: Alfred Bekker, Luc Bahl, Malcolm Jameson
: Science Fiction Dreierband 3053
: Uksak E-Books
: 9783738981902
: 1
: CHF 3.50
:
: Science Fiction
: German
: 500
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Dieser Band enthält folgende SF-Romane: Space-Surfer (Luc Bahl) Bergung im All (Malcolm Jameson) Notlandung (Alfred Bekker) Ambrais VII, Trans-Alpha... Der schrille Trauergesang der Nosronen erfüllte die Höhle. Ka-Akon, der oberste Kampfpriester im Dienst der Republik aller Nosronen, hatte für immer die knopfartigen, infrarotsichtigen Augen geschlossen. Fast zwanzig Erdenjahre hatte Ka-Akon gelebt. Länger als die meisten seiner Art. Mit ganzer Seele hatte er sich der ureigensten Aufgabe eines Priesters gewidmet - dem Kampf gegen die Götter. Und doch war er letztlich friedlich gestorben. James Levoiseur regulierte die Außenmikrofone seines schweren Kampfanzugs nach, um vor den schrillen, größtenteils im Ultraschallbereich liegenden Tönen geschützt zu sein, die bei dem Trauergesang der Nosronen erzeugt wurden. Der tote Kampfpriester wurde auf einer Bahre getragen. Ausgestreckt lag seine an einen übergroßen Maulwurf erinnernde Gestalt da. Paolo DiStefano, der zweite auf Ambrais VII zurückgelassene Marineinfanterist, meldete sich über Helmfunk. »Mein Ortungsgerät zeigt die Signatur von mindestens zehn Kampfgleitern an, die gerade zur Landung ansetzen.« »Dann werden wir jetzt wohl mit dem Gegenschlag der Etnord zu rechnen haben.« »Verdammt, wir hätten uns längst von hier zurückziehen müssen, James!« »Die Nosronen werden nicht gehen, bevor das Totenritual für ihren obersten Kampfpriester nicht abgeschlossen ist.«

Mission Space Army Corps 26: Space-Surfer: Chronik der Sternenkrieger


von Luc Bahl



Er hatte auf sie gewartet. Und dann war alles ganz schnell gegangen.
Sie wusste, dass sie nun einen schrecklichen Tod sterben würde. Denn sie kannte das Gesicht des Mannes, der ihr aufgelauert hatte. Der sie in dem engen Gang zu Boden gerissen und sich auf brutalste Weise an ihr vergangen hatte. In den kalten Angstschweiß mischten sich Tränen, die ihr aus den Augen schossen und die zu glühen schienen …
***
Warum hat er das getan?, fragte sie sich, während sie kaum noch Luft bekam und neben ihrer panischen Angst keimte auf einmal auch ohnmächtige Wut. Wut über die Erniedrigung, aber auch Wut über sich selbst, weil sie sich in ihren letzten Gedanken damit beschäftigte, was ihren Vergewaltiger zu seiner Tat bewogen haben könnte.
Absurd!, dachte sie und versuchte noch einmal sich zu wehren, den schweren Körper abzuwerfen, der sie wie eine tonnenschwere Last zu Boden drückte.
Es war vergeblich. Immer fester presste die Faust auf ihre Lippen und verschloss auch die Nasenlöcher. Sie hörte noch, wie ihre Knochen knirschten, dann wurde alles schwarz vor ihren Augen …
*
Einige Zeit später
Zum ersten Mal seit jenen bewegenden Ereignissen, in deren Verlauf D’koh, ohne es zu wollen, eine Verschwörung in den höchsten Adelsschichten der ontidischen Gesellschaft aufgedeckt hatte, befand er sich wieder an Bord eines Raumschiffes.{*}
Diesmal allerdings aus freien Stücken, und er freute sich darüber, obwohl die interstellare Passage auch durch einen Wehrmutstropfen getrübt wurde, wie seine terranischen Freunde sagen würden. Er hatte Qua’la zu Hause zurücklassen müssen. Sie konnte nicht für einen so langen Zeitraum ihr neues gemeinsames Zuhause und ihren alten Arbeitsplatz in der Botschaft der Humanen Welten auf Ontis VI verlassen. Vor allem nicht jetzt, da sie sich in einem gesegneten Zustand befand. Nein, die in ihr heranreifenden Eier waren zu kostbar, als dass D’koh zulassen konnte, Qua’las Körper den Strapazen eines Weltraumfluges auszusetzen.
Doch er war ja zum Glüc