: Claire Bonnett
: Das romantische Château in Frankreich - Hochzeit mit Hindernissen
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783751737586
: Ein Wohlfühlroman im Loiretal
: 1
: CHF 4.50
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 346
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Élodies Leben könnte kaum besser laufen: Das kleine Château ist mittlerweile ein richtiger Besuchermagnet, und außerdem soll hier auch bald ihre Traumhochzeit mit ihrer großen Liebe Nicolas stattfinden! Ausgerechnet jetzt taucht Nicolas geldgieriger Bruder Guillaume wieder auf. Er gibt vor, sich versöhnen zu wollen, aber kann man ihm wirklich trauen? Am liebsten würde Élodie ihm auf Schritt und Tritt folgen, doch im Schloss verlangen andere Dinge ihre Aufmerksamkeit. Denn der neue Gärtner scheint ein dunkles Geheimnis zu haben und eine Schneiderin möchte unbedingt im Château ein Atelier eröffnen. Für Élodie steht schnell fest: Hochzeitsvorbereitungen stellen auf ihrem Weg zum Glück noch das kleinste Hindernis dar!

Der dritte Band der romantischen Feel-Good-Reihe rund um ein kleines Schloss im idyllischen Loire-Tal.

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<p>Claire Bonnett, geboren 1997, wuchs in einem lebhaften Haushalt voller Bücher auf und begann bereits als Kind eigene Geschichten zu schreiben. Kreative Unterstützung erhält sie dabei von einer Notizbuchsammlung und einem elektrischen Klavier. Die besten Zutaten für ihre Romane findet die Autorin allerdings im Alltag, der ihrer Meinung nach immer noch die verrücktesten Ideen bereithält. Man muss sie nur aufschreiben.</p>

Kapitel 1


»Das war doch ein voller Erfolg, oder?«

Ehe ich antworten konnte, nahm Nicolas meine Hand und begann, mich durch den Saal zu wirbeln. Ich ließ den Besen fallen, mit dem ich eben noch die Rosenblätter auf dem Boden zusammengefegt hatte. Lachend hielt ich mich an meinem Freund fest.

»Hast du etwa daran gezweifelt?«

Nicolas hob die Hand und geleitete mich in eine schwungvolle Drehung. »Niemals, Mademoiselle!«

Ich verlor beinahe das Gleichgewicht und landete unversehens in Nicolas’ Armen, der die Gelegenheit nutzte, um mir einen langen Kuss zu geben.

»Und die Nächsten sind wir«, flüsterte er mir ins Ohr, als wir uns wieder voneinander lösten.

»Dann aber bitte mit etwas weniger Rosenblättern.« Ich schnappte mir wieder meinen Besen und warf einen Blick auf den festlich geschmückten Ballsaal des Châteaus. Lange Reihen von weißen Stühlen standen dort, verziert mit glänzend blauen Seidenbändern – und jeder Menge roten Blütenblättern dazwischen.

»Die Kunstausstellung letzten Monat hat weniger Aufräumarbeit hinterlassen«, stellte ich fest. »Zum Glück sind die Gäste jetzt alle im Park, um das Brautpaar zu feiern.«

»Stimmt, jemand sollte wohl nach draußen gehen, um zu sehen, ob alles mit dem Catering geklappt hat.«

»Bereite du dich lieber auf die nächste Besuchergruppe vor. In einer Viertelstunde beginnt die Führung, und ich vermute, sie wollen dafür den echten de Montenait und nicht seine –«

»Seine bezaubernde Verlobte?«

Ich lachte. »Leider weiß die immer noch nicht halb so viel über das Schloss wie der einzig wahre Nicolas de Montenait.«

»Wenn du einfach nur das Buch lesen würdest, das ich letzten Monat …«

»Ab mit Ihnen, Monsieur!« Ich warf eine Handvoll Blütenblätter nach Nicolas, der lachend auswich und dann den Ausgang des Ballsaals ansteuerte. Seine Schritte ließen das alte Parkett knarzen, dann fiel die schwere Tür hinter ihm ins Schloss.

Ich machte mich wieder daran, die Blumendekoration aufzuräumen und die Stühle der Hochzeitsgäste aufeinanderzustapeln. Es war die erste Hochzeit, die wir im Château ausgerichtet hatten. Die Anfrage hatte mich erst überrascht, bis ich gedacht hatte, wir hätten selbst viel eher auf diese Idee kommen können.

Ich wischte mir den Schweiß von der Stirn und stellte mich neben eins der hohen Fenster. Ein heller Sonnenstrahl fiel durch das Glas und wärmte meine Wangen. Die Gäste hätten sich kein schöneres Wetter für ihre Sommerhochzeit wünschen können. Draußen wölbte sich ein strahlend blauer Himmel über das Schloss.

Seit ein paar Wochen war es draußen so warm, dass man selbst in einem alten zugigen Château keine Heizung mehr brauchte. Dafür leuchteten die Parkanlagen in den schönsten Farben, die man sich vorstellen konnte. Die Buchsbäume in einem satten Grün und der Rosenpavillon in zartem Hellrosa.

Ich entdeckte in diesem Moment die Braut in ihrem weißen Kleid, die über die Rasenfläche spazierte, dicht gefolgt von ihrem Bräutigam und einer jungen Frau mit einer riesigen Spiegelreflexkamera. Anscheinend waren noch ein paar Fotos geplant, bevor sich die Gäste den Bauch vollschlugen. Was mich daran erinnerte, dass ich doch draußen selbst nach dem Rechten sehen wollte.

Auf der Galerie entdeckte ich Nicolas, der von einer kleinen Besuchergruppe umringt unten in der Eingangshalle stand. Seine kräftige dunkle Stimme hallte von den Wänden wider, als er zu erklären begann, was es mit dem Deckengemälde auf sich hatte.

Ich schlich so leise wie ich konnte die Treppe hinunter und schob weitgehend unbeachtet die Eingangspforte des Schlosses auf. Draußen schlug mir die Hitze des Sommertages mit voller Wucht