: Tao Wong
: Die System-Apokalypse Bücher 4-6 Die postapokalyptische LitRPG-Fantasy-Serie
: Starlit Publishing
: 9781778551437
: 1
: CHF 16.90
:
: Science Fiction
: German
: 725
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Es ist über ein Jahr her, seit das System auf der Erde erschien und dabei gleichermaßen Blut und Monster mit sich brachte. Nachdem John und sein Team Whitehorse verlassen haben, reisen sie nach British Columbia, wo ihnen neue Gefahren durch Außerirdische und Menschen drohen. Angesichts neuer Herausforderungen und neuer Feinde versuchen John und seine Freunde, menschliche Siedlungen in Nordamerika aus der galaktischen Kontrolle zu befreien.
Seine Feinde bemerken die aufkeimende Rebellion und unternehmen Schritte, um ihn und den menschlichen Widerstand zu stoppen, wobei sie selbst Kämpfer der Meisterklasse einsetzen. Kann John einen Weg durch die trügerischen Gewässer der galaktischen Politik und der menschlichen Interessen finden, ohne seine Überzeugungen zu gefährden oder seine Freunde zu opfern?
Oder werden ihm die Aliens diesmal eine Lektion erteilen?
Enthält drei Bücher in der SerieSystem-Apokalypse, einer LitRPG/GameLit-Serie voller postapokalyptischer Probleme, SF- und Fantasy-Elemente, in einer Welt mit Spielmechanik.
Dieser Serie enthält Elemente von Spielen, wie Levelaufstieg, Erfahrung, verzauberte Materialien, einen sarkastischen Geist, einen Mech, einen betörenden Dunkelelf, Monster, Minotauren, eine feurige Rothaarige und halbrealistische Darstellungen von Gewalt und deren Auswirkungen. Enthält keine Harems.
Bücher in diesem Band:


- Städte in Ketten


- Die brennende Küste


- Die befreite Welt

Kapitel 2


„Ahoi dort am Tor“, rief ich Stunden später, als wir schließlich Fort Nelson erreichten. Oder, technisch gesehen, die äußeren Stadttore.

Unser Wunsch nach Mauern muss auf alte Instinkte zurückgehen, selbst wenn sie relativ nutzlos sind. Diese Mauern bestehen nicht aus normalen Ziegelsteinen – der leichte silbrige Glanz deutet an, dass sie zumindest systemunterstützt sind – aber ich könnte sie wahrscheinlich durchschlagen, wenn ich genug Zeit hätte. Oder, meine Güte, über die sechs Meter hohe Mauer springen.

Andererseits ist das nicht gerade fair. Ich vergleiche meine Stärke von 97, die auf einer Fortgeschrittenen Klasse Level 37 basiert, mit ihrer Mauer, wobei doch die umgebende Zone nur Level 15+ hat. Der gefährlichste Faktor in der Nähe ist ein Level-35-Dungeon, und der ist gut zwei Stunden Fußmarsch östlich von hier. Also ist die Mauer wohl gar nicht so unvernünftig.

„Wer seid ihr denn?“, ruft eine Stimme, deren Besitzer hinter einem Gewehr verborgen ist.

Ich merke beiläufig, dass die Strahlenwaffe – ein ziemlich gutes Modell – auf mich gerichtet ist. Einen Moment später lässt Ali den Status des Wächters über seinem Kopf erscheinen.

 

Ian Crew (Level 24 Jäger)

HP: 280/280

MP: 180/180

Zustand: Verängstigt

 

„Jäger? Klingt ziemlich allgemein“, sage ich telepathisch zu Ali.

Der Dummkopf hat eine Basisklasse gewählt und seinen Bonus für ein seelengebundenes Strahlengewehr ausgegeben. Wenigstens hat er ein aufrüstbares Spielzeug bekommen“, sagt Ali. Eigentlich ist Ali gar nicht in meiner Nähe, sondern schwebt tiefer in der Stadt. Er sucht im System nach Informationen über diese Siedlung und sendet sie mir zurück.

„Besucher aus dem Norden. Wir bringen einige Flüchtlinge aus dieser Gegend“, rufe ich zurück. „Wir haben auch Frauen und Kinder hier. Zusammen mit trainierten Kämpfern und jede Menge Beute.“

Ich beobachte, wie der Wächter den Konvoi hinter mir anblickt, dann die Hover-Bikes. Interessanterweise hat er zwar Lanas Tiere bemerkt, richtet seinen Blick aber eher auf die Rothaarige selbst. Die meisten Leute finden ihre Tiermenagerie ziemlich beeindruckend.

„Tut mir leid! Ich kann euch nicht reinlassen. Ich muss es erst Arik sagen, und der muss zustimmen“, sagt Ian. „Würdet ihr bitte warten?“

Ich nicke zustimmend und lehne mich zurück. Dabei sehe ich mir die anderen Wachen an, die sich etwas entspannt haben, da ich zufrieden damit bin, zu warten. Wie gesagt, könnte ich gewaltsam in die Siedlung eindringen, aber wozu denn? Einige Minuten zu warten, tut keinem weh.

„Ihr kommt aus dem Norden?“, ruft Ian, nachdem er jemanden mit einer Botschaft losgeschickt hat. Seine Augen wandern über unsere Ausrüstung, verweilen dann bei Lana und schließlich starrt er mich an. Ich weiß, was er sieht – gepanzerter Jumpsuit, hochwertige Strahlenpistole, teures Hover-Bike – und ich sehe, wie er das im Kopf zusammenrechnet. „Dort muss es ja ziemlich gut laufen.“

„Kann man so sagen“, rufe ich zurück. Erinnerungen wirbeln durch meinen Kopf – die Kämpfe und die Verluste, die wir in Whitehorse erlebt haben. Richard, Ulric, Miranda. Roxley und sein Verrat. Meine Hände ballen sich zu Fäusten und ich unterdrücke den Schmerz.

Ich habe das Herumbrüllen satt und steige vom Motorrad, spanne meine Beinmuskeln an und springe auf die Mauer, wo ich neben dem überraschten Wächter lande. Ich sehe, dass mehrere Gewehre in meine Richtung schwingen und die anderen Wächter große Augen