: Rosi Wallner, Christian Seiler, Andreas Kufsteiner, Verena Kufsteiner
: Heimat-Roman Treueband 52 5 Romane in einem Band
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783751746953
: Heimat-Roman Treueband
: 1
: CHF 5.40
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 320
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Lesen, was glücklich macht. Und das zum Sparpreis!

Seit Jahrzehnten erfreut sich das Genre des Heimat-Bergromans sehr großer Beliebtheit. Je hektischer unser Alltag ist, umso größer wird unsere Sehnsucht nach dem einfachen Leben, wo nur das Plätschern des Brunnens und der Gesang der Amsel die Feierabendstille unterbrechen.
Zwischenmenschliche Konflikte sind ebenso Thema wie Tradition, Bauernstolz und romantische heimliche Abenteuer. Ob es die schöne Magd ist oder der erfolgreiche Großbauer - die Liebe dieser Menschen wird von unseren beliebtesten und erfolgreichsten Autoren mit Gefühl und viel dramatischem Empfinden in Szene gesetzt.

Alle Geschichten werden mit solcher Intensität erzählt, dass sie niemanden unberührt lassen. Reisen Sie mit unseren Helden und Heldinnen in eine herrliche Bergwelt, die sich ihren Zauber bewahrt hat.
Dieser Sammelband enthält die folgenden Romane:
Alpengold 210: Das Häusl der Sünderin
Bergkristall 291: Die schöne Schwester des Wilderers
Der Bergdoktor 1777: Weint nicht um mich ...
Der Bergdoktor 1778: Dr. Burger und das Mauerblümchen
Das Berghotel 147: Vroni, die Quertreiberin
Der Inhalt dieses Sammelbands entspricht ca. 320 Taschenbuchseiten.
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Als Elisabeth Sarner den kleinen Dorfladen betrat, verstummte für einen Augenblick die lebhafte Unterhaltung der Frauen, dann aber wandten sie sich ihr zu und sprachen auf sie ein.

»Hast du schon von dem Unglück gehört, Elisabeth? So was Furchtbares!«

»Und dass sie sich net hat retten können!«

»Ich bin eben erst ins Dorf gekommen und hab noch niemanden getroffen. Erzählt doch der Reih nach«, forderte Elisabeth die aufgeregten Frauen auf.

Lioba Lehnhofer, die Frau des Bürgermeisters, hielt es für ihr gutes Recht, das Wort zu ergreifen.

»Das Haus, oder besser gesagt, die Hütte von der alten Egnerin ist heut Nacht abgebrannt.«

»Jesses!« Elisabeth bekreuzigte sich unwillkürlich.

»Aber das ist noch net das Schlimmste. Die alte Egnerin ist net rechtzeitig …« Lioba verstummte, denn Elisabeth Sarner war erbleicht und schien zu schwanken.

»Und die Luzia? Ist die am Leben?«, fragte sie mit schwacher Stimme.

»Anscheinend! Man hat nur die Egnerin gefunden. Grauslich soll’s …«

»Man muss doch nach dem Madl schauen. Sie kann verletzt sein«, unterbrach Elisabeth Liobas Redeschwall.

»Die kommt schon wieder. Es ist ja net das erste Mal, dass sie sich tagelang in den Wäldern herumtreibt.«

Eine scharfe Antwort lag auf Elisabeths Zunge, doch sie unterdrückte sie, es war sinnlos, in Menschen wie Lioba Mitgefühl erwecken zu wollen. Wie viele der traditionsbewussten, bodenständigen Gebirgler grenzte sie alle aus, die sich nicht anpassten oder sich aus irgendwelchen Gründen nicht in die Dorfgemeinschaft einfügen ließen.

»Weiß man schon, wie der Brand entstanden ist?«, fragte sie nur.

»Angeblich konnte man nichts feststellen. Die Egnerin war schon was wunderlich, vielleicht hat sie net recht aufgepasst. Da hat sich das schnell!«

Niemand im Dorf hatte Marie Egner sonderlich gemocht. Manche nannten sie sogar eine bösartige alte Hexe, die ihre Enkelin so schlecht behandelte, dass sie immer wieder davonlief und sich so lange versteckte, bis der Hunger sie nach Hause trieb.

»Das erinnert mich irgendwie an den Brand beim Lehrer Hirrlinger. Da ist