist schlecht, weil sich der Transport von Nahrung und Stoffwechselprodukten verzögert. Selbst Hormone werden durch Bewegung verändert. Ebenso unser Immunsystem.

Schlafmangel kann ebenfalls das Mikrobiom schädigen. Er hat eine ähnliche Wirkung auf das Mikrobiom wie Bewegungsmangel.

Auch Stress beeinträchtigt die Darmbakterien und ihre Vielfalt. Das unterstreicht nochmals die Bedeutung der Darm-Hirn-Achse. Die stressbedingte Freisetzung der Hormone Cortisol und Katecholamin verändert nicht nur das Gehirn, sondern auch die Mikrobiota. Am Ende kann ständiger Stress zu einem Schaden an der Darmbarriere führen. Dadurch können Gifte und Krankheitskeime in den Blutkreislauf gelangen. Entzündungen nehmen zu – und die Ernährung wird in der Regel schlechter.

Weitere belastende Faktoren sind Alkohol und Tabak, Umweltgifte und Übergewicht. Und last, but not least Medikamente, vor allem Antibiotika. Denn die töten die Bakterien im Darm zunächst ab – nicht nur die bösen, sondern auch die guten.

Kurz und knapp

Von der Ernährung unabhängige Faktoren, die unsere Darmmikrobiota schädigen, sind mangelnde Bewegung, Schlafmangel und Stress. Außerdem Alkohol und Tabak, Umweltgifte und Übergewicht sowie Medikamente, insbesondere Antibiotika.

Nahrungsfaktoren, die unsere Darmmikrobiota belasten

In diesem Buch jedoch geht es um Ernährung, und so stellt sich die Frage: Welche Nährstoffe und Lebensmittel belasten unsere guten Darmbakterien? Was in unserer Ernährung ist für die zunehmenden Probleme mit unserem Darm verantwortlich? Die Antwort ist keine Überraschung: alle Gerichte und Lebensmittel, die eng mit unserer modernen westlichen »Wohlstandsdiät« zu tun haben. Sie enthalten wenig Ballaststoffe, die der Schlüssel zu einem gesunden Darm sind. Davon später mehr.

Abbildung2: Fast Food, viel Fett, Zucker und Eiweiß schaden dem Mikrobiom und der Darmschleimhaut.

Die ungünstigen Nährstoffe sind im Einzelnen:

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