: Andrea Habeney
: Haus der Hüterin: Band 15 - Die Flüchtlinge Fantasy-Serie
: mainebook Verlag
: 9783948987930
: Haus der Hüterin
: 1
: CHF 4.50
:
: Fantasy
: German
: 264
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Rylees Tochter und Sohn sind ins Internat für Hüterinnen-Kinder nach Olundara abgereist, aber sie hat nur wenig Zeit zum Traurigsein, denn Haus Securus Refugium schlägt Alarm, als intergalaktische Flüchtlinge im See in der Nähe notlanden. Wegen ihrer Fähigkeit, Unsterblichkeit zu verleihen, werden sie gejagt und sind die letzten ihrer Art. Securus Refugium scheint besorgt und bei Vlad kann Rylee sich keinen Rat holen, weil er auf Reisen ist. Also gewährt die Hüterin den Fremden Asyl und bietet ihnen Schutz gegen ihre Verfolger. Doch dann geschieht in dem hermetisch abgeschotteten Haus ein Mord. Ein Gast wird getötet. Um den Fall aufzuklären, schickt die Gesellschaft einen Gesandten, ein alter Bekannter von Rylee. Er nimmt die Ermittlungen auf, doch bald verwischen sich die Grenzen zwischen Freund und Feind, Opfern und Tätern. 'Die Flüchtlinge' ist Band 15 der Fantasy-Serie 'Haus der Hüterin' von Andrea Habeney. Band 1 'Das Erbe', Band 2 'Das Erwachen', Band 3 'Das leere Bild', Band 4 'Das Portal', Band 5 'Der Verrat', Band 6 'Der verschwundene Schlüssel', Band 7 'Die Hochzeit', Band 8 'Die Rettung', Band 9 'Die Fremden', Band 10 'Die Wächterin', Band 11 'Die Bedrohung', Band 12 'Der Händler', Band 13 'Der Umsturz' und Band 14 'Die Zeitfalle' liegen ebenfalls bei mainbook vor. Die Bände 1-15 auch als audiobooks (Band 15 ab Sept/Okt 2023!) Die E-Book-Bände 1-3, 4-6, 7-9, 10-12 und 13-14 liegen auch als Taschenbuch-Sammelbände vor.

Als Autorin hat sich Andrea Habeney einen Namen gemacht mit ihrer Frankfurter Krimi-Reihe um Kommissarin Jenny Becker: 'Mörderbrunnen' (Frühjahr 2011), 'Mord ist der Liebe Tod' (Herbst 2011), 'Mord mit grüner Soße' (April 2012), 'Arsen und Apfelwein' (2013), 'Verschollen in Mainhattan' (2014), 'Apfelwein trifft Weißbier' (2015), 'Abgetaucht' (mainbook 2017) und 'Apfelwein auf Rezept' (2019). Zudem hat Andrea Habeney zwei weitere Fantasy-E-Books und audiobooks bei mainbook veröffentlicht: 'Elbenmacht 1: Der Auserwählte' und 'Elbenmacht 2: Das Goldene Buch'.

Kapitel 1


Rylee empfand eine Mischung aus Kummer und Erleichterung, als sich das Portal hinter ihrer Tochter schloss. Das Haus würde jetzt, wo auch Ivy das Internat auf dem Planeten Olundara besuchen würde, stiller sein. Der einzige Grund, dass sowohl sie als auch Vlad sich dazu hatten durchringen können, war, dass Rylees Eltern diese Schule gegründet hatten und leiteten. Der Plan war aus der Idee eines Augenblicks entstanden, als Rylee und Vlad darüber diskutierten, wie die Ausbildung ihrer gemeinsamen Kinder ablaufen sollte. Rylee hätte sie gerne auf eine ganz normale Schule geschickt, zumindest für einige Jahre. Immerhin war sie selbst auch so erzogen worden. Die nächste befand sich allerdings im etliche Kilometer entfernten nächstgrößeren Ort, und Vlad hatte den Gedanken, dass seine Kinder sich mehrere Stunden täglich ohne jede Bewachung unter Menschen aufhielten, für absurd erklärt. Auch hatte er argumentiert, dass der Stoff, den sie als Hüter-Kinder lernen mussten, ein gänzlich anderer war, als das, was anderen Kindern in ihren ersten Schuljahren beigebracht wurde. Und die Gefahr, dass sie ihre wahre Herkunft enthüllen würden, war groß.

„Du wusstest damals nicht, dass du eine Hüterin mit magischen Kräften bist“, hatte er ihr ungeduldig dargelegt. „Aber glaubst du wirklich, ein Sechsjähriger wäre in der Lage, was er sagt und tut, zu kontrollieren?“

Rylee hatte ihm recht geben müssen, konnte sich jedoch nicht mit der Alternative, die Kinder zu Hause zu unterrichten, anfreunden.

„Sie brauchen soziale Kontakte“, hatte sie vorgebracht. „Freundinnen und Freunde. Es ist ungesund, wenn sie nur einander haben!“

„Du führst eine magische Herberge“, hatte Vlad gekontert. „Sie haben mehr als genug Gesellschaft.“

„Und wie oft sind Kinder darunter?“, hatte Rylee ärgerlich geantwortet. „Außerdem bleibt kaum jemand länger als ein paar Tage. Wie soll sich da eine Freundschaft entwickeln?“

„Ich hatte auch keine Freunde“, hatte der große Vampir geknurrt.

„Und sieh, was aus dir geworden ist!“, hatte Rylee nur halb im Scherz geantwortet. „Vlad, der Pfähler. Vielleicht werden unsere Kinder einmal Hüter und leiten ebenfalls magis